37 organtransplantierte Radfahrende legen Halt am Klinikum Osnabrück ein; NRW-Minister Laumann als Schirmherr
Mit 234 geschenkten Lebensjahren unterwegs: Radtour macht Halt am Klinikum Osnabrück
Mit 234 geschenkten Lebensjahren unterwegs: Radtour macht Halt am Klinikum Osnabrück
Bild: Bewegte und bewegende Aktion: Bei der „Radtour pro Organspende“ legten jetzt 37 Menschen, deren Leben von der Transplantation eines Organs verlängert wurde, einen Halt am Klinikum Osnabrück ein. Sie wollten dem Haus Danke sagen und sich für Organspenden einsetzen. Fotograf: Jens Lintel
37 organtransplantierte Radfahrende legen auf ihrer 500 Kilometer langen Tour einen Stopp am Klinikum Osnabrück ein und werben für mehr Organspenden sowie den Organspendeausweis.
500 Kilometer, sieben Etappen und zehn Krankenhäuser: Das sind die Eckdaten einer besonderen Radtour, die jetzt auch einen Halt am Klinikum Osnabrück eingelegt hat. Die 37 Teilnehmenden, die in der Zeit vom 28. Juli bis 1. August von Dortmund nach Wilhelmshaven unterwegs sind, sind allesamt Menschen, deren Leben durch eine Organtransplantation verlängert wurde.
Wie Sprecher Peter Kreilkamp berichtete, sind die Teilnehmenden zwischen Anfang 40 und 70 Jahre alt – und brachten zusammengerechnet 234 geschenkte Lebensjahre mit auf die Strecke. Einer von ihnen lebt bereits seit 42 Jahren mit einer transplantierten Niere. Neben Menschen mit einer neuen Niere gehörten außerdem je zwei Teilnehmende mit transplantierten Herzen und Lungen sowie ein Mensch mit einer neuen Leber zu der aus dem gesamten Bundesgebiet stammenden Gruppe.
Das Thema Organspende war auch der Anlass der Tour. Genauer gesagt verfolgt die inzwischen zum 18. Mal veranstaltete „Radtour pro Organspende" mehrere Ziele: Sie möchte die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, zur Organspende und zum Ausfüllen eines Organspendeausweises ermutigen sowie den beteiligten Krankenhäusern danken. Stationen der Tour sind deshalb Krankenhäuser wie das Klinikum Osnabrück, in denen Organentnahmen angestoßen oder durchgeführt werden. Den Teams dieser Häuser sind die Menschen, die später mit den gespendeten Organen leben, in den meisten Fällen nicht bekannt, da die Transplantationen häufig in weit entfernten Zentren erfolgen.
Das bestätigten Dr. Volker Schulte und Dr. Sonja Kumpf, beide Oberärzte der Neurologischen Intensivmedizin des Klinikums, die dort unter anderem den Kontakt zu den Transplantationszentren halten. Nach ihren Angaben werden im Klinikum jedes Jahr mehrere Organentnahmen durchgeführt. Beide zeigten sich sichtlich bewegt, als ihnen die Teilnehmenden Goldmedaillen als Zeichen ihres Dankes überreichten.
Empfangen wurden die Radfahrenden von Dr. Volker Schulte, Dr. Sonja Kumpf sowie Klaus Beekmann aus der Geschäftsführung des Klinikums. Für die symbolträchtige Aktion durfte ausnahmsweise der Hubschrauberlandeplatz genutzt werden. Klaus Beekmann zollte den Teilnehmenden großen Respekt. Die Tour sei ein beeindruckendes Zeichen für die Bedeutung der Organspende. Er wünsche der Aktion ausdrücklich großen Erfolg und vor allem die Aufmerksamkeit, die sie verdiene.
Eine zentrale Forderung der Initiative ist die Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen nach dem Vorbild anderer europäischer Länder. Eine Besonderheit: Mit dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Radtour einen prominenten Schirmherrn. Weil der Minister großen Wert auf ein persönliches Treffen legte, wurde eigens ein zusätzlicher Halt in Rheine eingelegt.
Kommunikation Telefon: 0541- 405-5100 Mobil: 0176 103 601 26 E-Mail: silvia.kerst@klinikum-os.de
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