Gordan Dudas fordert Befahrbarkeit des Rheins bei Niedrigwasser in NRW; Lieferketten unter Druck, Transportkosten steigen
Befahrbarkeit des Rheins muss auch bei Niedrigwasser sichergestellt werden › SPD-Fraktion NRW
- August 2026, 14:38 Uhr
am 03. August 2026, 14:38 Uhr
Befahrbarkeit des Rheins muss auch bei Niedrigwasser sichergestellt werden
Die neuen Negativrekorde beim Rheinpegel stellen ein gewaltiges Problem für die zahlreichen Unternehmen dar, die auf die Wasserstraße als Transportweg angewiesen sind. Dabei ist der Rhein eine der zentralen Lebensadern unseres Industriestandortes. Er sichert Arbeitsplätze, Wertschöpfung und eine verlässliche Versorgung. Hierzu erklärt Gordan Dudas, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:
„Wir brauchen entschlossenes Handeln, damit der Rhein auch künftig seine Rolle als wichtigste Wasserstraße Deutschlands erfüllen kann. Die aktuelle Niedrigwassersituation macht einmal mehr deutlich, wie anfällig unsere Infrastruktur ist. Wenn Binnenschiffe wegen niedriger Pegelstände nur noch einen Bruchteil ihrer üblichen Ladung transportieren können, steigen die Transportkosten erheblich. Lieferketten geraten unter Druck, mehr Güter müssen auf Straße und Schiene verlagert werden und die Belastung für unser gesamtes Verkehrssystem wächst. Besonders betroffen sind die Chemie-, Stahl- und Rohstoffindustrie – Branchen, die für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen von zentraler Bedeutung sind.
Die Forderung nach der Einrichtung einer nationalen Taskforce geht in die richtige Richtung. Bund und Länder müssen jetzt gemeinsam kurzfristige Maßnahmen auf den Weg bringen und gleichzeitig die dringend notwendigen Infrastrukturprojekte konsequent vorantreiben. Dazu zählt auch die Fortsetzung der Sohlenoptimierung und Abladeverbesserung zwischen Köln und Duisburg. Diese Maßnahmen sind zwingend notwendig. Es geht dabei nicht um einen großflächigen Ausbau des Rheins, sondern darum, einzelne Engstellen und Felsbereiche zu beseitigen, damit Schiffe auch bei Niedrigwasser mehr Ladung transportieren können. Das stärkt die Versorgungssicherheit und den Wirtschaftsstandort, ohne die ökologische Funktion des Flusses grundsätzlich infrage zu stellen.“
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