---
title: "Martin Dulig informiert Kabinettsklausur in Oberwiesenthal über Transformationsprozess der sächsischen Autoindustrie; Zwickau produziert künftig Elektrofahrzeuge."
sdDatePublished: "2026-08-02T15:07:00Z"
source: "https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/233591/download_pdf"
topics:
  - name: "automotive"
    identifier: "medtop:20000296"
  - name: "manufacturing and engineering"
    identifier: "medtop:20000294"
  - name: "transport"
    identifier: "medtop:20000337"
  - name: "regional development policy"
    identifier: "medtop:20001174"
  - name: "employment"
    identifier: "medtop:20000509"
  - name: "technology and engineering"
    identifier: "medtop:20000756"
locations:
  - "Zwickau"
  - "Dresden"
  - "Sachsen"
---


Martin Dulig informiert Kabinettsklausur in Oberwiesenthal über Transformationsprozess der sächsischen Autoindustrie; Zwickau produziert künftig Elektrofahrzeuge.

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

Seite 1 von 3
Medieninformation
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und
Klimaschutz
Ihr Ansprechpartner
Jens Jungmann
Durchwahl
Telefon +49 351 564 80600
Telefax +49 351 564 80680
presse@smwa.sachsen.de*
25.01.2020
Wirtschaftsminister Dulig: »Sachsen wird auch in Zukunft
Autoland sein!«
Freistaat begleitet Strukturwandel in der Autobranche mit
vielfältigen Maßnahmen
Wirtschafts-
und
Verkehrsminister
Martin
Dulig
hat
heute
auf
der Kabinettsklausur in Oberwiesenthal über die Aktivitäten zur
Unterstützung des Transformationsprozesses in der sächsischen Automobil-
und Automobilzulieferindustrie informiert. »Wir benden uns bereits
mitten in diesem komplexen Prozess – und sind schon ein gutes
Stück vorangekommen«, betont Dulig. »Sachsen ist ein dynamisches
Automobilland,
Sachsen
ist
Mobilitätsland.
Deshalb
nehmen
wir
eine Vorreiterrolle bei diesem triefgreifenden Wandel hin zu neuen
Fahrzeugantrieben ein. Die Digitalisierung stellt zusätzliche Anforderungen
an die Branche. Diesen Wandel im Wettbewerb unterstützen wir am besten,
indem wir die Wachstums- und Transformationskräfte der Beschäftigten und
Unternehmen stärken. So kann der Freistaat seinen Vorsprung verteidigen
und noch ausbauen, damit Sachsen auch in Zukunft Autoland bleibt!«
Die Automobil- und Zulieferindustrie hat für den Freistaat, insbesondere
für den südwestsächsischen Raum, eine enorme Bedeutung. Die
insgesamt
95.000
Beschäftigten
erwirtschaften
ein
Viertel
der
sächsischen Industrieproduktion. Durch die Entscheidung von Volkswagen,
das Fahrzeugwerk in Zwickau komplett auf die Produktion von
Elektrofahrzeugen umzurüsten, nimmt der Freistaat eine Pionierrolle bei der
Elektromobilität ein. »Zwickau sendet ein Signal in die Welt aus: Sachsen
kann E-Mobility! Unsere traditionsreiche Automobilindustrie erweist sich
einmal mehr als Innovationsschmiede und wird zu den Gewinnern der
Mobilitätswende gehören«, so Industrieminister Dulig.
Um den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten, hat das Sächsische
Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) bei
der Sächsischen Energieagentur SAENA die Kompetenzstelle »Efziente
Hausanschrift:
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit, Energie
und Klimaschutz
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
www.smwa.sachsen.de
Zu erreichen ab Bahnhof
Dresden-Neustadt mit den
Straßenbahnlinien 3 und 9, ab
Dresden-Hauptbahnhof mit den
Linien 3, 7 und 8. Haltestelle
Carolaplatz.
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für qualiziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

