Hubertus Kerscher Aus Wenig mehr machen – Impuls zum 2. August 2026 Bistum Passau; Zwölf Körbe voll übrigblieben

Aus Wenig mehr machen - Impuls zum 2. August 2026 | Bistum Passau

Aus Wenig mehr machen - Impuls zum 2. August 2026

Die wundersame Brotvermehrung Jesu ist eine bekannte Geschichte: 5.000 Menschen werden von fünf Broten und zwei Fischen satt – und es bleibt sogar noch etwas übrig. Die Botschaft an uns: Selbst, wenn wir meinen, wenig zum Teilen zu haben, können wir mehr daraus machen, als wir berechnen können. Ein Impuls zum 2. August 2026 von Jugendpfarrer Hubertus Kerscher.

Wir hören heu­te im Evan­ge­li­um eines der bekann­tes­ten Wun­der Jesu: Fünf­tau­send Män­ner und dazu noch Frau­en und Kin­der wer­den von zwei Fischen und fünf Bro­ten satt. Die Jün­ger woll­ten die Men­schen weg­schi­cken, weil die vor­han­de­nen Ratio­nen nie­mals rei­chen wür­den, als Jesus for­dert: ​ „ Gebt ihnen zu essen!“. Das Weni­ge reich­te dann sogar so weit, dass am Ende zwölf Kör­be voll übrigblieben.

Sol­che Spei­se­wun­der fin­den sich bereits im Alten Tes­ta­ment. Im zwei­ten Buch der Köni­ge hören wir fol­gen­de Erzäh­lung: Der Pro­phet Eli­scha will dort hun­dert Män­ner spei­sen, aber es sind nur zwan­zig Gers­ten­bro­te da. Doch auch er for­dert sei­nen Die­ner auf ​ „ Gib den Leu­ten zu essen“ und pro­phe­zeit im Namen des Herrn ​ „ Man wird essen und noch übrig­las­sen.“ Wir mer­ken bereits: Bei­de Erzäh­lun­gen tei­len sich eini­ge Schlag­wor­te, obwohl bei Jesus im Neu­en Tes­ta­ment die Zah­len noch ein­mal deut­lich gestei­gert werden.

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Manch­mal wer­den die­se Wun­der­erzäh­lun­gen so erklärt, als hät­ten ein­fach alle ihre Vor­rä­te mit­ein­an­der geteilt. Tei­len gehört sicher zur Bot­schaft der Bibel. Die Tex­te wol­len uns aber noch mehr sagen. Jesus wird zwei Kapi­tel spä­ter mit sei­nen Jün­gern noch ein­mal über die Bedeu­tung des Bro­tes spre­chen. Es steht auch für sei­ne Leh­re und sei­ne Bot­schaft, die er mit gött­li­cher Voll­macht ver­kün­det. Hubert Fran­kem­öl­le weist uns dar­auf hin, dass es dem Evan­ge­li­um, wie schon der Eli­scha-Erzäh­lung nicht zuletzt um die Leben spen­den­de Kraft des gött­li­chen Wor­tes und der Gemein­schaft unter­ein­an­der und mit Gott geht.

Manch­mal kommt es uns viel­leicht auch so vor, als hät­ten wir nur wenig anzu­bie­ten, als müss­ten wir es für uns behal­ten, weil es sowie­so nicht reicht. Der Mat­thä­us­evan­ge­list macht uns heu­te Mut über Zwei­fel und Berech­nung hin­aus­zu­ge­hen: Was wird gesche­hen, wenn ich mein Weni­ges, mei­ne klei­nen Res­sour­cen, Fähig­kei­ten und Kon­tak­te in die Gemein­schaft mit Gott ein­brin­ge? Mat­thä­us ver­spricht nicht, dass jeder Man­gel sofort ver­schwin­det, aber er lädt uns ein, auf den zu hören, der aus unse­rem Weni­gen mehr machen kann, als wir berech­nen können.

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