Christian Tischner besucht Eichsfeldmuseum Heilbad Heiligenstadt und Bachhaus Eisenach; Projektfördermittel freigegeben stärkt Planungssicherheit der Kulturträger
Bildungsarbeit & regionale Identität - KulTour endet mit Besuchen im Eichsfeldmuseums Heilbad Heiligenstadt und dem Bachhauses Eisenach
Bildungsarbeit & regionale Identität - KulTour endet mit Besuchen im Eichsfeldmuseums Heilbad Heiligenstadt und dem Bachhauses Eisenach
31.07.2026 Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mit dem Besuch des Eichsfeldmuseums in Heilbad Heiligenstadt und des Bachhauses in Eisenach endete die fünftägige KulTour von Kulturminister Christian Tischner. Zum Abschluss standen zwei Einrichtungen im Mittelpunkt, die auf unterschiedliche Weise zeigen, wie kulturelles Erbe, Bildungsarbeit und regionale Identität miteinander verbunden sind.
Zum Auftakt des fünften Tourtages besuchte Minister Christian Tischner das Eichsfeldmuseum in Heilbad Heiligenstadt. Als zentrale museale Einrichtung der Region dokumentiert es die Geschichte und kulturelle Identität des Eichsfelds. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das religiöse Brauchtum der Region. Dazu gehört die Heiligenstädter Palmsonntagsprozession, die in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.
Im Gespräch mit Museumsleiter Dr. Gideon Haut standen die schrittweise Weiterentwicklung der Dauerausstellung, museumspädagogische Angebote für Schülerinnen und Schüler sowie die Bedeutung regionaler Museen als Bildungs- und Begegnungsorte im Mittelpunkt. Das Eichsfeldmuseum bewahrt bedeutende Zeugnisse der Regionalgeschichte und vermittelt sie an kommende Generationen.
„Regionale Museen sind weit mehr als Orte des Sammelns. Sie vermitteln Geschichte, stärken Identität und schaffen Verständnis für unsere kulturellen Wurzeln. Gerade deshalb sind sie unverzichtbare Bildungsorte“, sagte Kulturminister Christian Tischner.
Anschließend informierte sich der Minister im Bachhaus Eisenach über die Arbeit eines der bedeutendsten Musikermuseen Deutschlands. Das Haus bewahrt mehr als 250 Originalexponate zu Leben und Werk Johann Sebastian Bachs und zählt zu den kulturellen Leuchttürmen des Freistaats. Historische Instrumente, multimediale Angebote und regelmäßige Konzerte machen Bachs Musik für Gäste aus aller Welt erlebbar. Unter den Thüringer Museen verzeichnet das Bachhaus einen besonders hohen Anteil internationaler Besucherinnen und Besucher.
Ein besonderer Moment war die Vorführung des historischen Orgelpositivs aus Kleinschwabhausen. An dem Instrument hat nachweislich bereits Johann Sebastian Bach gespielt. Minister Tischner unterstützte den Organisten beim Treten des Blasebalgs und machte damit die historische Spielweise unmittelbar erfahrbar.
„Das Bachhaus zeigt eindrucksvoll, wie Thüringen seine weltbekannten Kulturschätze bewahrt und zugleich zeitgemäß vermittelt. Solche Einrichtungen begeistern Gäste aus aller Welt und machen unsere Kulturgeschichte lebendig“, betonte Minister Tischner.
Während der fünf Tage besuchte Minister Christian Tischner Erinnerungsorte, Museen, Schlösser, Künstlerinitiativen, Denkmalensembles und Kulturinstitutionen in allen Regionen Thüringens. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort sowie die Frage, wie Kultur auch künftig verlässliche Rahmenbedingungen erhält.
Mit der Freigabe eines großen Teils der Projektfördermittel des Kulturhaushalts konnten zum Abschluss der Tour wichtige Fragen zur Planungssicherheit für zahlreiche Kulturträger geklärt werden. Die Gespräche der vergangenen Woche haben erneut gezeigt, wie wichtig verlässliche Förderstrukturen, Investitionen in die kulturelle Infrastruktur und der kontinuierliche Dialog mit der Kulturszene sind.
„Die KulTour hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, lebendig und leistungsfähig die Kulturlandschaft Thüringens ist. Kultur entsteht überall dort, wo engagierte Menschen Verantwortung übernehmen. Mit der Freigabe der Projektfördermittel und den laufenden Investitionen schaffen wir wichtige Voraussetzungen, damit sich diese Vielfalt weiter entfalten kann“, resümierte Kulturminister Christian Tischner.
Mit dem morgigen Besuch des Konzerts von Nils Landgren und der Jenaer Philharmonie in der Kulturarena Jena findet die KulTour ihren musikalischen Ausklang. Nach fünf Tagen voller Begegnungen mit Museen, Gedenkstätten, Schlössern, Künstlerinnen und Künstlern sowie Einrichtungen der kulturellen Bildung endet die Reise dort, wo Kultur Menschen zusammenbringt: auf einer Bühne unter freiem Himmel.