---
title: "Wall Street schließt Woche in New York; Amazon +15%"
sdDatePublished: "2026-08-03T07:06:00Z"
source: "https://www.bekb.ch/-/media/bekb/portal/documents/publikationen/marktkommentare/aktien-international.pdf?vs=2142\u0026sc_lang=de"
topics:
  - name: "stocks and securities"
    identifier: "medtop:20000396"
  - name: "corporate earnings"
    identifier: "medtop:20000178"
  - name: "market trend"
    identifier: "medtop:20000284"
  - name: "commodities market"
    identifier: "medtop:20000386"
  - name: "cryptocurrency"
    identifier: "medtop:20001279"
  - name: "financial service"
    identifier: "medtop:20001370"
locations:
  - "Tokyo"
  - "France"
  - "South Korea"
  - "Liechtenstein"
  - "Iran"
  - "China"
  - "United Kingdom"
  - "Germany"
  - "Japan"
  - "United States"
---


Wall Street schließt Woche in New York; Amazon +15%

Kommentar Aktien International

Marktkommentar
3. August 2026

Aktien International

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht

Übersee
Schluss
Veränderung (in %)
Volumen (Mrd.)
Dow Jones Industrial
52'485
+ 0.5
S&P 500
7'490
+ 0.7
NYSE: 1.53
Nasdaq Composite
25'374
+ 1.0
Nasdaq: 12.07
Nikkei 225
63'690
- 1.0
Hang Seng
25'930
+ 0.2
Shanghai Composite
3'800
- 0.6

Europa
Vortag
Trading Range
Weitere Kurse
DAX
25'629
25'595 – 26'195
USD/CHF 0.8080 EUR/CHF 0.9325
EuroStoxx 50
6'358
6'260 – 6'560
Gold 4'066 USD/Unze
Stoxx 50
5'454
5'355 – 5'655
NY WTI-Rohöl-Future 79.70 USD

New York
Die Wall Street präsentierte sich zum Wochenausklang
mit mässigen Gewinnen. Die Indices kamen allerdings
deutlich von ihren Tageshochs zurück, wo auch Ge-
winnmitnahmen vor dem Wochenende ein Thema war.
Vor allem mit den Technologiewerten war es zuletzt
wieder deutlich nach oben gegangen. Der technolo-
gielastige Nasdaq 100, der im frühen Handel bis zu 1,8
% gewonnen hatte, notierte zuletzt mit 1 % im Plus. Vor
allem Chipwerte waren im Technologiesektor mit
Schwankungen für die Ausschläge verantwortlich. Ande-
re US-Indizes schlugen im Tagesverlauf weniger stark

