Monash University Forschende untersuchten Atemübungen zur Linderung des Suchtdrucks bei Menschen mit Suchterkrankungen in Australien; statistisch signifikante Effekte, aber geringe Größenordnung
Atemübungen gegen Alkohol, Zigaretten & Co.: Verlangen nach Suchtmitteln einfach wegatmen? | aponet.de
Hanke Huber | 31.07.2026 10:02 Uhr
Podcast aponet in 3 Minuten
Podcast: “gecheckt!” Podcasts: Allergien Podcasts: Apotheke Podcasts: Arzneimittel Podcasts: Baby und Familie Podcasts: Diabetes Podcasts: Erkältung Podcasts: Ernährung Podcasts: Frauengesundheit Podcasts: Gesund leben Podcasts: Haut & Haare Podcasts: Magen-Darm Podcasts: Männergesundheit Podcasts: Medizin Podcasts: Naturheilkunde Podcasts: Psychologie Podcasts: Sport & Bewegung Podcasts: Zähne Podcast: Was ist das überhaupt?
Podcast: Was ist das überhaupt?
Apotheke Pharmazeutische Dienstleistungen Apothekensuche Arzneimittel Beratung Gesundheit digital Tipps vom Apotheker
Medizin Gesundheit Psyche Diabetes Haut, Zähne & Schönheit Krankheiten A-Z Gesundheitstests Wissenstests Checklisten
Naturheilkunde Heilpflanzenlexikon Pflanzliche Medizin Alternative Therapie
Ernährung Gesund leben Abnehmen Genuss Gesunde Rezepte Nähr- und Vitalstoffe
Sport & Wellness Sport & Fitness Wohlfühlen
Jung & Alt Jugendliche Senioren Baby & Familie
Frau & Mann Frauengesundheit Männergesundheit Sex & Partnerschaft
Service Arzneimitteldatenbank Krankenkasse Ratgeber-Bücher Nachrichtenarchiv
Das Apotheken Magazin Prominente im Interview Archiv Apotheken Magazin Diabetes
aponet.de - Das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen
Atemübungen gegen Alkohol, Zigaretten & Co.: Verlangen nach Suchtmitteln einfach wegatmen?
Menschen mit einer Suchterkrankung erleben häufig einen starken Drang, Alkohol zu trinken, zu rauchen oder andere Drogen zu konsumieren. Dieses Verlangen könnte man einer neuen Studie zufolge mit kontrollierten Atemübungen möglicherweise abschwächen.
Um diesen Audio Player anzuzeigen, werden Inhalte von goaudio geladen. Dabei könnten personenbezogene Daten an goaudio übermittelt und Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden.
Die Übersichtsarbeit deutet darauf hin, dass kontrollierte Atemübungen das starke Verlangen nach Alkohol, Nikotin oder anderen Drogen verringern könnte.
Kleine Effekte, aber noch offene Fragen
Forschende der Monash University in Australien hatten die Ergebnisse von 20 Studien mit insgesamt 1.249 Teilnehmenden ausgewertet. Untersucht wurden Menschen mit Suchterkrankungen, darunter mit Abhängigkeiten von Alkohol, Nikotin, Opiaten, Stimulanzien oder anderen Drogen. Insgesamt verringerte kontrolliertes Atmen den sogenannten Suchtdruck zwar nur gering, aber statistisch signifikant. Die positiven Effekte zeigten sich unabhängig von der konsumierten Substanz. Weniger eindeutig war die Datenlage zu Entzugssymptomen und Abhängigkeit.
Zum Einsatz kamen verschiedene Methoden:
Herzratenvariabilitäts-Biofeedback (HRVB): Die Atmung wird mithilfe eines Sensors, der die Herzfrequenz erfasst, an den Herzrhythmus angepasst.
Resonanzatmung: Ähnelt der HRVB, wird aber ohne Biofeedback durchgeführt. Die Atmung entspricht in der Regel etwa sechs Atemzügen pro Minute.
Yogische Atemtechniken: Verschiedene Atemmuster mit Einatmen, Ausatmen und manchmal auch Atemanhalten. Die Atmung kann sich je nach Yoga-Praxis in Geschwindigkeit, Atemtiefe und Dauer des Atemanhaltens unterscheiden.
Rhemercise: Langsame Atmung kombiniert mit Lächeln, Gähnen und positiven Selbstbotschaften.
Rauchbewegung nachahmen: Tiefe Atemzüge in einem festen Rhythmus ähnlich dem Rauchen.
Dreiteilige Atmung: Tiefes Einatmen mit Fokus auf Bauch, Brustkorb und oberen Brustbereich.
Die Autoren halten Atemübungen für einen vielversprechenden Baustein der Suchtbehandlung, etwa über Smartphone-Apps. Allerdings unterschieden sich die Studien deutlich hinsichtlich Atemtechnik, Dauer und Zielgrößen. Zudem handelte es sich um relativ kleine Studien. Ob die Effekte langfristig bestehen und den Behandlungserfolg verbessern, müssen weitere und vor allem größere Studien zeigen. Für eine allgemeine Empfehlung reicht die Studienlage daher bislang nicht aus, und die Forschenden betonen, dass die Methoden eine Ergänzung bestehender Behandlungsangebote darstellen könnten, aber kein Ersatz für eine Suchttherapie sind.
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Welche Milch das meiste Omega-3 enthält, dass es Sportallergie tatsächlich gibt…
aus Apotheke , Forschung und Gesundheitspolitik .
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern
Ich stimme der Datenübermittlung zu und möchte die externen Inhalte laden. Mehr Informationen finden Sie in der
Bewusstes Atmen könnte das starke Verlangen nach Suchtmitteln vorübergehend abschwächen.
Das könnte Sie auch interessieren
Rauchstopp: Sport kann das Verlangen nach Zigaretten spürbar senken
Tief durchatmen: Wie der Atem unsere Entscheidungen beeinflusst
Bluthochdruck: Senken Entspannungstechniken hohen Blutdruck?
Sport trotz Asthma? Warum Bewegung sogar helfen kann
Stress reduzieren durch Atmen - welche Atemtechnik am effektivsten entspannt
Studie bestätigt: Lachen ist gesund
Richtiges Atmen steigert die Leistung
Achtsames Atmen könnte den Blutdruck senken
Podcast “aponet in 3 Minuten”: Die wichtigsten Gesundheits-News diese Woche (31.07.2026)
Sommergrippe oder Magen-Darm-Infekt? Warum auch eine Erkältung Durchfall auslösen kann
Borreliose nach Zeckenstich: Die Einstichstelle am besten sechs Wochen beobachten
Allergien vorbeugen? Studie identifiziert erstmals schützende Bauernhof-Bakterien
Krankheiten von A - Z
Melden Sie sich jetzt beim aponet.de Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Zur Newsletter-Anmeldung