---
title: "Wall Street Bullen übernehmen Kommando in New York; Microsoft +15.5% best day since 2008"
sdDatePublished: "2026-07-31T07:06:00Z"
source: "https://www.bekb.ch/-/media/bekb/portal/documents/publikationen/marktkommentare/aktien-international.pdf?vs=2141\u0026sc_lang=de"
topics:
  - name: "stock activity"
    identifier: "medtop:20000186"
  - name: "corporate earnings"
    identifier: "medtop:20000178"
  - name: "semiconductor and electronic component"
    identifier: "medtop:20000230"
  - name: "artificial intelligence"
    identifier: "medtop:20001298"
  - name: "interest rates"
    identifier: "medtop:20000371"
  - name: "inflation"
    identifier: "medtop:20000370"
  - name: "gross domestic product"
    identifier: "medtop:20000359"
  - name: "software and applications"
    identifier: "medtop:20000231"
  - name: "foreign exchange market"
    identifier: "medtop:20000391"
locations:
  - "Tokyo"
  - "Bern"
  - "Beiyuan"
  - "Erlangen"
  - "Australia"
  - "China"
  - "United States"
  - "Japan"
  - "South Korea"
  - "Germany"
---


Wall Street Bullen übernehmen Kommando in New York; Microsoft +15.5% best day since 2008

Kommentar Aktien International

Marktkommentar
31. Juli 2026

Aktien International

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht

Übersee
Schluss
Veränderung (in %)
Volumen (Mrd.)
Dow Jones Industrial
52'208
+ 1.2
S&P 500
7'437
+ 1.7
NYSE: 1.37
Nasdaq Composite
25'122
+ 2.8
Nasdaq: 9.25
Nikkei 225
64'365
+ 4.0
Hang Seng
25'830
- 0.1
Shanghai Composite
3'833
+ 0.8

Europa
Vortag
Trading Range
Weitere Kurse
DAX
25'822
25'450 – 25'950
USD/CHF 0.8073 EUR/CHF 0.9289
EuroStoxx 50
6'344
6'175 – 6'475
Gold 4'079 USD/Unze
Stoxx 50
5'459
5'350 – 5'550
NY WTI-Rohöl-Future 81.71 USD

New York
An der Wall Street übernehmen die Bullen wieder das
Kommando. Starke Zahlen von Microsoft treiben den
gesamten Halbleiter- und Cloud-Sektor an. Meta bricht
hingegen nach enttäuschendem Ausblick ein. Konjunk-
turdaten bestätigen eine hartnäckige Inflation.
Nach den Abgaben am Mittwoch haben sich die US-
Börsen am Donnerstag eindrucksvoll zurückgemeldet.
Die Enttäuschung über die Zinspause der Fed rückte
schnell in den Hintergrund. Stattdessen übernahm die
Berichtssaison der Tech-Giganten das Geschehen.
Schnäppchenjäger nutzten den jüngsten Ausverkauf, um

www.bekb.ch | Marktkommentar | 31. Juli 2026
2
sich bei gebeutelten Chip- und KI-Aktien einzudecken.
Der Nasdaq Composite kletterte um 2,8 Prozent auf
25.122 Punkte und beendete damit eine sechstägige
Verlustserie. Für den Nasdaq 100 ging es um 3,4 Pro-
zent auf 28.106 Zähler nach oben. Der S&P 500 ge-
wann 1,7 Prozent auf 7.437 Punkte, während der Dow
Jones um 1,2 Prozent auf 52.208 Zähler stieg. Die Er-
holung zeigte sich besonders im Halbleitersektor, wo
der Branchen-ETF SOXX um über acht Prozent zulegte.
Konjunkturseitig untermauerten die Daten den restrikti-
ven
Kurs
der
Währungshüter:
Das
US-
Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal auf
Jahressicht um 1,5 Prozent, während der Markt mit 1,8
Prozent gerechnet hatte. Die von der Fed genau beo-
bachtete Kerninflation (PCE) verharrte mit 3,3 Pro-
zent auf erhöhtem Niveau. Microsoft (+15,5 Prozent):
Der Softwareriese erlebte seinen besten Handelstag
seit 2008. Der Börsenwert legte an einem einzigen Tag
um rund 450 Milliarden Dollar zu. Auslöser war ein
starkes Quartal mit beschleunigtem Wachstum in der
Cloud-Sparte Azure und das Signal, die KI-Investitionen
im Zaum zu halten.

