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title: "Unbekannte Einbrecher stehlen Reliquien des heiligen Martin in St. Martinus, Neuss-Holzheim; Blutspuren am Altar"
sdDatePublished: "2026-07-31T12:07:00Z"
source: "https://katholisch.de/artikel/69698-einbrecher-stehlen-reliquien-des-heiligen-martin"
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  - "Neuss"
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Unbekannte Einbrecher stehlen Reliquien des heiligen Martin in St. Martinus, Neuss-Holzheim; Blutspuren am Altar

Einbrecher stehlen Reliquien des heiligen Martin | katholisch.de

Einbrecher stehlen Reliquien des heiligen Martin

VERÖFFENTLICHT AM 31.07.2026 UM 12:00 UHR – LESEDAUER: 2 MINUTEN

NEUSS - Bei einem Einbruch in eine Kirche in Neuss-Holzheim haben Unbekannte Reliquien des heiligen Martin und ein Messbuch gestohlen. Die Täter hinterließen Blutspuren; die Gemeinde spricht von einem schweren ideellen Verlust.

Die katholische Kirche St. Martinus im nordrhein-westfälischen Neuss-Holzheim ist Ziel von Einbrechern geworden. Wie lokale Medien am Freitag berichteten, haben sich Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag über einen Seiteneingang Zutritt zu dem Gotteshaus verschafft. Im Inneren hätten sie dann eine kleine Scheibe an der Front des Altars eingeschlagen und die dahinter platzierten Reliquien des heiligen Martin von Tours – dem Patron der Kirche – gestohlen. Außerdem sei ein Messbuch entwendet worden, das nach Auskunft des stellvertretenden Vorsitzender des Kirchenvorstandes, Volker Esser, jedoch wenig später ein paar Straßen entfernt unter einem Auto wiedergefunden wurde.

Der jetzige Einbruch war nicht der erste in der Kirche. Bereits im Januar 2023 waren laut der "Westdeutschen Zeitung" bis heute unbekannte Täter in die Sakristei des Gotteshauses eingestiegen, wo sie ein "Bild der Verwüstung" hinterlassen hatten. "In manche Türen wurden große Löcher geschlagen, Holzsplitter waren auf dem Boden verteilt, an anderen Türen waren Hebelspuren zu erkennen." Abgesehen hatten es die Täter damals auf zahlreiche sakrale Gegenstände. Rund sechs Monate nach dem damaligen Einbruch waren einige der gestohlenen Gegenstände unter mysteriösen Umständen wieder aufgetaucht: Anwohner entdeckten auf einem Garagendach in Jüchen eine Monstranz und mehrere Kelche.

Beim jetzigen Einbruch haben sich der oder die Täter laut den Medienberichten verletzt. Am Altar seien auffällige Blutspuren gefunden worden. Tragisch für die Kirchengemeinde: Zwar sei der materielle Schaden durch den Einbruch nicht sonderlich hoch, "der ideelle Wert allerdings schon", so Pfarrer Andreas Süß, der sich gegenüber der "Westdeutschen Zeitung" fassungslos über die Tat zeigte: "Für uns als Gemeinde ist es unvorstellbar, wie man in eine Kirche einbrechen kann. Jeglicher Respekt vor einem Gotteshaus scheint zu fehlen." Süß kündigte an, am Freitagnachmittag eine Segnung des Altars vorzunehmen. Außerdem sollten zügig Möglichkeiten für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen geprüft werden.

Zeugen, die Hinweise zu dem Einbruch geben können, werden gebeten, sich an die Polizei in Neuss (Telefon: 02131-3000) zu wenden. (stz)

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