---
title: "Zahlreiche Kartoffelerzeugerinnen und Erzeuger sowie Fachleute informierten sich beim Kartoffeltag in Straß; Private Keimtests identifizieren problematische Partien."
sdDatePublished: "2026-08-03T13:53:00Z"
source: "https://www.lfl.bayern.de/verschiedenes/presse/pms/2026/403435/index.php"
topics:
  - name: "agriculture"
    identifier: "medtop:20000210"
locations:
  - "Bavaria"
  - "Neuburg-Schrobenhausen"
  - "Freising"
---


Zahlreiche Kartoffelerzeugerinnen und Erzeuger sowie Fachleute informierten sich beim Kartoffeltag in Straß; Private Keimtests identifizieren problematische Partien.

Pressemitteilung – 03. August 2026, Straß, Landkreis Neuburg-SchrobenhausenKartoffeltag in Straß lockt zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Versuchsflächen

Pressemitteilung – 03. August 2026, Straß, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Kartoffeltag in Straß lockt zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Versuchsflächen

Zahlreiche Kartoffelerzeugerinnen und Kartoffelerzeuger sowie Fachleute aus Forschung, Beratung und Praxis informierten sich am 28. Juli beim Kartoffeltag auf der Versuchsstation Straß der Bayerischen Staatsgüter über aktuelle Entwicklungen und neue Erkenntnisse im Kartoffelanbau. Die gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Bayerischen Staatsgüter (BaySG), des Erzeugerrings für Pflanzenbau Südbayern e. V., des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg sowie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bot Fachvorträge und Feldführungen zu aktuellen Forschungsergebnissen und förderte den fachlichen Austausch.

Adolf Kellermann (LfL) schilderte die aktuelle Situation mit Stolbur

SBR im Kartoffelanbau (Foto: Marion Rauh, BaySG).

Im Mittelpunkt des fachlichen Programms standen aktuelle Entwicklungen rund um die von der Schilfglasflügelzikade übertragenen Krankheiten Stolbur und SBR, die den Anbau von Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben zunehmend vor große Herausforderungen stellen. Dazu wurde eine Initiative der Kartoffelwirtschaft vorgestellt, bei der im Rahmen eines privat organisierten Keimtests problembehaftete Partien identifiziert werden. Das Verfahren greift aktuelle Forschungsergebnisse auf und ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in die Praxis umgesetzt werden. Ergänzend informierten die Referentinnen und Referenten über neue Erkenntnisse zum Einsatz von Additiven und Zusätzen im Spritzwasser. Zudem gab es wichtige Hinweise für Landwirte, die Nachbaupflanzgut auf Besatz mit Viren und Bakterien untersuchen lassen wollen. Die Untersuchungsmöglichkeit an der LfL entfällt zwar, aber dafür bietet der Bodengesundheitsdienst in Rain am Lech eine fachlich fundierte Untersuchung an. Wie sich die vorgestellten Ansätze unter Praxisbedingungen bewähren, zeigte sich anschließend auf den Versuchsflächen. Dort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in laufende Versuche zu Stolbur und SBR, Biostimulanzien sowie den Landessortenversuchen. Trotz der anhaltenden Trockenheit konnten die Auswirkungen verschiedener Versuchsfaktoren im Feld anschaulich dargestellt werden. Die Versuchsflächen boten damit ideale Voraussetzungen für den intensiven fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis. Diesen nutzte auch die Bayerische Kartoffelkönigin Julia Grabler, die sich mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern sowie Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Einrichtungen austauschte. "Der diesjährige Kartoffeltag zeigte einmal mehr, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Praxis, Forschung und Beratung ist", zog Robert Knöferl, neuer Leiter des LfL-Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, als Fazit der Veranstaltung. "Die große Resonanz der Besucherinnen und Besucher zeigte, wie hoch der Stellenwert der Versuchsarbeit und des persönlichen Austauschs vor Ort sind." BaySG-Geschäftsführer Anton Dippold dankte allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement zum Erfolg der praxisrelevanten Versuchsarbeit beitragen: "Die Ergebnisse auf unseren Versuchsflächen sind nur möglich, weil viele Menschen das ganze Jahr über mit Fachwissen und großem Einsatz daran arbeiten."

Rückblick: Kartoffeltag an der Versuchsstation Straßmoos

Robert Knöferl, neuer Leiter des Instituts für Pflanzenzüchtung an der LfL, richtete ein Grußwort an die Besucherinnen und Besucher (Foto: Marion Rauh, BaySG).

Eine kurzweilige Vortragsreihe am Vormittag ergänzte den Praxisteil (Foto: Marion Rauh, BaySG)

Auf den Versuchsflächen der BaySG wurden am Nachmittag u. a. Versuche zu Stolbur und SBR gezeigt (Foto: Marion Rauh, BaySG).

Die Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Kartoffelzüchtung (Foto: Marion Rauh, BaySG)

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern. Sie ist dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unmittelbar nachgeordnet und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Landwirte und Berater sowie die Politik und Verwaltung. Die Hauptstandorte der LfL sind Freising und Grub-Poing. Ihre Aufgabenfelder sind die anwendungsorientierte Forschung, die Ausbildung, die Beratung und der Hoheitsvollzug. Mit Ihrer Arbeit unterstützt die LfL eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft sowie eine vielfältige Kulturlandschaft.

Agrarökologie Pflanzenbau Pflanzenschutz Tierzucht Tierhaltung und Futter Fischerei Landtechnik Agrarökonomie Ernährungswirtschaft

Forschung Service und Beratung Forschungsschwerpunkte