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title: "Eurostat BIP-Wachstum Euroraum Q2 +0,4% QoQ; EZB-Zinserhöhung wahrscheinlich im Sept."
sdDatePublished: "2026-07-31T06:05:00Z"
source: "https://www.nordlb.de/meine-nordlb/download/research-dokument-14303?cHash=b7be606266388b4c400366aa2b144d96"
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Eurostat BIP-Wachstum Euroraum Q2 +0,4% QoQ; EZB-Zinserhöhung wahrscheinlich im Sept.

NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar.
Research
NORD/LB am Morgen

31. Juli 2026
Research
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31. Juli 2026
 Marktdaten
30.07.2026
29.07.2026
31.12.2025
Ytd %
DAX
25.612,03
25.460,48
24.490,41
4,6
MDAX
32.216,66
32.243,82
30.617,67
5,2
TECDAX
3.829,25
3.845,33
3.622,27
5,7
EURO STOXX 50
6.344,40
6.248,84
5.791,41
9,5
STOXX 50
5.459,40
5.412,07
4.918,02
11,0
DOW JONES IND.
52.208,06
51.594,14
48.063,29
8,6
S&P 500
7.437,63
7.316,15
6.845,50
8,6
MCSI World
4.821,78
4.744,18
4.430,38
8,8
MSCI EM
1.563,01
1.559,64
1.404,37
11,3
NIKKEI 225
61.867,43
61.434,19
50.339,48
22,9
Euro in USD
1,1525
1,147
1,1745
-1,9
Euro in YEN
184,23
187,38
183,58
0,4
Euro in GBP
0,856
0,8579
0,8717
-1,8
Bitcoin (USD)
64.877,86
63.853,99
87.598,39
-25,9
Gold (USD)
4.107,51
4.092,01
4.319,37
-4,9
Rohöl (Brent ICE USD)
89,03
90,74
60,85
46,3
CO2 Emissionsrechte
81,29
82,02
87,37
-7,0
Bund-Future
124,57
124,78
127,57

Rex
122,06
122,29
124,38

Umlaufrendite
3,14
3,09
2,78

3M Euribor
2,472
2,459
2,026

12M Euribor
2,958
2,941
2,243

Bund-Rendite 10J.
3,155
3,16
2,855

Bund-Rendite 20J.
3,583
3,569
3,383

US-Treasuries 10J.
4,673
4,677
4,167

  Quelle: Bloomberg

Charts

Termine
Zeit
 CET
Land
Indikator
für
Prognose
NORD/LB

Konjunktur

--:--
JP
Bank of Japan Zinsentscheidung

1,00%
01:30
JP
Arbeitslosenquote sa
Jun
2,5%
01:50
JP
Industrieproduktion sa M/M, vorl.
Jun P
0,4%
03:30
CH
CFLP PMI Manufacturing
Jul
50,0
09:55
DE
Arbeitslosenquote sa
Jul
6,3%
09:55
DE
Arbeitslosigkeit Veränderung sa M/M
Jul
1k
11:00
EU
HVPI M/M, vorl.
Jul P
0,2%
11:00
EU
HVPI Y/Y, vorl.
Jul P
2,9%
11:00
EU
HVPI Kernrate Y/Y, vorl.
Jul P
2,4%
15:45
US
Chicago Index
Jul
57,5
16:00
US
Michigan Index, endg.
Jul F
54,5

Unternehmen/Sektor

05:00
JP
Sony
Q1-Zahlen
06:30
CH
Holcim
Halbjahreszahlen
07:00
DE
Siemens Healthineers
Q3-Zahlen
07:00
AT
OMV
Q2-Zahlen
07:00
CH
Clariant
Halbjahreszahlen
07:00
FR
Axa
Halbjahreszahlen
07:00
FR
Credit Agricole
Halbjahreszahlen
07:30
DE
Hensoldt AG
Halbjahreszahlen
07:30
FR
Forvia
Halbjahreszahlen
07:45
FR
Engie
Halbjahreszahlen
08:00
DE
Puma
Q2-Zahlen
08:00
GB
Pearson Group
Halbjahreszahlen
Marktumfeld

Europa: Die europäische Konjunktur bleibt auch im Frühjahr trotz aller
Belastungsfaktoren überraschend resilient. Das reale Bruttoinlands-
produkt (BIP) legte gemäß der Schnellschätzung von Eurostat im zwei-
ten Quartal saison- und kalenderbereinigt um 0,4% Q/Q zu. Die Jahres-
rate erhöhte sich entsprechend deutlich auf 1,0% Y/Y. Die gestern ver-
öffentlichten Wachstumszahlen liegen damit sogar noch etwas über der
Prognose unseres Chefvolkswirtes (die im Vergleich ohnehin schon am
optimistischen Rand lag). Insofern stellen die gestrigen BIP-Daten für
den Euroraum eindeutig eine positive Überraschung dar. Sicher bleibt
der Irankrieg ein Risiko für das zweite Halbjahr (insbesondere bei einer
massiven Eskalation). Zugleich ist im ersten Halbjahr von konjunkturel-
len Bremsspuren im Euroraum kaum etwas zu sehen, weshalb sich die
EZB voll auf die Inflationsrisiken konzentrieren kann. Da sich kurzfristig
eher wieder ein Anziehen der Inflation abzeichnet, spricht viel für eine
weitere Zinserhöhung der EZB bereits auf der Septembersitzung.