Asien
Angeführt von einer starken Erholungsrally in Südkorea
zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte am Freitag
überwiegend mit Aufschlägen. Vor allem Halbleiter-
und Technologiewerte sind gesucht, nachdem diese
bereits an der Wall Street am Vorabend das Tableau
angeführt hatten. Auch mit Enttäuschung aufgenom-
mene Geschäftszahlen von Apple belasten die Stim-
mung im Sektor nicht, die Aktie gab im nachbörslichen
US-Handel um 5,9 Prozent nach, obwohl das Unterneh-
men ein Rekord-Drittquartal mit einem Umsatzplus von
16 Prozent gemeldet hat. Der Kospi erholt sich nach
dem Einbruch der vergangenen Tage dank einer Hausse
der zuletzt arg gebeutelten Halbleiterwerte um 15,9
Prozent - begleitet von etlichen Handelsunterbrechun-
gen aufgrund der starken Volatilität. Die Schwergewich-
te Samsung Electronics und SK Hynix erholten sich
um 20,5 bzw, 25,3 Prozent, nachdem die positiven Quar-
talsergebnisse Microsoft und Amazon das Vertrauen in
KI-bezogene Ausgaben erneuert haben. Zweifel über das
Erwirtschaften der immensen KI-Kosten und zunehmen-
der Wettbewerb durch chinesische Chiphersteller hatten
die südkoreanischen Halbleiterwerte zuletzt massiv un-
ter Druck gesetzt. Trotz der Aufschläge am Freitag
steuerte der Kospi noch immer auf einen monatlichen
Rückgang von rund 25 Prozent zu. In Japan stützen
ebenfalls Halbleitertitel, aber auch ein schwächelnder
Yen. Denn die japanische Notenbank hat Leitzinsniveau
bestätigt, immerhin ein Ratsmitglied stimmte für eine
Anhebung der Zinsen. Da die Kernverbraucherpreise
im Großraum Tokio im Juli stärker als gedacht gestiegen
waren, sorgt die Geldpolitik für etwas Erleichterung.
Denn die Zentralbank erklärte, die Risiken für die Inflati-
on seien weiterhin nach oben gerichtet. Dies gilt umso
mehr, weil die Industrieproduktion im Juni deutlicher
als veranschlagt zugelegt hat. Auch der Einzelhandel-
sumsatz im Juni stieg. Der Nikkei klettert vor diesem
Hintergrund um 4 Prozent auf 64.360 Punkte. Im Chip-
sektor ziehen Advantest und Tokyo Electron um 15,1
bzw. 6,1 Prozent an.
Die chinesischen Aktien, die vom Absturz der Halblei-
tertitel der vergangenen Tage kaum berührt waren, be-
weisen einmal mehr relative Eigenständigkeit mit Kon-
zentration auf heimische Aspekte. Der Shanghai-
Composite legt um 0,8 Prozent zu, der HSI in Hong-
kong gibt 0,1 Prozent nach. Der chinesische Einkaufs-
managerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe ist
im Juli entgegen der Markterwartung in den Kontrakti-
onsbereich gerutscht. Auch die chinesische Industrie-
produktion ist im Juli unerwartet wieder in den
Schrumpfungsbereich gefallen. Investoren beobachten
aufmerksam, ob es weitere politische Unterstützungs-
maßnahmen aus Peking geben wird. Die Daten für das
verarbeitende Gewerbe deuten auf einen schwachen
Start in die zweite Jahreshälfte hin, urteilt ING-
Chefvolkswirt für China Lynn Song. In Australien klet-
tert der S&P/ASX-200 um 0,2 Prozent. Ähnlich wie in
China hatte der Ausverkauf im Halbleiterbereich hier
keine Spuren hinterlassen, denn der Technologiesektor
spielt im Leitindex keine Rolle. Capital Economics hat
ihre Prognose für eine weitere Zinserhöhung in Australi-
en im nächsten Monat indes verworfen. Die diese Woche
veröffentlichten Verbraucherpreisdaten seien mode-
rat genug gewesen, um die Reserve Bank of Australia
davon zu überzeugen, dass die Geldpolitik straff genug
sei, heißt es.

