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title: "Berner Fachhochschule (BFH) bietet Masterstudiengang Resilient Cities and Communities in Bern; startet im Herbst 2027"
sdDatePublished: "2026-08-03T14:04:00Z"
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Berner Fachhochschule (BFH) bietet Masterstudiengang Resilient Cities and Communities in Bern; startet im Herbst 2027

BFH bietet Studiengang für städtische Transformation an
Die Berner Fachhochschule (BFH)
hat den neuen Masterstudiengang
Resilient Cities and Communities
ins Leben gerufen. Laut einer Mittei-
lung sollen Absolvierende Städte und
Gemeinden bei den Prozessen von
Transformation und nachhaltigem
Wirtschaften unterstützen. Der neue
Studiengang folgt den Anforderun-
gen, die Klima- und Biodiversität, de-
mografische, strukturelle und sozia-
le Veränderungen an die Gemeinden
stellen.
Um die anstehenden Probleme lö-
sen zu können, braucht es Fachper-
sonal, das unterschiedliche Sicht- und
Herangehensweisen zusammenfüh-
ren kann. Dabei verbindet die Ausbil-
dung ökologische, soziale, wirtschaft-
liche, räumliche und institutionelle
Aspekte.
Die Studierenden lernen, urbane
Systeme zu analysieren und Risiken
wie
Möglichkeiten
einzuschätzen.
Dabei soll ein praxisnahes Zusam-
menarbeiten mit Unternehmen und
Institutionen das Studium ergänzen.
Die künftigen MSc (Master of Science)
Resilient Cities and Communities wer-
den befähigt, resiliente und lebenswer-
te Städte und Gemeinden zu gestalten.
«Mit dem Master Resilient Cities and
Communities bilden wir Fachpersonen
aus, die komplexe Zusammenhänge
verstehen, unterschiedliche Akteure
zusammenbringen und resiliente Lö-
sungen für die Transformation urba-
ner Räume entwickeln», wird Tobias
Baitsch, Leiter des Instituts für Sied-
lung, Architektur und Konstruktion
(ISAK) an der BFH, in der Mitteilung
zitiert. Der Studiengang soll im Herbst
2027 starten. Er wurde in Zusammen-
arbeit mit der europäischen Hochschul-
allianz PIONEER entwickelt.
Foto: zvg
SÄSSURÜCKE
Georgios Mantokoudis
Insel Gruppe
Die Geschäftsleitung der Insel Grup-
pe hat Prof. Dr. med. Georgios Manto-
koudis per 1. August 2026 zum neuen
Klinikdirektor und Chefarzt der Uni-
versitätsklinik für Hals-, Nasen- und
Ohrenkrankheiten, Kopf- und Hals-
chirurgie ernannt. Gleichzeitig wird
er zum ordentlichen Professor für
Oto-Rhino-Laryngologie an der Me-
dizinischen Fakultät der Universität
Bern ernannt. Mantokoudis folgt auf
Prof. Dr. med. Marco Caver­saccio,
der per 31. Juli 2026 ausserordentlich
emeritiert wird, nachdem er seine An-
stellung um ein Semester verlängert
hatte.
Foto: zvg
Köniz kappt die fossile Gasversorgung
Der Könizer Gemeinderat hat eine
Strategie zum Ausstieg aus der fos-
silen Gasversorgung gutgeheissen.
Eine Massnahme ist die gebietsweise
Stilllegung des Gasnetzes. Erste Still-
legungen sollen ab 2041 in Wabern
und Niederwangen erfolgen. Die Gas-
strategie orientiert sich am Klima-
schutzreglement der Gemeinde mit
dem Ziel, Netto-Null bis 2045 für die
Gesamtgemeinde zu erreichen. Der
Ausstieg aus der fossilen Wärmever-
sorgung leistet dazu einen wesentli-
chen Beitrag.
