Iuvenes Cantores aus Niederaltaich führten zwei Konzerte in der Stadtpfarrkirche Freyung auf; Standing Ovations

Begeisternde „Musica Sacra“-Konzerte | Bistum Passau

Zwei besondere und eindrucksvolle Konzerte der von der Katholischen Erwachsenenbildung Freyung-Grafenau organisierten Reihe „Musica Sacra“ im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung „Musik in Bayern“ haben Ende Juli in der Stadtpfarrkirche Freyung gezeigt, wie lebendig und vielseitig die Kirchenmusik im Bayerischen Wald ist – und vor allem, welches enorme Potenzial im musikalischen Nachwuchs steckt.

Über 80 Zuhö­rer bei der Musik­schu­le Wald­kir­chen sowie mehr als 100 Besu­cher beim Auf­tritt der Iuve­nes Can­to­res aus Nie­der­al­t­eich zeig­ten sich begeis­tert und dank­ten den jun­gen Musi­ke­rin­nen und Musi­kern am Ende jeweils mit lang­an­hal­ten­den Stan­ding Ovations.

Den Auf­takt mach­ten hier die Iuve­nes Can­to­res, die unter ihrem Lei­ter Bern­hard Falk ein anspruchs­vol­les und zugleich berüh­ren­des Chor­pro­gramm dar­bo­ten. Sie bil­den den Kin­der- und Jugend­chor des St.-Gotthard-Gymnasiums und der Abtei Nie­der­al­t­eich. Zusam­men­ge­setzt ist der 35 -köp­fi­ge Chor aus stimm­be­gab­ten Mäd­chen und Buben der Jahr­gangs­stu­fe 5 – 8 des Gym­na­si­ums. Die Iuve­nes Can­to­res umrah­men geist­li­che Fei­er­lich­kei­ten der Schu­le und der Abtei. Zudem sin­gen sie gemein­sam mit Offi­ci­um N in den ora­to­ri­schen Pro­jek­ten und Chor­kon­zer­ten. In Frey­ung san­gen sie Wer­ke von Kom­po­nis­ten wie Tho­mas Tal­lis, John Rut­ter oder Mar­co Fri­si­na spann­ten einen wei­ten Bogen von der Renais­sance bis in die Gegen­wart. Stü­cke wie ​ „ All prai­se to thee, my God“, ​ „ Dona nobis pacem“ oder das ein­dring­li­che ​ „ Vois sur ton che­min“ zeig­ten die Aus­drucks­kraft und sti­lis­ti­sche Sicher­heit des Cho­res. Auch moder­ne Arran­ge­ments wie ​ „ A Mil­li­on Dreams“ füg­ten sich stim­mig in das Pro­gramm ein und unter­stri­chen die Viel­sei­tig­keit des Ensem­bles. Die klang­li­che Prä­zi­si­on, die dyna­mi­sche Gestal­tung und die emo­tio­na­le Tie­fe der Dar­bie­tun­gen beein­druck­ten das Publi­kum nachhaltig.

Ein wei­te­rer Höhe­punkt folg­te mit einem, vom Lei­ter der Musik­schu­le Wald­kir­chen, Tobi­as Bau­er, zusam­men­ge­stell­ten Kon­zert eine Woche spä­ter. Schü­le­rin­nen und Schü­ler gestal­te­ten dabei gemein­sam mit ihren Lehr­kräf­ten, pas­send zur Rei­he ​ „ Musi­ca Sacra“, ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm mit Solis­ten, Ensem­bles und unter­schied­lichs­ten Beset­zun­gen. Die jun­gen Talen­te über­zeug­ten auf ihren Instru­men­ten mit spür­ba­rer Spiel­freu­de, hoher musi­ka­li­scher Qua­li­tät und gro­ßer sti­lis­ti­scher Band­brei­te. Gera­de die­se Mischung mach­te den beson­de­ren Reiz des Kon­zer­tes aus: von fein abge­stimm­ten Kam­mer­mu­sik­bei­trä­gen bis hin zu klang­vol­len Ensem­ble-Stü­cken ent­stand ein facet­ten­rei­cher Ein­druck der inten­si­ven musi­ka­li­schen Arbeit an der Musik­schu­le. Zusam­men­ge­stellt hat­te das Pro­gramm der Lei­ter der Musik­schu­le Tobi­as Bauer.

Bei­de Kon­zer­te mach­ten deut­lich, wie wich­tig die För­de­rung jun­ger Musi­ke­rin­nen und Musi­ker ist. Genau hier set­zen die Ver­an­stal­ter der Rei­he ​ „ Musi­ca Sacra“ bewusst einen Schwer­punkt: Die Orga­ni­sa­to­ren der Baye­ri­schen Lan­des­aus­stel­lung, die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung Frey­ung-Gra­fen­au sowie der Kul­tur­kreis ver­ste­hen es als zen­tra­les Anlie­gen, dem musi­ka­li­schen Nach­wuchs eine Büh­ne zu bie­ten und ihn nach­hal­tig zu för­dern. Die­se Ziel­set­zung wird auch von För­de­rern wie der Stif­tung der Pas­sau­er Neu­en Pres­se maß­geb­lich unter­stützt, denen die Ent­wick­lung jun­ger Talen­te beson­ders am Her­zen liegt.

So wur­de bei die­sen Kon­zer­ten nicht nur hoch­ka­rä­ti­ge Musik gebo­ten, son­dern zugleich ein star­kes Zei­chen für die Zukunft der Kir­chen­mu­sik gesetzt. Die gro­ße Reso­nanz des Publi­kums und die ste­hen­den Ova­tio­nen am Ende bei­der Ver­an­stal­tun­gen zeig­ten ein­drucks­voll: Die Inves­ti­ti­on in die Jugend trägt Früch­te – und berei­chert das kul­tu­rel­le Leben der Regi­on in beson­de­rer Weise.

Wer auch noch wei­ter in den Genuss von Kon­zer­ten der musi­ka­li­schen Jugend als auch eta­blier­ter und erfah­re­ner Musi­ker und Ensem­bles kom­men will der hat bis 2 . Novem­ber wei­ter­hin jeden Mon­tag um 14 . 00 Uhr in der Stadt­pfarr­kir­che Frey­ung bei der Rei­he ​ „ Musi­ca Sacra“ die Gele­gen­heit dazu.

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