Golf Club Lausanne Damen A1 verteidigen Krone am Genfersee; fünfter Sieg in Serie erwartet
«Der Teamspirit ist unser Erfolgsrezept»
«Der Teamspirit ist unser Erfolgsrezept»
Die verschiedenen Teams des Golf Clubs Lausanne trainieren montagabends gemeinsam (FOTO FRÉDÉRIC DUBUIS)
- August ist es wieder so weit: Interclub – das Schweizer Golf-Fest begeistert wie kein anderer Breitensport-Event. Ein Beispiel für sportlichen Erfolg und Zusammenhalt ist der Golf Club Lausanne: Mit dem diesjährigen Heimvorteil sind die Damen A1 zweifelsfrei das Team, das es zu schlagen gilt.
Das jährliche Swiss Golf Interclub-Wochenende garantiert landesweit festliche Stimmung. Mehr als 1400 Spielerinnen und Spieler kämpfen in den verschiedenen Serien um Meistertitel, Aufstieg oder Klassenerhalt. Ein Golf-Fest, für das die austragenden Clubs keinen Aufwand scheuen.
In der Königsklasse (A1) spielt die Musik am Genfersee: Die Herren aus Bossey und die Damen aus Lausanne möchten ihre Krone verteidigen, noch dazu im eigenen Schloss. Von den Vierfach-Siegerinnen der Jahre 2022 bis 2025 ist erneut viel zu erwarten, die seriöse Vorbereitung des Teams läuft schon seit Beginn der Saison.
«Sollte das Heimteam erneut Gold holen, sind wir stolz, dass unsere Arbeit Früchte trägt. Ansonsten erledigen wir, wie jeden anderen Tag auch, unsere gewohnte Arbeit», sagt Pierre Rindlisbacher, Direktor des Golf Club Lausanne, bescheiden. Sein oberstes Ziel am Interclub-Wochenende: Den Platz so bewirtschaften, dass er für alle ein Vergnügen ist, und ein sympathischer Gastgeber sein – von Freitag, wenn die Ersten anreisen, über das offizielle Dinner nach den Foursomes am Samstag bis zur sonntäglichen Siegerehrung nach dem Stroke Play. Dass Vorstand und OK bis ganz zum Schluss vor Ort sind, ist für den Clubdirektor Ehrensache. «Dann gratulieren oder trösten wir.»
Der Zusammenhalt beim Interclub ist in Lausanne keine Momentaufnahme, er wird monatelang kreiert. Die Verantwortlichen der verschiedenen Teams organisieren gemeinsame Trainings mit den Pros, dazu erhalten sie ein kleines Budget für zusätzliche Coachings nach Wunsch. Rindlisbacher: «Am Ende liegt die Entscheidung, welche unserer fast 1000 Mitglieder die Farben des Clubs vertreten, bei den Captains.»
Das ist eine herausfordernde Aufgabe, wie Mélissa Blatti, im dritten Jahr Team-Captain der A1-Damen, erklärt. Zunächst stellt sie eine Liste aus 15 bis 20 Spielerinnen mit möglichst tiefem Handicap zusammen. «In den Trainings lerne ich sie und ihr Spiel gut kennen und denke bereits darüber nach, wer das Team optimal ergänzen könnte.»
Anfang August traf Blatti die finale Selektion nach verschiedenen Kriterien: Spielniveau, Motivation und Verfügbarkeit. «Vielleicht gibt es zwei gleich gute Personen, aber eine zeigt mehr Lust auf den Teamevent», sagt Blatti, «oder meine Favoritinnen haben am Schluss keine Zeit – vor allem die Jüngeren studieren oft an Colleges im Ausland.»
So wird auch das Meisterteam 2025 nicht mehr in gleicher Formation antreten können. Der fünfte Sieg in Serie bleibt aber das klare Ziel. «Der Teamspirit ist unser Erfolgsrezept», sagt Captain Blatti – und lebt ihn vor. Sie ist bemüht, dass es keine «negativen Leader» gibt, man sich gegenseitig unterstützt und berät oder gar als Caddie aushilft. «Ohne zu pushen und voller Respekt für die jeweiligen Vorlieben der Einzelnen.»
Positivität ist Mélissa Blattis Stärke, damit will sie das Beste aus ihren Mitspielerinnen herausholen. Sie sagt: «Endlich haben wir die Möglichkeit, mal nicht nur für uns selbst zu spielen, das ist eine Extra-Motivation!» Kommt dennoch mal Druck auf, beruhigt sie die Situation und motiviert mit Verständnis. «Ich sage gern: Ein schlechter Schlag kommt vor, volle Konzentration auf den nächsten. Golf ist erst mit dem letzten Schlag beendet.»
Voilà! Und dann sei da ja noch der motivierende Heimvorteil: «Unseren Club zu repräsentieren, den Staff, die Mitglieder und die Familie stolz zu machen, ist eine Ehre. Dazu kennen wir den Platz auswendig, auch die schwierigsten Positionen.» Trotzdem soll beim kompetitiven Interclub in Lausanne die Freude überwiegen. Man feuert sich an, verfolgt die Resultate anderer Teams des Clubs auf GolfBox, schreibt Nachrichten. Fix zum Teamspass gehört natürlich der fröhliche Abschlussabend. Blatti betont: «Egal, wie die Resultate waren.»
Um die vollständige Ausgabe 3
2026 des Swiss Golf Magazins zu lesen, klicken Sie hier .
Auf den Spuren der Course Rater
Zu den Aufgaben von Swiss Golf gehört unter anderem eine regelmässige Beurteilung aller Schweizer Golfplätze nach vorgegebenen Kriterien, das so genannte Course Rating. Um mehr über die Aufgaben der Course Rater zu erfahren, haben wir sie im Golfpark Otelfingen bei ihrer Arbeit begleitet und spannende Einblicke gewonnen.
Faszination Golf – Schöner kann Frust nicht sein
Nicht selten wollen Golfende ihre Schläger für immer in die Ecke stellen. Und doch kehren sie immer wieder auf den Platz zurück. Was hinter diesem Phänomen steckt, erklären uns Spielerinnen und Spieler verschiedener Niveaus – von der Anfängerin bis zum Profi.
Tee Time mit Christian Stucki
Er ist einer der populärste Schwinger des Landes. Seit seinem Rücktritt vom Profisport ist er nun vermehrt auf dem Green statt im Sägemehl anzutreffen. Christian Stucki gewann alle wichtigen Schwingfeste der Schweiz und trug mit seinem sympathischen Charakter entscheidend zur wachsenden Popularität des Schwingsports bei.
In den Schlüsselzonen des Spiels
Um die Leistung seiner Athletinnen und Athleten zu optimieren, setzt Swiss Golf gezielt auf Spezialisten für Putten und Kurzspiel. Wir haben sie bei ihrer Arbeit beobachtet.
Golf als Brückenbauer für Jung und Alt
Haben Sie schon mal mit Ihrem Enkel Fussball gespielt? Wenn Sie jenseits der 70 sind, wohl eher selten. