US-Notenbank belässt Leitzins in den USA unverändert; Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen auf Höchststand seit 2007

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Devisentelegramm

Die Ausarbeitung informiert über allgemein bekannte Sachverhalte. Die Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers und ersetzen nicht eine individuelle und anlagegerechte Beratung. Bei der Ausarbeitung und Erhebung der Daten ist die größtmögliche Sorgfalt verwendet worden. Die getroffenen Aussagen basieren auf Beurteilung / Einschätzung der Daten zum Zeitpunkt der Erstellung. Herausgeber: Hamburger Sparkasse, Treasury / Devisenhandel.

30.07.2026 08:25 Aktuelle Kurse

(nicht handelbar) Geld Brief Geld Brief Geld Brief EUR / USD 1,1445 1,1445 EUR / AUD 1,6467 1,6468 EUR / HUF 363,54 363,77 EUR / GBP 0,8580 0,8581 EUR / NZD 1,9727 1,9730 EUR / CNH 7,7337 7,7343 EUR / CHF 0,9339 0,9340 EUR / HKD 8,9762 8,9770 GBP / USD 1,3338 1,3338 EUR / JPY 187,23 187,25 EUR / SGD 1,4773 1,4774 USD / CHF 0,8160 0,8160 EUR / CAD 1,6087 1,6089 EUR / TRY 54,3225 54,3349 USD / JPY 163,59 163,60 EUR / SEK 11,0682 11,0708 EUR / THB 38,4630 38,4870 USD / CAD 1,6087 1,4059 EUR / NOK 10,9897 10,9927 EUR / CZK 24,1730 24,1810 AUD / USD 0,6950 0,6951 EUR / DKK

7,4752

7,4755 EUR / PLN

4,3259

4,3269 NZD / USD

0,5801

0,5802 $-Handelsranges: High Low Last

Frankfurt 1,1400-02 1,1375-77 1,1379-81 Für den Abschluss von New York 1,1469-71 1,1375-77 1,1465-67 Devisengeschäften wählen Sie Tokio 1,1473-75 1,1449-51 bitte +49 40 3578-97430 Alle Kurse sind freibleibend. - Quelle: Bloomberg

Guten Morgen! EUR/USD startet mit festeren Notierungen in den Handelstag und bewegt sich am Morgen im Bereich von 1,1450 USD. Belastend für die Aktienmärkte wirkt die gestrige Zinssitzung der US-Notenbank, die den Leitzins zwar erwartungsgemäß unverändert bei 3,50 % bis 3,75 % beließ, von den Märkten jedoch insgesamt restriktiver interpretiert wurde. Ausschlaggebend war insbesondere das Abstimmungsverhältnis von 9:3, da gleich drei FOMC-Mitglieder für eine sofortige Zinserhöhung um 25 Basispunkte votierten. Fed-Präsident Warsh betonte zudem, dass die nominalen und realen Marktzinsen zwischen den Sit- zungen bereits deutlich gestiegen seien und damit einen erheblichen Teil der geldpolitischen Straffung übernommen hätten. Die Reaktion an den Rentenmärkten fiel dennoch deutlich aus. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf rund 5,13 % und erreichte damit den höchsten Stand seit 2007. Für die September-Sitzung wird inzwischen eine Zinserhöhung mit rund 60 % Wahrscheinlichkeit eingepreist. Unterstützung erhält der US-Dollar hingegen durch die anhaltend hohe geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten. Nach einer knapp einwöchigen Feuerpause eskalierte die Lage erneut, nachdem Iran in der Nacht Raketen auf US-Stützpunkte in Jordanien abgefeuert hatte. Die USA reagierten mit umfangreichen Luftschlägen gegen iranische Ziele, während sich Saudi-Arabien erstmals öffentlich an gemeinsamen Angriffen gegen iranische Proxytruppen beteiligte. Die anhaltend hohen Energiepreise dürften die Inflationsrisiken erhöhen und den geldpolitischen Handlungsspiel- raum der Zentralbanken weiter einschränken. Im Fokus des heutigen Handelstages stehen zahlreiche Konjunkturdaten. Be- reits veröffentlicht wurde das französische Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal, das mit einem Wachstum von 0,2 % gegenüber dem Vorquartal die Erwartungen erfüllte und nach dem Rückgang zu Jahresbeginn eine Rückkehr auf den Wachs- tumspfad signalisiert. Am Nachmittag richtet sich der Blick auf die erste Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts für das zweite Quartal. Erwartet wird ein annualisiertes Wachstum von 2,1 %. Parallel erscheinen der PCE-Deflator sowie die wö- chentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Nachdem das Conference Board gestern den dritten Rückgang des Konsum- klimaindex in Folge meldete, werden die heutigen Daten wichtige Hinweise liefern, ob sich die US-Wirtschaft trotz der restrik- tiven Finanzierungsbedingungen weiterhin robust entwickelt. Bereits heute folgt die geldpolitischen Entscheidung der Bank of England, in der Nacht zum Freitag dann die Entscheidung der Bank of Japan. Während für beide Notenbanken überwiegend unveränderte Leitzinsen erwartet werden, richtet sich der Fokus insbesondere auf die Kommunikation beider Zentralbanken. EURUSD startet mit Kursen um 1,1450 USD in den neuen Handelstag. Bei südwärts gerichteten Kursen blicken wir auf einen Halt bei 1,1340 USD. Steigende Kurse könnten bei 1,1500 USD auf eine erste Hürde treffen. EURGBP pendelt um 0,8580 GBP herum. Die Marken 0,8460 GBP und 0,8690 GBP bilden die Unter- und Obergrenze. EURCHF befindet sich bei 0,9340 CHF. Zur Unterseite stützt die Marke 0,9215 CHF – zur Oberseite die Hürde von 0,9390 CHF. EURJPY begrüßt uns bei 187,25 JPY. Sollte der Euro weiter an Stärke gewinnen, könnte bei 187,50 JPY ein nächster psy- chologischer Widerstand lauern. Abgebende Notierungen dürften bei 183,00 JPY auf einen ersten Halt blicken.

Heutige Daten Quelle: Bloomberg Zeit Land Ereignis Zeitraum Konsens Vorperiode 10:00 DE BIP QoQ Q2 0,1% 0,3% 10:00 DE BIP YoY Q2 0,7% 0,8% 11:00 EZ BIP YoY Q2 0,7% 0,3% 13:00 GB Bank of England, Zinsentscheid 30.Jul 3,75% 3,75% 14:00 DE VPI (MoM) Jul 0,7% -0,3% 14:00 DE VPI (YoY) Jul 2,7% 2,3% 14:30 US BIP (QoQ) Q2 2,0% 2,1% 14:30 US PCE-Kernrate Preisindex QoQ Q2 4,0% 3,6%