Europa
Stark erholte Techwerte in den USA und Asien sowie die
Berichtssaison mit überwiegend positiv aufgenomme-
nen Unternehmenszahlen dürften am Freitag auch
am hiesigen Aktienmarkt für Auftrieb sorgen. Der
Broker IG taxierte den Dax gut zwei Stunden vor Beginn
des Xetra-Handels 0,46 Prozent höher auf 25.730 Punk-
te. Damit nimmt der deutsche Leitindex Kurs auf sein
Rekordhoch von 25.900 Punkten von Anfang Juli. Am
Vortag hatte der Dax freundlich geschlossen und den

www.bekb.ch | Marktkommentar | 31. Juli 2026
3
Widerstand von dieser Woche bei etwas über 25.550
Zähler überwunden. Auf Wochensicht deutet sich ein
Plus von 2,5 Prozent an, auf Monatssicht sind es fast 3
Prozent.

Marktnachrichten

Amazon: Hohe Speicherkosten machen KI-Ausbau
noch teurer
Amazon wird in diesem Jahr wegen stark gestiegener
Speicherchip-Preise noch 20 Milliarden Dollar mehr in
den Ausbau seiner KI-Infrastruktur stecken. Konzernchef
Andy Jassy schraubte die Prognose für Kapitalausga-
ben von 200 auf 220 Milliarden Dollar (derzeit rund
191 Mrd Euro) hoch. Selbst damit werde man immer
noch nicht genug Kapazitäten haben, um die Nachfrage
der Kunden nach Rechenleistung zu erfüllen, sagte er in
einer Telefonkonferenz mit Analysten. Das werde sich
wohl auch 2027 nicht ändern. Der Handels- und Tech-
nologiekonzern profitiert vom aktuellen KI-Boom vor
allem über die Cloud-Sparte AWS, die der weltgrößten
Anbieter von Rechenleistung aus dem Netz ist. Im ver-
gangenen Quartal stieg der AWS-Umsatz im Jahres-
vergleich um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar.
Analysten hatten im Schnitt lediglich mit Erlösen von
rund 40,5 Milliarden Dollar gerechnet. Jassy sprach
davon, dass sich selbst für 2028 bereits eine "bemer-
kenswerte" Nachfrage abzeichne. Amazon glaube inzwi-
schen, dass AWS beim jährlichen Umsatz mit der Zeit
auch die Billionen-Marke überschreiten könne. An
der Börse kamen die Zahlen und solcher Optimismus gut
an: Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um zehn
Prozent. Insgesamt stieg der Amazon-Quartalsumsatz
im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 200,6 Milliar-
den Dollar. Unter dem Strich sprang der Gewinn von
18,1 Milliarden Dollar im Vorjahr auf knapp 62,65 Milli-
arden Dollar hoch. Allerdings schließt das auch zusätzli-
che Buchgewinne etwa durch die Neubewertung der
Beteiligung an der KI-Firma Anthropic ein. Sie lagen vor
Steuern bei 53,4 Milliarden Dollar.