Ein grosser Teil der CO2-Emissio-
nen wird von Öl- und Gasheizungen
verursacht. Energie Wasser Bern ist
mit der Gasversorgung der Gemeinde
Köniz beauftragt. Mit dem Entscheid
zur Gasstrategie hat Köniz den Aus-
stieg aus der fossilen Gasversorgung
ab 2041 gefällt. Energie Wasser Bern
unterstützt die Gemeinde bei der Um-
setzung. Gemeinsam haben Köniz und
ewb in der Strategie die Leitplanken
zur Umsetzung definiert. Geplant sind
der Ausbau von erneuerbaren Wärme-
lösungen, die Stilllegung gewisser Teile
des Gasnetzes und der Ersatz der ver-
bleibenden Gasmenge durch erneuer-
bares Gas.
Bereits heute erhalten die Kunden
der Gemeinde Köniz mit dem Stan-
dardprodukt 50 Prozent erneuerbares
Biogas. Die ersten Stilllegungen erfol-
gen ab 2041. Zuerst werden Abschnit-
te des Gasnetzes in den Ortsteilen
Wabern, Spiegel und Niederwangen
stillgelegt. Parallel dazu entwickelt
ewb in Wabern und Niederwangen
Wärmeverbünde, die diese zwei Orts-
teile künftig mit erneuerbarer Wär-
me versorgen sollen. Ob das Gasnetz
ab 2045 auch in den Ortsteilen Köniz
und Liebefeld stillgelegt wird, hängt
von der Fernwärmeerschliessung die-
ser Gebiete ab. Der Wärmeverbund
Bern-Wabern kann künftig im Versor-
gungsgebiet rund 5000 Haushalte mit
nachhaltig produzierter Wärme aus
Überschusswasser aus dem Pumpwerk
Schönau beliefern. Der Wärmever-
bund Niederwangen wird das Gebiet
mit klimaschonender Wärme aus der
Kehrichtverbrennung Forsthaus und
weiteren nachhaltigen Wärmeträgern
versorgen, beispielsweise Erdsonden-
speichern und Holz. Liegenschaftsbe-
sitzer werden mindestens 15 Jahre im
Voraus schriftlich informiert, ob ihr
Hausanschluss von der Stilllegung be-
troffen sein wird. Der exakte Zeitpunkt
der Deaktivierung des Gasanschlusses
wird drei Jahre im Voraus mitgeteilt.
Den Ersatz ihrer Heizung verantworten
die Liegenschaftsbesitzer.
Bei der Suche nach einer optimalen
individuellen Lösung bieten die Ener-
gieberatung Bern-Mittelland oder die
Impulsberatung «erneuerbar heizen»
kostenlos und unverbindlich Beratung
an.
KOLUMNE
Wirtschaft
sichtbar machen
Die erste Wirtschaftsnacht in Bern und
Ostermundigen war eine gute Idee. Rund
30 Unternehmen und Organisationen
öffneten am 5. Juni ihre Türen und ga-
ben Einblick in Produktion, Gewerbe,
Technik, Dienstleistung, Handwerk und
Ausbildung. Wer dabei war, konnte se-
hen, wie vielfältig und engagiert die re-
gionale Wirtschaft ist.
Und doch bleibt nach der Premiere
eine Frage: Warum kamen so wenige Be-
sucherinnen und Besucher? Lag es am
Desinteresse der Bevölkerung? Vielleicht
teilweise. Wirtschaft ist für viele Men-
schen abstrakt geworden. Man spricht
über Preise, Löhne, Fachkräftemangel,
Lehrstellen oder Verkehr – aber selten
über die konkreten Menschen und Be-
triebe dahinter. Viele wissen gar nicht,
was in ihrer unmittelbaren Umgebung
produziert, geplant, repariert oder ent-
wickelt wird.
Vielleicht liegt es aber auch daran,
dass Wirtschaft heute zu wenig sichtbar
ist. Industrie- und Gewerbegebiete lie-
gen nicht mehr in der öffentlichen Wahr-
nehmung – und wenn, dann eher negativ
wegen störendem Verkehr und Emissio-
nen. Man fährt daran vorbei, sieht Hallen,
Tore und Firmenlogos. Was dahinter ge-
schieht, bleibt verborgen. Dabei entste-
hen genau dort Arbeitsplätze, Lehrstel-
len, Wertschöpfung und ein wichtiger Teil
jener Stabilität, von der eine Region lebt.
