Einwohner Weimar Ehringsdorf Umgang mit Waschbärpopulation und Schäden in Gärten
Stadt Weimar
Drucksachen-Nr.:2026/148/EW
Art der Drucksache: Anfrage Betreff: Einwohneranfrage zum Umgang mit Waschbärpopulation in Wohnquartieren und Gartengrundstücken in Weimar
Einreicher: Einwohneranfrage Datum: 31.07.2026
Beratungsfolge: Stadtrat
Anfragetext: Im Ortsteil Ehringsdorf hat sich in den vergangenen Jahren eine zunehmende Waschbärpopulation etabliert. Die Tiere richten inzwischen erhebliche Schädeinn Gärten und auf privaten Grundstücken an. Mehrere Anwohnerinnen und Anwohner berichten von verwüsteten Beeten, beschädigten— Einrichtungen und der Sorge, dass die Tiere künftig auchin Häuser eindringen könnten. Eine Anfrage an die Stadtverwaltung blieb ohne Ergebnis; die Bürgerin wurde mit dem Hinweis abgewiesen, es handele sich um ein privates Problem. Ein Gespräch mit einem Förster bestätigte jedoch, dass es seit Jahren keine abgestimmte Lösung gibt und die Zuständigkeiten unklar sind. Bei allem Verständnis für Kompetenzgrenzen erscheint es notwendig, dass Verwaltung, Fachstellen und Bürgerschaft gemeinsam an einer tragfähigen Lösung arbeiten. Vor diesem Hintergrund werden folgende Fragen an die Stadtverwaltung gestellt:
- Welche konkreten Zuständigkeiten bestehen innerhalb der Stadtverwaltung Weimar für die Bewertung, Koordinierung und Bearbeitung von Problemen mit invasiven Tierarten wie dem Waschbären in Wohngebieten?
- Welche Maßnahmen plant die Stadtverwaltung, um die zunehmende Waschbärpopulation im Ortsteil Ehringsdorf einzudämmen bzw. Schäden zu reduzieren, und wie sollen Bürgerinnen und Bürger dabei einbezogen werden?
- In welcher Form arbeitet die Stadtverwaltung mit Forstbehörden, Jagdausübungsberechtigten und Naturschutzbehörden zusammen, um eine abgestimmte Vorgehensweise zu entwickeln, insbesondere vor dem Hintergrund, dass laut Fachleuten seit Jahren keine Lösung etabliert wurde?
- Welche Unterstützungsmöglichkeiten (Beratung, Präventionsmaßnahmen, Informationsmaterial, Vermittlung von Ansprechpartnern) bietet die Stadtverwaltung den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern an, um Schäden an privaten Grundstücken zu verhindern oder zu begrenzen? 5, Wie bewertet die Stadtverwaltung die Parallelen zu weiteren konfliktträchtigen Tierarten, insbesondere dem unter Naturschutz stehenden Biber, der jährlich Schäden in Gärten und an Nutzbaumbeständen entlang der Ilm verursacht, und welche übergreifenden Konzepte bestehen für den Umgang mit solchen Herausforderungen im Stadtgebiet?
Begründung:
Beschluss
Datum
Unterschrift Oberbürgermeister