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title: "Donald Trump verhängte neue Zölle bis zu 12,5% auf Importe von 60 Handelspartnern weltweit; EU betroffen"
sdDatePublished: "2026-08-03T13:21:00Z"
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Donald Trump verhängte neue Zölle bis zu 12,5% auf Importe von 60 Handelspartnern weltweit; EU betroffen

August 2026
Erstellt für
Handelsverband Deutschland - HDE e.V.
Erstellt vom

August 2026 | Seite 02
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Vor einem Monat wurde im Kurzbericht noch die Unterzeichnung des Rahmenabkommen zwi-
schen den USA und dem Iran zur Beendigung des Kriegs besonders erwähnt. Mittlerweile ha-
ben die Kamphandlungen wieder massiv zugenommen. Der Schiffsverkehr durch die Straße
von Hormus ist erneut gestoppt. Außerdem kommt es zu weiteren Konflikten zwischen der
Huthi-Miliz im Jemen und Saudi-Arabien, die Einfluss auf den Schiffsverkehr im Roten Meer und
damit im Suez-Kanal haben.
Die wieder zunehmenden Spannungen im Nahen Osten dürften über kurz oder lang auch wie-
der negative Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland haben. Bei den
Energiepreisen zeigen sich bereits Steigerungen. Der Gaspreis erreichte das höchste Niveau
seit Ausbruch des Kriegs.
Der Krieg ist jedoch nicht das einzige geopolitische Thema, das aktuell relevant ist. Auch bei
den Zöllen gibt es Entwicklungen. So trat zum 1. Jul das Handelsabkommen zwischen der EU
und USA in Kraft. Wenige Wochen später zeigt sich jedoch erneut, dass Abkommen mit den
USA keine Planbarkeit bringen. Denn US-Präsident Donald Trump verhängte jüngst neue Zöl-
le von bis zu 12,5 Prozent auf Importe von 60 Handelspartnern, die angeblich unzureichend
gegen Zwangsarbeit vorgehen. Hiervon sind auch einige Produkte der EU betroffen.
Für die Unternehmen gibt es also zurzeit einige Unwägbarkeiten. Dazu zählt auch das Wetter,
wie sich bereits Ende Juni zeigte. In den kommenden Wochen sind Hitzeperioden noch wahr-
scheinlich. Diese verringern die Produktivität der Beschäftigten. Weitere negative Effekte sind
mit dem Niedrigwasser in den Flüssen verbunden, da dadurch die Transportkapazitäten ein-
geschränkt werden.
Die Rahmenbedingungen für die weitere konjunkturelle Entwicklung sind also sehr fragil. Dabei
hatte sich die Lage nach der zwischenzeitlichen Beruhigung im Nahen Osten durchaus verbes-
sert. Dies ist auch in den jüngsten konjunkturellen Kennzahlen für den Mai abzulesen. Am 6. Juli
vermeldete das Statistische Bundesamt, dass der Auftragseingang im verarbeitenden Gewer-
be um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zugenommen hatte. Der Anstieg der Produktion
im produzierenden Gewerbe beläuft sich auf 0,9 Prozent. Gleich hoch war die Zunahme der
Exporte.
Eine positive Entwicklung wies ebenfalls das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal
auf. Ergebnis der Schnellschätzung, die das Statistische Bundesamt am 30. Juli veröffentlichte,
ist ein Wachstum von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Da zugleich der BIP-Anstieg im
ersten Quartal um 0,1 Prozentpunkte auf nun 0,4 Prozent noch oben revidiert wurde, gab es
damit im ersten Halbjahr trotz dem Krieg im Nahen Osten ein überraschend hohes gesamtwirt-
schaftliches Wachstum.