Deutschland: Auch die dt. Konjunktur hat sich im Frühjahr überra-
schend widerstandsfähig gegenüber den vielfältigen äußeren Be-
lastungsfaktoren gezeigt. Gegenüber dem Vorquartal legte die reale
Wirtschaftsleistung um 0,2% zu. Zudem wurde das Wachstum für Q1
aufwärts revidiert. Damit trotzt die dt. Wirtschaft nicht nur den Folgen
des Irankriegs, zugleich zeichnen die teils deutlichen Aufwärtsrevisio-
nen ein positiveres Wachstumsbild für die Vorjahre als bislang gedacht.
Es ist so gut wie sicher, dass die dt. Wirtschaft 2026 auf den Wachs-
tumspfad zurückfindet. Der Patient lebt, allen Unkenrufen zum Trotz!

USA: Fed-Chef-Kevin Warsh scheint die momentanen Inflationsprob-
leme in den USA wirklich einfach aussitzen zu wollen. Entsprechend ist
das Leitzinsniveau in den Vereinigten Staaten vom Federal Open Mar-
ket Committee (FOMC) auch am aktuellen Rand in dieser Woche nicht
angepasst worden. Die obere Grenze der Fed Funds Target Rate ver-
harrt somit weiterhin bei einem Wert von 3,75%. Warsh folgt damit
letztlich der unter weltweiten Notenbankern derzeitig ziemlich populä-
ren Strategie „Worte statt Taten“ – und dabei will der neue Fed-Chef
eigentlich gar kein Freund der Worte sein!

Tagesausblick: Diese Woche hat sehr klar eine Konstante gezeigt. Die
Geldpolitik bleibt im Fokus der internationalen Finanzmärkte! Nach den
Notenbanksitzungen in Washington, London und (heute) in Tokio rü-
cken nun Inflationsdaten ganz eindeutig ins Blickfeld der Anleger. Heute
werden vorläufige Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise in Eu-
roland gemeldet. Zudem werden in den USA revidierte Daten zu den
Stimmungsindikatoren der Universität von Michigan publiziert. Hier
wird vor allem auch auf die Angaben zu den Inflationserwartungen der
privaten Haushalte zu achten sein. Zentrale Frage dürfte sein, ob es
noch zu einer deutlicheren Revision der Zahlen zu den Erwartungen in
12 Monaten kommen wird. Diese Zeitreihe war nach vorläufigen Anga-
ben auf einen Wert von 4,2% gefallen.
Rentenmärkte

Die anhaltenden, weltweiten, energiepreisinduzierten Inflationssorgen
treiben die Renditen von Treasuries weiter nach oben. Die 30-jährige
US-Staatsanleihe erreichte in dieser Woche nach der US-Notenbank-Sit-
zung mit 5,23% den höchsten Stand seit 19 Jahren (Anleger haben Zwei-
fel an einer ausreichend restriktiven Fed-Politik). Auch Bundesanleihen
gerieten in diesem Umfeld unter Druck, wobei die Rendite 10-jähriger
Bunds auf 3,17% und die 30-jähriger Laufzeiten auf 3,66% anstieg.
Unternehmen

BMW leidet weiter unter der Schwäche des chinesischen Automarkts.
Im zweiten Quartal brach der Gewinn um 34,9% auf EUR 1,2 Mrd. ein,
während der Umsatz um 7,9% auf EUR 31,3 Mrd. sank. Die operative
Marge im Automobilgeschäft fiel auf lediglich 2,3%, weshalb der Kon-
zern seinen Sparkurs verschärft. BMW hält an der gesenkten Jahres-
prognose fest und erwartet einen Rückgang des Vorsteuergewinns von
mehr als 15%. Zudem sollen bis Ende 2027 rund 8.000 Stellen in
Deutschland über freiwillige Programme abgebaut werden.

Aumovio (ehem. Teil von Continental) beendet den Rechtsstreit mit
BMW um ein integriertes Bremssystem durch eine Vergleichszahlung
von EUR 350 Mio. und schafft damit Klarheit über ein wesentliches
Rechtsrisiko. Gleichzeitig vereinbaren beide Unternehmen eine Aus-
weitung ihrer Technologiepartnerschaft (langfristige Zusammenarbeit).
Devisen

Der japanische Yen legte gestern deutlich zu und erreichte mit 158 Yen
je US-Dollar den „tiefsten“ Stand seit Mitte Mai (wobei Marktteilneh-
mer aufgrund der ungewöhnlich starken Tagesbewegung über eine
mögliche Intervention der jap. Behörden spekulieren). Eine offizielle
Bestätigung des jap. Finanzministeriums lag zunächst jedoch nicht vor.

Weitergabe am: 31.07.2026 06:38:51

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