www.bekb.ch | Marktkommentar | 3. August 2026
2
aus, folgten zuletzt aber der Nasdaq nach oben. Der
Dow Industrial legte um ein halbes Prozent. Der
marktbreite S&P 500 stieg um 0,7 %. Auf Wochensicht
zeichnen sich für die drei Leitindizes Gewinne von bis zu
einem Prozent ab. Zu Ende ging am Freitag aber auch
der Juli mit einem trüben Bild an der Nasdaq. Während
der Dow Industrial in diesem Monat aktuell 0,3 % ge-
wonnen hat, bleibt für den Nasdaq 100 trotz der
jüngsten Erholung ein deutlicher Abschlag von derzeit
6,4 % in den Büchern. Er war zuletzt schwer gezeichnet
von Sorgen um den KI-Megatrend. Amazon hob sich mit
einem Kurssprung um 15 % positiv von der Apple-Aktie
ab, die in den vergangenen Wochen mit einer Rekordse-
rie aber auch einen besseren Lauf hinter sich hatte. Die
Titel des Handelsriesen erreichten den höchsten Stand
seit Ende Mai, während die Anteile des iPhone-
Herstellers mit 10 % unter einem enttäuschenden Um-
satzausblick litten. Apple machen vor dem Start der
nächsten iPhone-Generation Engpässe bei wichtigen
Bauteilen zu schaffen. Amazon profitierte im Quartal
weiter vom KI-Boom vor allem über die Cloud-Sparte
AWS, die Anleger überzeugte. Der Handelsriese steigerte
den Umsatz und Gewinn deutlich. Das zweite Quartal sei
genau nach dem Geschmack der Bullen gewesen, kom-
mentierte Analyst Brad Erickson von RBC. Dass noch
mehr Geld in den Ausbau der KI-Infrastruktur fliessen
soll, beunruhigte die Anleger nun nicht mehr. Doug An-
muth von JPMorgan kommentierte dazu, dass sich die
Investitionen auszahlen würden. Zahlen für das zweite
Quartal legten auch zwei grosse Öl-Konzerne vor. Exxon
verfehlte die Gewinnerwartungen von Analysten knapp,
die Aktie verlor 1,6 %. Chevron hingegen schnitt besser
ab als vom Markt erwartet war, das Papier legte um 1,9
% zu. In der Branche im Fokus stand auch der am Frei-
tag wieder etwas höhere Ölpreis. Mit Reddit und
Roblox gerieten zwei Internet-Aktien wegen enttäu-
schender Nutzerzahlen in einen tiefen Abwärtsstrudel:
Ihre Kurse brachen um 21 respektive 28 % ein. Coin-
base rutschten um 10 % ab, nachdem der Umsatz der
Kryptobörse im zweiten Quartal die Markterwartungen
verfehlt hatte.

Asien
Die fernöstlichen Aktienbarometer starteten zum Wo-
chenstart mit teils erheblichen Abgaben. Während die
Verluste sich teils in recht engen Grenzen bewegen, ging
es an der Börse in Südkorea kräftiger nach unten. Hier
kam es nach der Hausse am Freitag, die den Kospi um
18 % nach oben getrieben hatte, zu einer "leichten"
Korrektur. Der Index fiel um 5,5 %. Zum Wochenaus-
klang hatte er den höchsten Tagessprung seit Oktober
2008
verbucht.
Die
Aktien
der
beiden
Index-
Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix
knicken um 7 bzw. 8 % ein, nachdem sie am Freitag um
26,8 bzw. 30 % nach oben geschossen waren. Deutlich
moderater
fielen
die
Abgaben
beim
Shanghai-
Composite (-0,7%) aus. Der Hang-Seng-Index in
Hongkong zeigte sich wenig verändert. Die Aktivität im
verarbeitenden Gewerbe Chinas ist laut einem privaten
Indikator im Juli langsamer gewachsen. Der Index blieb
allerdings im Expansionsbereich. So fiel der allgemeine
Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende
Gewerbe von RatingDog im vergangenen Monat auf
50,9, nach 51,7 im Juni. Das Ergebnis war damit besser
als der offizielle Einkaufsmanagerindex, der im Juli
auf 49,2 von 50,3 im Juni abgerutscht war. Für den
Nikkei-225 in Tokio ging es um 1,1 % nach unten. Ja-
panische Aktien dürften weiterhin in einer recht engen
Handelsspanne bleiben, da die Unsicherheit über den
Iran-Konflikt anhält. US-Präsident Donald Trump hat
angekündigt, dass es ab heute Montag erneute Gesprä-
che mit dem Iran geben soll. Eine Reaktion zeigt sich
aber lediglich am Ölmarkt, wo der Preis für ein Barrel
der Sorte Brent um 5,0 % auf 83,54 Dollar nachgab.
Dies stützt wieder einmal die Hoffnung auf eine Lösung
im Krieg zwischen den USA und dem Iran.

