Max Lucks fordert Berliner Kirche weiter auf die queere Community zuzugehen; Erzbischof Heße solidarisiert sich.
Grünen-Politiker: Kirche soll weiter auf queere Community zugehen | katholisch.de
Lob für Statement von Erzbischof Heße
Grünen-Politiker: Kirche soll weiter auf queere Community zugehen
VERÖFFENTLICHT AM 31.07.2026 UM 09:15 UHR – LESEDAUER: 1 MINUTE
BERLIN - Nach dem Attentat beim Berliner CSD ist die Verunsicherung in der queeren Community groß. Auch katholische Vertreter haben ihre Solidarität bekundet. Und könnten nun ein neues Kapitel aufschlagen, meint Max Lucks.
Der Grünen-Abgeordnete Max Lucks hat nach dem Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin die katholische Kirche aufgerufen, weiter auf die queere Community zuzugehen. Es wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, innerhalb der katholischen Kirche ein weiteres Kapitel der Öffnung gegenüber queeren Gläubigen aufzuschlagen, sagte Lucks der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Am Samstagabend war nach der CSD-Parade in Berlin ein Auto in die Menschenmenge am Tiergarten gefahren. Dabei wurde eine Person getötet, rund 30 Menschen wurden teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter war 21 Jahre alt und zuvor bereits straffällig gewesen. Beim Polizeizugriff am Sonntag wurde er erschossen. Am Montag wurde bei ihm ein Bekennervideo gefunden. Am Wochenende finden weitere Veranstaltungen zum CSD in Hamburg und Bonn statt.
Lucks verwies auf ein Statement des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße . Die Solidarität des Erzbischofs habe ihn sehr berührt. Das Signal sei etwas Besonderes und reihe sich ein in die breite Welle der Unterstützung für Deutschlands queere Community. “Sie trägt uns durch diese schweren Stunden und macht mich dankbar”, so der Grünen-Politiker. Lucks ist Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und engagiert sich auch in der schwulen Community. In einer seiner ersten Bundestagsreden bezeichnete sich selbst als “schwuler Katholik”.
Heße hatte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) gesagt, “queere Menschen sind Teil unserer Gesellschaft und verdienen Respekt, Schutz und die Freiheit, sichtbar zu leben”. Jeder Mensch sei ein Ebenbild Gottes mit unverlierbarer Würde. Hass, Ausgrenzung und Gewalt seien mit dem christlichen Menschenbild unvereinbar. Wer Menschen Angst machen und sie aus dem öffentlichen Raum verdrängen wolle, dürfe damit keinen Erfolg haben. (KNA)
Erzbischof Heße stellt sich hinter Christopher Street Day in Hamburg
In Hamburg und Bonn finden am Samstag die ersten Christopher Street Days nach dem Anschlag in Berlin statt. Erzbischof Heße stellt sich hinter die Demo. Queere Menschen verdienen die Freiheit, sichtbar zu leben, sagt er.
“Von Hass und Gewalt nicht einschüchtern lassen”