August 2026 | Seite 03
Die Stimmung in der Wirtschaft zeigt sich aktuell – möglicherweise auch aufgrund des Wachs-
tums – durchaus positiv. Bei den Konjunkturerwartungen des Leibniz-Zentrums für Europäische
Wirtschaftsforschung (ZEW), für die monatlich mehr als 300 Finanzmarktexperten befragt
werden, zeigte sich im Juni ein Anstieg um 15,8 Punkte im Vergleich zum Vormonat, sodass
der aktuelle Wert nun 26,3 Punkte beträgt. „Die Erwartungen hellen sich im Juli weiter auf. Das
Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen. Insbesondere die exportorientierten Sektoren, sowie
die Binnennachfrage verzeichnen stabile Zuwächse. Die Entwicklung des Iran-Konflikts und
des Ölpreises bleibt dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands“,
betont Achim Wambach, Präsident des ZEW.
Einen weiteren Anstieg weist ebenfalls der ifo Geschäftsklimaindex im Juli auf. Er erhöhte sich
um 0,9 Punkte auf einen Wert von nun 86,6 Punkte. „Trotz der unsicheren Lage am Persischen
Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch“, merkt Clemens Fuest, Präsident
des ifo Instituts, an.
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat bei seiner turnusmäßigen Sitzung am 23. Juli
keine weitere Zinserhöhung beschlossen. Das Zinsniveau ändert sich damit erst einmal nicht.
Allerdings entsteht durch die wieder steigenden Energiepreise ein neuer Inflationsdruck, so-
dass bei der nächsten Ratssitzung am 10. September eine Zinserhöhung möglich ist.
Der deutsche Arbeitsmarkt setzte im Juli seine schwache Entwicklung der vergangenen Mona-
te fort. Laut Meldung der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom 31. Juli gab es im Juli 3,007 Mil-
lionen Arbeitslose in Deutschland. Dies waren 71.000 mehr als im Vormonat und 28.000 mehr
als vor einem Jahr. Bei der Arbeitslosenquote zeigte sich ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte auf
nun 6,4 Prozent.
Für die weitere Entwicklung zeigt sich bei den Indikatoren ein uneinheitliches Bild. Das ifo
Beschäftigungsbarometer wies im Juli Anstieg um 0,8 Punkte auf. Der aktuelle Wert beträgt
93 Punkte. Die Unternehmen planen, etwas weniger Stellen abzubauen. „Der Arbeitsmarkt sta-
bilisiert sich etwas, bleibt aber in schwierigem Fahrwasser“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo
Umfragen. „Für eine Trendwende braucht es noch mehr wirtschaftliche Dynamik.“
Beim Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeig-
te sich im Juli hingegen ein Rückgang. Dieser belief sich auf 0,2 Punkte, sodass der Indikator
aktuell bei 99,4 Punkten liegt. „Die Arbeitslosigkeit steigt seit vier Jahren, aber lange gab es
trotzdem noch einen positiven Beschäftigungsausblick. Angesichts von Wirtschaftskrise und
demographischer Schrumpfung reicht es dafür mittlerweile nicht mehr“, erklärt Enzo Weber,
Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB.

August 2026 | Seite 04
Ein Risiko stellt weiterhin die Entwicklungen der Insolvenzen bei Personen- und Kapitalgesell-
schaften dar. Laut Meldung des Statistischen Bundesamts vom 10. Juli gab es im April 7,1 Pro-
zent mehr Insolvenzen als im Jahr zuvor. Und nach Berechnungen des Leibniz-Instituts für
Wirtschaftsforschung Halle (IWH) meldeten im Juni 1.702 Personen- und Kapitalgesellschaften
Insolvenz an. Das waren zwölf Prozent mehr als im Mai, 20 Prozent mehr als im Vorjahresmonat
und 80 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen Juni der Jahre 2016 bis 2019. Im gesamten
zweiten Quartal gingen fast 5.000 Unternehmen pleite – so viele, wie seit gut 20 Jahren nicht
mehr. Insgesamt waren 45.500 Arbeitsplätze von Insolvenzen betroffen.
Tabelle 1: Gesamtwirtschaftliche Daten
Volkswirtschaftliche
Gesamtrechnung
2025
II/25
III/25
IV/25
I/26
Letztes Quartal
zum Vorjahr
in Prozent
Real. Bruttoinlandsprodukt
0,2
-0,2
0,0
0,2
0,3
0,5
Privater Konsum
1,3
0,1
-0,3
0,6
0,0
0,8
Ausrüstungsinvestitionen
-1,6
-2,2
1,2
2,5
-1,2
0,5
Bauinvestitionen
-0,8
-0,9
-0,7
0,8
-2,5
-3,3
Ausfuhren
-0,9
-1,2
-1,1
-1,5
3,3
-0,3
Einfuhren
3,1
0,8
-0,4
1,0
0,1
1,7
Arbeitsmarkt,
Produktion und Preise
2025
Apr-26
May-26
Jun-26
Jul-26
Letzter Monat
zum Vorjahr
in Prozent
Industrieproduktion1
-1,1
0,2
0,9
-
-
-7
Auftragseingänge1
2,7
-3,2
1,9
-
-
0
Einzelhandelsumsatz1
2,8
-0,3
0,8
-
-
-2,9
Exporte2
0,9
0,8
0,9
-
-
-0,8
ifo Geschäftsklimaindex
87,4
84,5
85
85,7
86,6
-2,1
Einkaufsmanagerindex
48,2
51,4
50,1
50,3
52,2
6,9
GfK-Konsumklimaindex
-22,4
-28,1
-33,1
-29,7
-29,2
-
Verbraucherpreise3
2,2
2,9
2,6
2,3
2,8
-
Erzeugerpreise3
-1,2
1,7
2,2
1,8
-
-
Arbeitslosenzahl4
2948
2999
2988
2987
2993
0,9
Offene Stellen4
632
643
644
644
644
4,2
1 Produzierendes Gewerbe, Veränderung zum Vormonat in Prozent;
2 Veränderung zum Vormonat in Prozent;
3 Veränderung zum Vorjahr in Prozent;
4 in Tausend; saisonbereinigt.
Alle Angaben bis auf Vorjahrsvergleiche saisonbereinigt.
Quelle: LSEG