Europa
Während die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten
und die hohen Ölpreise die Stimmung seit Monaten trü-
ben, brachten starke Zahlen von Tech-Konzernen wie
Microsoft den Investoren das Vertrauen in die KI-
Investitionsstory zuletzt zurück. Die Indices lieferten auf
Wochenfrist mässige Plus-Avancen von 1,2 % (Euro-
stoxx 50), 1,6 % für den CAC 40 oder über 2 % beim
DAX. In dieser Woche stehen mit Palantir Technolo-
gies, AMD und Super Micro Computer weitere US-
Techbilanzen auf dem Prüfstand. Bei den Unternehmen
legen unter anderem Bayer, BP, Heineken, Glencore,
Deutsche Lufthansa, Infineon, Deutsche Telekom
und Munich Re Zahlen vor um nur einige zu nennen.
Konjunkturell startet die Woche mit den deutschen Ein-
kaufsmanagerdaten. Sie könnten auf eine Belebung
der Wirtschaft hinweisen.

www.bekb.ch | Marktkommentar | 3. August 2026
3
Marktnachrichten

Bristol-Myers Squibb / AstraZeneca: In der Ge-
rüchteküche der Fusion
Der britische Pharmakonzern führt nach nach spekulati-
ven Medienberichten Gespräche über einen Zusam-
mengang mit dem US-Rivalen Bristol Myers Squibb.
Entstehen könnte mit einem Börsenwert von fast 400
Milliarden US-Dollar eines der weltweit grössten Phar-
maunternehmen. Die Unternehmen haben in den ver-
gangenen Monaten laut Meldungen Gespräche über
einen Zusammenschluss geführt. Die Verhandlungen
könnten in naher Zukunft zu einem Deal führen, sich
jedoch auch verzögern oder scheitern. Zwar hatte Ast-
raZeneca im vergangenen Jahr Pläne für eine direkte
Notierung an der US-Börse vorgestellt, um von den hö-
heren Bewertungen auf dem US-Markt zu profitieren,
doch würde ein solcher Deal bedeuten, dass ein in
Grossbritannien ansässiges Unternehmen faktisch einen
der führenden US-Pharmakonzern übernehmen würde.

Commerzbank: Etwas Ernüchterung
Die Frankfurter Bank akzeptiert ihre Niederlage im Über-
nahmekampf mit Unicredit, so Medienberichte. Sie alle
räumen inzwischen ein, dass der Kampf um die Eigen-
ständigkeit des 156 Jahre alten Geldhauses verloren ist,
schliesslich kontrolliert Unicredit inzwischen knapp 50 %
der Anteile. Vorstandschefin Bettina Orlopp gibt sich
intern optimistisch, dass sie im Austausch mit Unicre-
dit-CEO Andrea Orcel aus dem feindlichen Übernahme-
versuch noch einen freundlichen Deal machen kann.

BoJ: Interveniert am Devisenmarkt
Japan hat erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam mit
den USA am Devisenmarkt interveniert, um den
schwächelnden Yen zu stützen. Finanzministerin Satsuki
Katayama bestätigte, dass man in Abstimmung mit den
Vereinigten Staaten Yen gekauft habe, um "übermässige
Volatilität und ungeordnete Bewegungen" der japa-
nischen Landeswährung einzudämmen. Die Regierung
in Tokio stehe weiterhin in engem Austausch mit den
USA und werde bei Bedarf weitere Massnahmen am
Devisenmarkt ergreifen. Der Yen war in den vergange-
nen Wochen und Monaten stark unter Druck geraten
und Ende Juli gegenüber dem US-Dollar auf den
schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen. Ende
vergangener Woche legte er wegen der Intervention
stark zu und setzte die Kursgewinne am Montag weiter
fort. Zwar verbilligt eine schwache Währung die Exporte
einer Volkswirtschaft, wovon Japan in den letzten Jah-
ren deutlich profitierte. Gleichzeitig wird jedoch der Wa-
renimport teurer und die Kaufkraft der eigenen Bevölke-
rung vermindert.

