Weserfähre GmbH plant Reparatur des Fähranlegers in Bremerhaven; Vierte Variante: Demontage des Portals geplant, Genehmigungen beschleunigen
Presseinformation Weserfähre
Presseinformation 11/2026 Reparatur des Fähranlegers weiter in der Planung
Keine einfache Sache – für die Sicherung des Fähranlegers in Bremerhaven wird die vierte Va- riante geprüft.
Die Hoffnung, den Anleger kurzfristig für einige Jahre sichern und weiter betreiben zu können, hat sich mit dem letzten Gutachten zerschlagen. Die Tragkraft der Holzpfähle, auf denen die An- lage aus Stahl und Beton steht, kann demnach für die statische Berechnung der Sicherheits- maßnahme nicht mehr angesetzt werden. Der Einsatz eines Stützgerüstes hat sich als zu risiko- reich herausgestellt.
Der Zustand des Bauwerkes hat sich derweil wei- ter verschlechtert, das Fundament hat sich wei- ter in Richtung der Wasserkante abgesenkt.
Drei bisher in Betracht gezogene Sanierungsvari- anten mussten verworfen werden, denn ein zwi- schenzeitlich hinzugezogener Baugrundsachver- ständiger, sieht ein erhebliches Risiko für die Standfestigkeit des Anlegers, wenn eine Träger- konstruktion eingerüttelt oder eingerammt wird. Im „Worst-Case“ ist sogar damit zu rechnen, dass das Trägerportal einstürzt.
„Eine neue, vierte Variante scheint aussichts- reich.“ sagt der Geschäftsführer der Weserfähre GmbH, Robert Haase. Dieser neue Plan sieht eine Demontage des Portals vor. Wenn diese Lösung ausgearbeitet ist, wird der Plan den zuständigen Behörden vorgelegt. Die Weserfähre GmbH strebt beschleunigte Genehmigungs- und Aus- schreibungsverfahren an.
„Allen Beteiligten ist die Dringlichkeit bewusst.“ erklärt Haase, bittet aber um Verständnis dafür, dass die großen Fragen „Wie lange dauert es?“ Und „Wie teuer wird es?“ zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös beantwortet werden können.
Sicher ist, dass die Beförderung von Personen und Fahrradfahrern ab der Seebäderkaje noch länger aufrechterhalten werden muss.
Parallel zu den Planungen für die Sicherung des Anlegers werden bei der Weserfähre Anfangs- schwierigkeiten im Notbetrieb ausgeräumt. Seit Mittwoch, den 29.07.2026 steht wieder eine Gangway zur Verfügung, über die auch Rollstüh- le und Rollatoren an Bord gebracht werden kön- nen.
Auch die Maritimen Tage werden jetzt in die Überlegungen einbezogen. So sollen z.B. Fahr- radfahrer, die in Blexen auf die Fähre gehen, ge- beten werden, ihre Fahrräder dort stehen zu las- sen. Die Fähre bringt sie dann praktisch direkt auf das Festgelände und wieder zurück.