Dr. Johanna Tennigkeit nimmt am 75. Lindau Nobel Laureate Meeting in Lindau teil; erhält Walter-Benjamin-Stipendium für zweijährigen Aufenthalt in Baltimore
Ein doppelter Erfolg für MHB-Forscherin Dr. Johanna Tennigkeit - MHB Fontane
Ein doppelter Erfolg für MHB-Forscherin Dr. Johanna Tennigkeit
Brandenburg an der Havel, den 31. Juli 2026
Dr. Johanna Tennigkeit nahm am 75. Lindau Nobel Laureate Meeting teil – einer der weltweit renommiertesten Konferenzen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie wurde von der MHB für die Teilnahme nominiert und nach einem internationalen Auswahlverfahren vom Lindau Council ausgewählt. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums brachte das Meeting mehr als 600 Nachwuchswissenschaftlerinnen aus mehr als 90 Ländern mit Nobelpreisträgerinnen zusammen. Das interdisziplinäre Programm umfasste wissenschaftliche Vorträge, Paneldiskussionen sowie persönliche Gesprächsformate mit den Nobelpreisträgern. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in den Naturwissenschaften, wissenschaftliche Exzellenz, internationale Zusammenarbeit sowie die gesellschaftliche Verantwortung von Forschung. Darüber hinaus bot die Konferenz vielfältige Möglichkeiten zum internationalen Netzwerken und zum Austausch über disziplinäre Grenzen hinweg. Für Dr. Tennigkeit war die Teilnahme eine besondere Gelegenheit, neue wissenschaftliche Perspektiven zu gewinnen und internationale Kontakte für zukünftige Forschungskooperationen zu knüpfen. Postdoc-Wissenschaftlerin erhält Walter-Benjamin Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. Dr. Johanna Tennigkeit bekommt außerdem ein Walter-Benjamin Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. ( DFG ) für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt im Johns Hopkins Hospital, Baltimore (USA) bei Prof. Hugh Calkins (Kardiologie
Elektrophysiologie). Prof. Calkin ist ein internationaler Experte auf dem Gebiet der Kardiologie insbesondere für die arrythmogenen rechtsventrikulären Kardiomyopathie (ARCV) oder auch Herzrythmusstörungen. Frau Dr. Tennigkeit wird während ihres Aufenthalts in Baltimore ihre Forschungen im Bereich der translationalen Elektrophysiologie und zum ARCV fortführen. Das zugehörige Projekt “Smartphone-Based Physical Activity Monitoring and Ventricular Arrhythmic Risk in Gene-Elusive Arrhythmogenic Cardiomyopathy: A Prospective Pilot Study” wird in einer prospektive Pilot-Kohortenstudie mit einer Nachbeobachtungszeit von 12 Monatendie die körperliche Aktivität von ARCV-Patient*innen im Alltag via eigenen Smartphone erfassen. Mit den gewonnenen Daten sollen erste mögliche Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und Arrythmien erfasst bzw. aufgeklärt werden. Bereits zuvor wurde Dr. Tennigkeits wissenschaftliche Forschung über die interne Forschungsförderung im Clinician Scientist-Programm der MHB gefördert sowie mit einem kompetitiv erworbenen Stipendium der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie-Herz- und Kreislaufforschung e.V. ( DGK ) unterstützt.
Das Walter Benjamin Programm ermöglicht es Wissenschaftler*innen in der frühen Karrierephase nach der Promotion, ein eigenständiges Forschungsvorhaben an einem Ort ihrer Wahl umzusetzen. Ziel ist es, die wissenschaftliche Unabhängigkeit und Mobilität zu fördern. Am 31. August 2026 (10 bis11:30 Uhr) widmet sich die DFG-Reihe Prospects dieser Einzelförderung. Die Veranstaltung findet online und in englische Sprache statt.