Die Premiere darf deshalb nicht als
Misserfolg verstanden werden. Sie zeigt
vielmehr, dass es solche Formate braucht
– aber auch, dass eine einzelne Veranstal-
tung nicht genügt. Vertrauen entsteht
durch Begegnung, durch offene Türen,
durch Gespräche und durch Menschen,
die erklären, was sie tun. Darum lohnt
sich der Blick nach Westen. Im Westen
von Bern gibt es funktionierende Indus-
trie-, Gewerbe- und Wirtschaftsbetriebe,
die seit Jahren einen wichtigen Beitrag
leisten. Warum also nicht eine nächste
Wirtschaftsnacht in Bümpliz, Bethlehem,
Ausserholligen, oder angrenzenden Wirt-
schaftsstandorten durchführen?
Die erste Wirtschaftsnacht war ein
Anfang. Nun gilt es, daraus zu lernen:
besser kommunizieren, früher mobili-
sieren, Bevölkerung, Schulen, Quartiere
und Vereine stärker einbinden – und die
nächste Ausgabe dorthin bringen, wo die
Wirtschaft ebenfalls pulsiert und greif-
bar ist. Zum Beispiel in den Westen von
Bern. Denn regionale Wirtschaft verdient
nicht nur Wertschätzung in Sonntags­
reden. Sie verdient Sichtbarkeit.
Bernhard Emch
CEO EMCH Aufzüge AG
Vorstandsmitglied HIV-Sektion Bern
KOLUMNE
«Young Boys –
id Hose!»
Ich gehe immer gern ins Wankdorf!
Vorletzten Sonntag unter etwas an-
deren Vorzeichen: Das Bernisch Kan-
tonale Schwingfest stand auf dem
Programm. Es war ein eindrückliches
Beispiel dafür, wie sich Stadt und Land
friedlich begegnen und gemeinsam
feiern können. Rund 27 000 Festbesu-
cher strömten ins Stadion – und dies
in einer Atmosphäre, die von Respekt,
Gelassenheit und gegenseitiger Wert-
schätzung geprägt war. Bereits der Zu-
tritt ins Stadion war bemerkenswert.
Sackmesser? Kein Problem. Absper-
rungen, Zäune, abgetrennte Bereiche?
Fehlanzeige. Die Besucher konnten
sich frei zwischen den verschiedenen
Sektoren bewegen. Wo bei Fussball-
spielen oft Sicherheitsdebatten do-
minieren, genügten acht (!) gut ge-
launte Polizisten in Uniform. Hunderte
Einsatzkräfte in Kampfmontur waren
nicht nötig.
Auch die Geräuschkulisse sprach
Bände. Statt Pfiffen und Provokatio-
nen von vermummten Pyro-Chaoten
erfüllten Alphornklänge und Jodel-
gesang das Stadion. Statt Aggression
und Konfrontation standen Tradition,
Gemeinschaft und Sport im Mittel-
punkt. Auf den Tischen standen Glas-
flaschen, nicht Holzbecher. Im Säge-
mehl galt, was den Schwingsport seit
Generationen auszeichnet: Respekt
vor dem Gegner. Nach jedem Gang
reicht man sich die Hand und zollt
einander Anerkennung. Schwalben
und theatralisches Hinfallen sucht
man vergebens. Die Atmosphäre war
eine Wohltat. Sie zeigte, dass grosse
Menschenmengen nicht automatisch
Misstrauen und Sicherheitsdispositi-
ve bedeuten müssen. Vielleicht liegt
darin sogar eine Botschaft für die
kommende Fussballsaison. Es wäre
schön, wenn zumindest ein Teil dieses
Geistes den Weg vom Sägemehl auf
den Rasen finden würde – wenn es ab
Ende Juli wieder heisst: «Young Boys
– id Hose!»
Lars Guggisberg
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