---
title: "Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie veröffentlicht Studie zum Transformationsprozess in der sächsischen Automobilindustrie in Sachsen; 2025: Hälfte der Fahrzeuge mit Elektromotoren"
sdDatePublished: "2026-08-02T15:07:00Z"
source: "https://medienservice.sachsen.de/medien/news/230390/download_pdf"
topics:
  - name: "automotive"
    identifier: "medtop:20000296"
  - name: "employment"
    identifier: "medtop:20000509"
  - name: "industrial production"
    identifier: "medtop:20000360"
  - name: "research and development"
    identifier: "medtop:20000208"
  - name: "news media"
    identifier: "medtop:20000046"
locations:
  - "Sachsen"
---


Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie veröffentlicht Studie zum Transformationsprozess in der sächsischen Automobilindustrie in Sachsen; 2025: Hälfte der Fahrzeuge mit Elektromotoren

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

Seite 1 von 3
Medieninformation
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und
Klimaschutz
Ihr Ansprechpartner
Jens Jungmann
Durchwahl
Telefon +49 351 564 80600
Telefax +49 351 564 80680
presse@smwa.sachsen.de*
11.10.2019
Neue Studie analysiert Transformationsprozess in der
sächsischen Automobilindustrie
Martin Dulig: »Ich bin zuversichtlich, dass wir den Strukturwandel
gemeinsam erfolgreich bewältigen werden.«
Das »Autoland Sachsen« entwickelt sich mit dem Strukturwandel
in der Automobilindustrie zum »E-Autoland«. Der bereits begonnene
Transformationsprozess birgt für die sächsische Industrielandschaft
Chancen und Risiken. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr (SMWA) hat deshalb Hintergründe und voraussichtliche
Auswirkungen dieses Prozesses in einer Studie analysieren lassen. Im
Ergebnis der Untersuchung verfügt der Freistaat Sachsen insgesamt über
eine sehr gute Ausgangssituation, um den Strukturwandel erfolgreich zu
bewältigen.
Bei der Produktion von Komponenten, die primär zum Verbrennungsmotor
gehören, wird es Einschnitte für Unternehmen und Beschäftigte geben. Das
betrifft circa 5.000 Arbeitsplätze. »Demgegenüber ergeben sich aber in etwa
gleichem Umfang Wachstumschancen für Betriebe und ihre Belegschaften,
die mit der E-Mobilität gehen oder die sich mit Softwarelösungen rund um
die Mobilität beschäftigen. Ein E-Auto braucht zwar keinen Auspuff, wird
aber mehr Sensoren an Bord haben als ein Verbrenner«, erklärt Sachsens
Wirtschaftsminister Martin Dulig und ergänzt: »Ich danke allen, die diese
Studie erstellt haben, der Sächsischen Energieagentur – SAENA GmbH, dem
Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen AMZ und dem Chemnitz Automotive
Institute CATI sowie den vielen Menschen in Wirtschaft und Wissenschaft,
die durch ihre aktive Mitwirkung und ihre Einschätzungen diese Studie erst
möglich gemacht haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Strukturwandel
gemeinsam erfolgreich bewältigen werden.«
2025 wird jedes zweite in Sachsen produzierte Fahrzeug einen Elektromotor
haben, so die Planzahlen der sächsischen Fahrzeugwerke. Vor dem
Hintergrund der sich verändernden Wertschöpfungsstruktur hat die
Hausanschrift:
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit, Energie
und Klimaschutz
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
www.smwa.sachsen.de
Zu erreichen ab Bahnhof
Dresden-Neustadt mit den
Straßenbahnlinien 3 und 9, ab
Dresden-Hauptbahnhof mit den
Linien 3, 7 und 8. Haltestelle
Carolaplatz.
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für qualiziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

Seite 2 von 3
Studie das Produkt- und Technologieportfolio von circa 200 sächsischen
Unternehmen der Zulieferindustrie analysiert. Demnach schätzen 80
Prozent der Unternehmen die Beschäftigungsentwicklung an ihren
Standorten bis 2025 als stabil bzw. positiv ein.
Im Gesamtergebnis ergab diese Analyse ein erfreuliches Chancen- und
Risikoprol für die sächsische Industrielandschaft. Nahezu 60 Prozent der
sächsischen Zulieferunternehmen gehen von weiteren Wachstumschancen
aus. Allerdings steht ein brancheninterner Umwälzungsprozess an, der
weitreichende Folgen für Unternehmen und deren Beschäftigte hat.
Besonders im Produktbereich Antrieb, der in der Struktur der sächsischen
Automobilzulieferindustrie heute die höchste Beschäftigtenzahl aufweist,
wird sich die Anzahl der Arbeitskräfte in den kommenden Jahren
fortlaufend verringern. Anders verhält es sich in den Produktbereichen
Karosse/Exterieur, Interieur und Elektrik/Elektronik, in denen die
positiven Beschäftigungseffekte überwiegen. Im Produktbereich Karosse/
Exterieur werden bei fortschreitender Elektrizierung des Antriebsstrangs
die heutigen Beschäftigtenzahlen voraussichtlich stabil bleiben. Die
Produktbereiche Interieur und Elektrik/Elektronik werden laut der Studie
einen Beschäftigungszuwachs verzeichnen, der in der Elektrik/Elektronik
erwartungsgemäß besonders deutlich ausfällt.
Die neue Generation von Elektrofahrzeugen wird nicht nur eine
neue Antriebstechnologie haben. Sie wird sich durch eine Fülle
weiterer Innovationen wie Neugestaltung des Interieurs, Vernetzung
und Automatisierung auszeichnen. Unternehmen, die das verstehen
und sich rechtzeitig darauf einstellen, werden davon protieren. Im
Ergebnis ist nach dieser Bewertung festzustellen, dass der Strukturwandel
durch Elektromobilität keine gravierenden Auswirkungen auf das
Beschäftigungsniveau in der sächsischen Zulieferindustrie insgesamt
hervorrufen wird.
Interessenten
können
die
Studie
unter
www.industrie.sachsen.de
herunterladen.
Hintergrund:
Die Studienerstellung seit September 2018 war Teil des Projekts »Konzept,
Analysen und Prognosen zur Begleitung des Transformationsprozesses
in der sächsischen Automobilzulieferindustrie aufgrund der Umstellung
auf die Produktion von Elektrofahrzeugen sowie die Sensibilisierung und
Information von Akteuren«. Das Projekt wurde von der Sächsischen
Energieagentur – SAENA GmbH im Rahmen der »Kompetenzstelle Efziente
Mobilität Sachsen« beim Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ)
beauftragt. Unterauftragnehmer war das Chemnitz Automotive Institute
(CATI).
Die »Kompetenzstelle Efziente Mobilität Sachsen« ist vom Sächsischen
Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr beauftragt und
nanziert.
Auftraggeber:
Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH

Seite 3 von 3
Kompetenzstelle Efziente Mobilität Sachsen
Marcus Köbe
Telefon: 0351 4910 3157
E-Mail: marcus.koebe@saena.de
Studienersteller:
Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen AMZ
Dirk Vogel, Netzwerkmanager
Telefon: 0351 8322 365
E-Mail: vogel@amz-sachsen.de
Chemnitz Automotive Institute (CATI)
Geschäftsbereich der TUCed GmbH
Prof. Dr. Werner Olle
Telefon: 0371 909 4930
E-Mail: werner.olle@cati.institute
Links:
Studie zum Herunterladen