Apple: Legt kräftig zu; Gewinn und Umsatz wachsen
zweistellig
Apple hat im dritten Geschäftsquartal Umsatz und Ge-
winn deutlich gesteigert. Ausschlaggebend waren ein
kräftiges Wachstum bei iPhone, Mac und dem
Dienstleistungsgeschäft sowie Zuwächse in allen
Regionen. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum auf 29,79 Milliarden US-Dollar
nach 23,43 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie ver-
besserte sich auf 2,02 Dollar von zuvor 1,57 Dollar.
Der Umsatz erhöhte sich um 16,4 Prozent auf 109,42
Milliarden US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte Apple
94,04 Milliarden Dollar umgesetzt. Die Erlöse mit Hard-
ware stiegen von 66,61 Milliarden auf 78,68 Milliarden
Dollar. Das Servicegeschäft wuchs von 27,42 Milliarden
auf 30,74 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge verbesser-
te sich von 46,5 auf 50,1 Prozent. Positiv wirkten sich
dabei unter anderem Zollerstattungen aus, die die Marge
um rund zwei Prozentpunkte erhöhten. Vorstandschef
Tim Cook bezeichnete das abgelaufene Quartal als das
stärkste Juni-Quartal der Unternehmensgeschichte.
Nach seinen Angaben verzeichnete Apple zweistellige
Umsatzzuwächse bei iPhone, Mac und den Dienstleis-
tungen sowie in sämtlichen geografischen Regionen.
Größter Umsatzträger blieb das iPhone-Geschäft.
Die Erlöse stiegen hier auf 54,25 Milliarden US-Dollar
nach 44,58 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die
Mac-Sparte steigerte ihren Umsatz auf 10,35 Milliarden
Dollar von zuvor 8,05 Milliarden Dollar. Dagegen gingen
die iPad-Erlöse leicht auf 6,19 Milliarden Dollar zurück,
nach 6,58 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Die Umsätze
mit Wearables, Home-Produkten und Zubehör erhöh-
ten sich auf 7,88 Milliarden Dollar nach 7,40 Milliarden
Dollar.

Siemens
Healthineers:
Schwaches
Diagnostik-
Geschäft – senkt Umsatzprognose
Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers senkt
wegen der anhaltend schwachen Entwicklung seiner zur
Disposition stehenden Labordiagnostik-Sparte die Um-
satzprognose für das laufende Geschäftsjahr. So sollen
die Erlöse auf vergleichbarer Basis 2025/26 (per
Ende September) nun noch bei 3,5 bis 4,0 Prozent
liegen, wie das Unternehmen am Freitag in Erlangen
mitteilte. Dabei ausgeklammert sind Währungs- und
Portfolioeffekte. Zuvor hatte Healthineers jeweils einen
Prozentpunkt mehr erwartet. Analysten haben hier der-
zeit ein Plus von 4,5 Prozent auf dem Zettel. Nach einer
Rückerstattung rechtswidrig erhobener US-Zölle erhöhte
das zum Technologiekonzern Siemens gehörende Un-
ternehmen dagegen seine Gewinnprognose und erwar-
tet ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,35 bis
2,45 Euro, das sind jeweils 15 Cent mehr als zuvor in
Aussicht gestellt. Im dritten Quartal stieg der ver-
gleichbare Umsatz um 2,8 Prozent auf 5,76 Milliarden
Euro, wie Healthineers weiter mitteilte. Analysten hatten
mit einem höheren Wachstum gerechnet. Neben einem
Rückgang in der Labordiagnostik verzeichnete der Kon-

www.bekb.ch | Marktkommentar | 31. Juli 2026
4
zern in seiner größten Sparte, der Bildgebung, ein eher
maues Wachstum von 2,3 Prozent, während das Ge-
schäft Precision Therapy mit dem US-Krebsspezialisten
Varian um 9,2 Prozent zulegte. Dank der Zoll-
Rückerstattung stieg der Gewinn nach Steuern um gut
ein Fünftel auf 676 Millionen Euro.

Hensoldt: Verdoppelt Aufträge im ersten Halbjahr –
Zahlen leicht über Erwartungen
Die Aufrüstung der Nato-Staaten beschert Hensoldt eine
hohe Nachfrage. "Die politischen Entscheidungen für
höhere Verteidigungsausgaben konkretisieren sich nun
in unserem Auftragsbuch", sagte Firmenchef Oliver Dör-
re am Freitag zur Vorlage von Geschäftszahlen in Tauf-
kirchen. In den ersten sechs Monaten verdoppelte der
Rüstungselektronikkonzern s