China: Industrie erreicht den erwarteten Wachs-
tumspfad nicht
Der
von
S&P
Global
ermittelte
RatingDog-
Einkaufsmanagerindex fiel auf 50,9 Punkte von 51,7
Zählern im Juni, wie aus der aktuellen Umfrage hervor-
geht. Analysten hatten im Vorfeld mit 51,5 Punkten
gerechnet. Das Barometer bleibt damit zwar über der
Marke von 50 Zählern, die Wachstum von Schrumpfung
trennt, signalisiert jedoch die schwächste Expansion
seit vier Monaten. Die Neuaufträge stiegen so langsam
wie seit Januar nicht mehr, während die Exportaufträge
nach zwei Monaten des Rückgangs wieder ein leichtes
Plus verzeichneten.

Deutsche Telekom: Ungewissheit in Sachen T-
Mobile US
Als Belastung für die Aktien der Deutschen Telekom
könnten Presseberichte sein, wonach das Zusammen-
gehen mit der US-Tochter T-Mobile US scheitern könnte.
Am Freitag hatte das Online-Nachrichtenportal "Se-
mafor" berichtet, dass Grossanleger und sogar das US-
Management dagegen seien. Aus US-Sicht sei dies ver-
ständlich, da die Deutschen wesentlich langsamer
wüchsen als die US-Tochter. Sorgen machten aber die
Forderungen von Staatsbehörden, dass die Gewinne in
den USA verbleiben sollen.

Lichtenstein: Cyberangriff auf Behörden
Das Fürstentum Liechtenstein ist Opfer eines umfang-
reichen Cyberangriffs geworden. Die Daten von 31'000
Menschen seien abgegriffen worden, teilte die Regie-
rung mit. Sie habe einen Krisenstab unter der Leitung
von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister
Emanuel Schädler einberufen. Durch den Angriff sei der
Schutz personenbezogener Daten verletzt worden,
hiess es. Angegriffen wurde das "Verzeichnis wirt-
schaftlich berechtigter Personen". In solchen Dateien
sind Namen und andere Details von Personen hinterlegt,
die hinter Firmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften
stehen. Die Regierung führt dieses Verzeichnis nach
eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfi-
nanzierung zu verhindern.

www.bekb.ch | Marktkommentar | 3. August 2026
4
Futures
S&P 500
7'561
+ 0.6 %
FTSE 100
10'892
+ 0.2 %
DAX
25'950
+ 0.9 %

Wichtigste US-Unternehmenszahlen
(Erwarteter Gewinn pro Aktie)
Vor Börsenöffnung
Berkshrie
Hathaway
(A)
7'500$,
Marriott Int. 3.05$, Tyson Foods 97c
Nach Börsenschluss -

Wirtschaftsdaten
(Erwartungen*)
China
RatingDog China Einkaufsmanagerindex
Hersteller Jul 50.9 (52)
Japan
S&P Einkaufsmanagerindex Hersteller
Jul 54.5
Deutschland
Einzelhandel Jun – 1.1 % (- 0.3 %), S&P
Einkaufsmanagerindex Hersteller Jul
GB
S&P Einkaufsmanagerindex Hersteller
Jul (52.7)
Frankreich
S&P Einkaufsmanagerindex Hersteller
Jul
Europa
S&P Einkaufsmanagerindex Hersteller
Jul
USA
15:45 Uhr: S&P Einkaufsmanagerindex
Hersteller Jul
16:00 Uhr: ISM vearb. Gewerbe Jul (54), -
bezahlte Preise Jul (70), Bauinvestitionen
Jun (+ 0.2 %)

*Wenn nichts Anderes vermerkt, bezieht sich die Veränderung gegenüber
dem Vormonat q/q = Veränderung gegenüber Vorquartal, y/y = Veränderung
gegenüber Vorjahr, ytd = Veränderung seit Jahresbeginn, sb = Saisonberei-
nigt, ( ) = Erwartungen, wenn nicht anders erwähnt.

www.bekb.ch | Marktkommentar | 3. August 2026
5

 QUELLEN

AWP-dpa-AFX-DJN-Reuters-BEKB
IMPRESS