August 2026 | Seite 05
Zur Interpretation der Einzelindikatoren
Das Konsumbarometer ist zukunftsorientiert. Es bildet daher nicht den aktuellen Konsum ab,
sondern die Konsumstimmung, die sich im Verbrauch der nächsten drei Monate zeigt – Gegen-
stand der zukunftsgewandten Fragen sind daher die Erwartungen für die nächsten drei Monate.
Alle Indizes, die in das Konsumbarometer einfließen, sind so gebildet, dass ein Anstieg eines
Teilindikators positiv auf das Konsumbarometer einwirkt. Dies bedeutet im Einzelnen: Steigende
Werte der Teilindizes Anschaffungsneigung1, Einkommens- und Konjunkturerwartung signalisie-
ren, dass sich die dahinterliegende Neigung bzw. Erwartung verbessert und positiv auf das Kon-
sumbarometer wirkt. Beispiel: Die Erwartung steigender Einkommen bei den befragten Haus-
halten hat einen positiven Einfluss auf das Konsumbarometer.
Im Gegenzug impliziert eine Zunahme der Sparneigung und die Erwartung steigender Zinsen
und Preise eine Dämpfung des Konsumklimas und damit des Barometerwerts: Bekunden die be-
fragten Haushalte eine Erhöhung der Sparneigung, impliziert dies eine negative Wirkung auf den
privaten Konsum. Dementsprechend ist der Indikator invers gebildet. Erwarten die Haushalte
künftig steigende Preise, wirkt sich dieses nicht dämpfend auf den aktuellen Konsum, wohl aber
auf die den zukünftigen Verbrauch beeinflussende Konsumstimmung aus und schlägt sich in
einem geringeren Barometerwert nieder. Die Haushalte ziehen bei Erwartung steigender Preise
Käufe vor, so dass der aktuelle Konsum ansteigt, sie aber in der Zukunft zurückhaltender werden.
Weitere Details zur Methodik sowie die gesamte Datenreihe des HDE-Konsumbarometers
und der Einzelindizes (ab 10/2016) finden Sie hier.
Tabelle 2: HDE-Konsumbarometer und Einzelindizes
 
Mar-26
Apr-26
May-26
Jun-26
Jul-26
Aug-26
HDE-Konsumbarometer 
95,81
94,85
92,29
93,37
94,77
94,18
Einkommen 
98,11
97,37
95,01
96,15
98,36
99,16
Anschaffungen
84,94
87,16
84,84
85,03
85,20
85,81
Sparena
108,81
110,49
109,80
111,64
111,25
107,03
Preisa
99,71
91,13
86,03
88,75
93,13
94,17
Konjunktur
81,67
77,06
72,24
72,19
76,16
75,88
Zinsa
107,71
105,51
103,81
105,27
103,83
103,69
Index: Januar 2017 = 100
a Bei diesen Einzelindikatoren wird ein inverser Zusammenhang mit der Konsumstimmung angenommen. Aus diesem Grund sind sie
invers gebildet. Steigende Werte signalisieren, dass diese Einzelindikatoren positiv auf das Konsumbarometer wirken. Die dahinterlie-
gende Neigung bzw. Erwartung sinkt jedoch zugleich (siehe auch Kasten Zur Interpretation der Einzelindikatoren).
1 Bisher wurde dieser Teilindikator im Rahmen der Berichterstattung des HDE-Konsumbarometers „Konsumneigung“ ge-
nannt. Um Verwechslungen mit dem Gesamtindex – dem „HDE-Konsumbarometer“ – zu vermeiden, wird der Einzelindika-
tor zukünftig als Anschaffungsneigung bezeichnet.
Umfrageergebnisse

August 2026 | Seite 06
Das HDE-Konsumbarometer ist als Index konstruiert. Basis sind die Befragungsergebnisse des
Januar 2017, sodass für diesen Monat ein Indexwert von 100 festgesetzt ist. Dabei bildet das
Barometer nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab. Vielmehr ist es zukunftsorientiert und
steht für die Verbraucherstimmung in den nächsten drei Monaten.
Abbildung 1: HDE-Konsumbarometer
Index (Januar 2017 = 100)
80
85
90
95
100
105
1/2020
1/2021
1/2022
1/2023
1/2024
1/2025
1/2026
In den vergangenen Wochen hatte sich die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Irankriegs
wieder in Luft aufgelöst. Trotz der Vereinbarung zur Beendigung der Kampfhandlungen und
zum Abschluss eines Friedens, haben die gegenseitigen Angriffe zeitweise die frühere Intensi-
tät erreicht. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sind den Verbrauchern nur zu gut noch
bekannt. Insofern blicken sie wieder etwas skeptischer auf die kommenden Wochen.
Damit setzt sich im August der positive Trend aus den vergangenen zwei Monaten beim
HDE-Konsumbarometer nicht weiter fort. Vielmehr ist der Indikator um 0,59 Punkte gegen-
über dem Vormonat gesunken (siehe Abbildung 1). Das aktuelle Niveau beläuft sich damit
auf 94,18 Punkte. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat beträgt der Rückgang
3,46 Punkte.
Nach dem durchaus guten Start ins zweite Halbjahr hat die Entwicklung