Seite 2 von 3
Mobilität Sachsen« eingerichtet. Sie bearbeitet die Zukunftsthemen
Elektromobilität, Intelligente Verkehrssysteme und Wasserstoff. Bereits
2018 hat das SMWA über die SAENA eine Studie zum Transformationsprozess
beauftragt. Erstellt wurde die Studie vom Netzwerk Automobilzulieferer
Sachsen (AMZ) und dem Chemnitz Automotive Institute (CATI). Im Herbst
2019 lagen die Ergebnisse vor. Demnach wird 2025 jedes zweite in
Sachsen produzierte Fahrzeug elektrisch sein. 80 Prozent der betroffenen
Unternehmen bewerten die Beschäftigungsentwicklung bis 2025 als stabil
bzw. positiv.
Bei der Produktion von Komponenten, die primär zum Verbrennungsmotor
gehören, wird es Einschnitte geben. In den Produktbereichen Karosse/
Exterieur, Interieur und besonders bei Elektrik/Elektronik überwiegen
die positiven Effekte. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass
in der Gesamtbetrachtung keine gravierenden Auswirkungen für den
Automobilstandort Sachsen zu erwarten sind. Martin Dulig: »Ich will
nicht missverstanden werden. Denn klar ist: Dieser brancheninterne
Umwälzungsprozess hat natürlich für einzelne Unternehmen und
Beschäftigte weitreichende Folgen. Genau dort setzen wir an: Wir stärken
die Innovations- und Transformationskräfte, fördern individuelle und
betriebliche Weiterbildung und unterstützen weiterhin den Dialog und die
Vernetzung in der Branche. Besonders den Mittelstand unterstützen wir
dabei nach Kräften.«
Im Frühjahr 2019 waren Vertreter von Unternehmen der gesamten
automobilen Produktionskette zur »Roadshow Transformationsprozess
Elektromobilität« eingeladen. Die Tour machte bei mehreren sächsischen
Zulieferern Station. Im Dezember 2019 haben der ASAM e.V. (Association
for Standardisation of Automation and Measuring Systems) und das SMWA
erneut die »ASAM International Conference« veranstaltet. Vertreter weltweit
führender Automobilhersteller und -zulieferer trafen in Dresden zusammen,
um neueste Technologietrends und -prozesse zu diskutieren, die für
autonome Fahrfunktionen benötigt werden. Ein Thema war dort auch die
Landesinitiative »Synchrone Mobilität 2023«: Es wurde aufgezeigt, welche
Entwicklungen auf der Straße – im Testfeld Dresden – erprobt und umgesetzt
werden.
Auch beim vom SMWA initiierten »Industriedialog Neue Mobilität Sachsen«
am 6. Februar 2020 in Dresden werden der Informationsaustausch
und Wissenstransfer wieder im Fokus stehen. Dazu eingeladen sind
Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowohl aus der Automobil- und
Zulieferindustrie als auch aus angrenzenden Branchen rund um Mobilität,
Energie, Gebäude und Informations- und Kommunikationstechnik.
»Der Erfahrungsaustausch für Industriebetriebe und Dienstleister über
Wertschöpfungspotenziale und das Finden von Partnern ist der Schlüssel
zum erfolgreichen Strukturwandel. Rund um vernetzte Elektrofahrzeuge und
neue Mobilitätsangebote braucht es dabei Akteure aus vielen Branchen«,
sagt Minister Dulig.
Zusätzliche Expertise für innovative Vorhaben können sich kleine
und mittlere Unternehmen über die Förderung »InnoExperts« in
den
Betrieb
holen.
Diese
vom
Europäischen
Strukturfonds
ESF
geförderte
Maßnahme
stärkt
die
Transformationskraft
und
die

Seite 3 von 3
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Darüber hinaus unterstützt
der
Freistaat
Sachsen
im
Rahmen
der
Fachkräftesicherung
die
beruiche Weiterbildung – mit dem »Weiterbildungsscheck betrieblich«
für
unternehmensbezogene
Weiterbildungsmaßnahmen
und
dem
»Weiterbildungsscheck individuell« für personenbezogene Angebote. Auch
mit dem »Qualizierungschancengesetz« besteht seit dem 1. Januar 2019
für Beschäftigte die Möglichkeit einer Unterstützung von Qualizierungen
und Weiterbildungen. Diese Förderung erfolgt über die Bundesagentur für
Arbeit.
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig unterstützt den Vorschlag
von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für ein »Arbeit-von-Morgen-
Gesetz«.
Es
zielt
u.a.
darauf
ab,
die
Fördermöglichkeiten
des
Qualizierungschancengesetzes
zu
erweitern,
auch
innerhalb
von
Kurzarbeit die gezielte Qualizierung der Beschäftigten zu fördern und
frühzeitig aktive Förderung zu ermöglichen. Dulig: »Ich fordere vom Bund,
diese Vorschläge zeitnah umzusetzen, damit sie den Unternehmen im
Wandel hier in der Region konkret helfen und deren Wettbewerbsfähigkeit
weiter stärken.«
Links:
Sächsische Aufbaubank – Förderbank: „Weiterbildungsscheck –
individuell“
Sächsische Aufbaubank – Förderbank: „Weiterbildungsscheck –
betrieblich“
Sächsische Aufbaubank – Förderbank: „InnoExperts“
„Wirtschaftsminister lädt ein zum ‚Industriedialog Neue
Mobilität Sachsen‘ – Anmeldungen sind bis 28. Januar
möglich“ (Pressemitteilung vom 9.1.2020)
„Neue Studie analysiert Transformationsprozess in der sächsischen
Automobilindustrie“ (Pressemitteilung vom 11.10.2019)
„Wie protieren sächsische Zulieferer vom
Mobilitätswandel?“ (Pressemitteilung vom 8.5.2019)