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title: "Klimakocher der Lafim-Diakonie in Kamerun; Bis Ende 2026 3600 Klimakocher geplant"
sdDatePublished: "2026-07-31T07:07:00Z"
source: "https://lafim-diakonie.de/38295-2/"
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  - name: "climate change"
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Klimakocher der Lafim-Diakonie in Kamerun; Bis Ende 2026 3600 Klimakocher geplant

Klimakocher der Lafim-Diakonie: Brennholzverbrauch um rund 68 Prozent gesenkt - Lafim Diakonie

Klimakocher der Lafim-Diakonie: Brennholzverbrauch um rund 68 Prozent gesenkt

Der Klimakocher des Klimaschutzprojekts in Kamerun zeigt deutlich Wirkung. Messungen mit erstmals eingesetzten „Masterbags“ belegen, dass sich der durchschnittliche Brennholzverbrauch eines Haushalts von 10,8 Kilogramm auf 3,47 Kilogramm pro Tag reduziert hat. Das entspricht einer Einsparung von rund 68 Prozent.

Die „Masterbags“ sind isolierte Kochtaschen aus Baumwollstoff. Als Dämmmaterial dienen eingenähte Polystyrol-Kügelchen (Styropor). Ein integrierter Deckel sorgt dafür, dass die Wärme im Inneren bleibt.

Die Funktionsweise ist einfach. Das Essen wird zunächst auf einem Feuer zum Kochen gebracht und anschließend mit dem Topf in die Kochtasche gestellt. Die gespeicherte Wärme reicht aus, um den Garprozess ohne weitere Energiezufuhr schonend zu Ende zu führen.

Gleichzeitig können Speisen über einen längeren Zeitraum warm oder kalt gehalten werden. Die geringere Holzmenge bedeutet nicht nur weniger CO₂-Emissionen und Abholzung. Sie verbessert auch die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort.

Kamerunerin ist von der Kochtasche begeistert

Das kommt bei den Menschen vor Orten sehr gut an. „Wir haben den gesamten Kochprozess live miterlebt – vom Waschen des Reises bis zum fertigen Essen. Und jetzt genießen wir eine gute Mahlzeit. Das ist unglaublich. Solche Innovationen können unseren Alltag erleichtern und unsere Lebensqualität verbessern“, sagt Kamerunerin, die den Markt besuchte, auf dem die Kochtasche vorgestellt wurde.

Traditionell wird in den Zielregionen meist auf offenen Drei-Steine-Feuern gekocht. Diese benötigen dauerhaft Brennholz, erzeugen große Mengen Rauch und setzen insbesondere Frauen gesundheitsschädlichen Gasen aus. Durch die deutlich geringere Rauchentwicklung sinkt das Risiko für Atemwegserkrankungen, Augeninfektionen und Fehlgeburten.

Kochtaschen entlasten sozial schwache Familien deutlich

Gleichzeitig müssen Familien weniger Brennholz sammeln oder kaufen. Zudem entfällt die ständige Beaufsichtigung des Feuers während langer Kochzeiten. In stadtnahen Gebieten, in denen bislang bis zu 25 Prozent des Haushaltseinkommens für Brennholz ausgegeben werden, können die Kochtaschen die Ausgaben für sozial schwache Familien spürbar senken.

Auch beim Aufbau der lokalen Produktion wurden wichtige Fortschritte erzielt. Die ersten Kochtaschen wurden als Muster aus Ruanda importiert. Die lokale Nichtregierungsorganisation Pro Climate International (PCI) nutzte diese ab 2013 für erste Praxistests und begann anschließend mit eigenen Versuchen zur lokalen Herstellung.

Erstmals wurden in kamerunischen Baham 15 Näherinnen und Näher – darunter mehrere Menschen mit Behinderung – für die Herstellung der Kochtaschen geschult. Während der Schulung entstanden trotz wiederholter Stromausfälle bereits zwölf Kochtaschen. Nun wird die Produktion schrittweise in Kamerun aufgebaut. Trotz wiederholter Stromausfälle konnten während der Schulung zwölf Kochtaschen gefertigt werden.

Großes Ziel: Bis Ende 2026 sollen 3600 Klimakocher entstehen

Künftig sollen die Arbeitsabläufe weiter optimiert und die Stromversorgung durch nachhaltige Lösungen, etwa eine Solaranlage, verbessert werden. Zudem ist die Anschaffung eines großen Schneidetisches geplant, um die Produktion effizienter zu gestalten.

Bis Ende des Jahres ist die Produktion von 3.600 Klimakochern geplant. Die Kochtaschen richten sich an einkommensschwache Haushalte in den Regionen South West, West und Littoral, die überwiegend mit Brennholz kochen. Sie werden zu einem subventionierten Preis verkauft.

Kochtaschen aus Kamerun für Nachhaltigkeitspreis nominiert

Das Projekt wird von der Lafim-Diakonie sowie PCI umgesetzt und gefördert, sodass auch einkommensschwache Familien von der Technologie profitieren können. Vom Potenzial des Projekts überzeugt, hat die Lafim-Diakonie den Klimakocher für den Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte eingereicht und wurde dafür nominiert. Nun heißt es also Daumen drücken!

Für die Projektpartner in Kamerun wäre die Auszeichnung eine besondere Würdigung ihres außergewöhnlichen Engagements. Sie würde nicht nur die Professionalität und Wirksamkeit der lokalen NGO Pro Climate International (PCI) unterstreichen, sondern auch das Vertrauen und die Akzeptanz der Kochtaschen in der Bevölkerung stärken – insbesondere in den Dörfern, in denen dem Projekt anfangs mit Skepsis begegnet wurde. Vor allem aber wäre die Auszeichnung eine große Quelle des Stolzes für die Näher:innen vor Ort. Sie würden erleben, dass ihre Arbeit Teil eines international anerkannten Projekts ist, das einen konkreten Beitrag zu Klima- und Umweltschutz sowie zur Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Gemeinschaft leistet.

Studiengang: Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen (Bachelor of Arts)

Mit dem Studium des Casemanagements erlernen Sie die Fähigkeit unseren anvertrauten Menschen in ihren Behandlungswegen individuell zu unterstützen und die notwendige Leistungserbringung zu steuern. Sie agieren nach erfolgreichem Abschluss als Schnittstellenmanager.

Ablauf: Das Studium ist ein duales Studium, bei dem wir der Praxispartner sind. Sobald Sie mit uns einen Studienvertrag geschlossen haben, können Sie sich an der Universität DHBW Heidenheim immatrikulieren. Es wechseln sich dreimonatige Theoriephasen an der Hochschule mit gleich langen Praxisphasen bei uns ab. So kann die Theorie direkt in der Praxis angewandt werden und umgekehrt ergeben sich aus den Erfahrungen der Praxis neue Ansatzpunkte für die Theorie. Die Studiendauer beträgt 6 Semester mit 25 Modulen.

Was können Sie von uns erwarten? Durch unser professionelles Team im Geschäftsbereich Flieders werden sie in die umfangreichen Prozesse der Behindertenarbeit eingearbeitet. Sie erleben die Vielfalt des Casemanagement in der Praxis und können für sich Ihre Stärken herausfinden.

Mehr Informationen über den Studiengang finden Sie bei unserem Dualen Partner: DHBW Heidenheim

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