Abfall-Experten besuchen Kita Hl. Familie in Eichstätt; Müllauto begeistert Kinder

Bistum Eichstätt: Ruckzuck in die richtige Tonne - Spielerischer Umweltschutz: Abfall-Experten zu Besuch in der Kita Hl. Familie

Ruckzuck in die richtige Tonne - Spielerischer Umweltschutz: Abfall-Experten zu Besuch in der Kita Hl. Familie

Auf dem Boden der Turnhalle der Kita Hl. Familie in Eichstätt (Träger: katholische Kita IN gGmbH) herrschte ein ungewohntes Bild: Gläser, Blechdosen, leere Joghurtbecher, eine Zeitung und sogar eine Windel lagen kreuz und quer verstreut. „So darf man den Müll natürlich nicht verteilen“, erklärte Luisa Härtel von der Abfallwirtschaft des Landkreises Eichstätt lachend. Sie war gekommen, um zwei Kindergarten- und einer Krippengruppe spielerisch zu zeigen, wie Abfallvermeidung und Mülltrennung im Alltag richtig funktionieren.

Zum Einstieg las Härtel den Kindern die Geschichte „Wie wir Plastik sparen und Müll reduzieren“ vor. Darin erfuhren die Kleinen, dass man viele Wertstoffe recyceln kann – so wird aus einer alten Glasflasche im Idealfall wieder eine neue. „Noch besser ist es aber, gar nicht erst so viel Müll zu erzeugen“, betonte die Expertin und erklärte, dass Mehrwegflaschen bis zu 50-mal gespült und wiederverwendet werden können.

Danach durften die Mädchen und Buben selbst aktiv werden und den verstreuten Abfall den richtigen Tonnen zuordnen. Mit Feuereifer und vielen Streckmeldungen machten sich die Nachwuchs-Abfallberater ans Werk. Dabei stießen sie durchaus auf knifflige Rätsel: So besteht die Fleischverpackung aus dem Supermarkt teils aus Papier und teils aus Plastik und muss vor dem Wegwerfen getrennt werden. Auch ein altes, kaputtes Handy sorgte für Gesprächsstoff. Das gehört nicht in den Restmüll, sondern zum Wertstoffhof, weil darin noch wertvolle Rohstoffe stecken. Luisa Härtel zeigte sich begeistert vom Wissen der Kinder: „Ihr seid ja richtige Mülltrennprofis. Das ging ja ruckizucki!“

Das absolute Highlight wartete jedoch im Hof der Einrichtung: Ein echtes Müllauto war vorgefahren. „Boah!“, entfuhr es den Kindern, von denen viele den großen Laster zum ersten Mal aus nächster Nähe bestaunen durften. Müllwerkerin Bianka Blum erklärte den neugierigen Zuschauern alles rund um die Müllentsorgung und ihren Berufsalltag. Auf ihre Frage „Warum bin ich denn so leuchtend?“ wussten die Kinder sofort die Antwort: „Damit man dich sieht!“ Stimmt genau, bestätigte die Müllwerkerin: „Da wir morgens schon sehr früh anfangen zu arbeiten, hat meine Arbeitskleidung extra helle Reflektoren.“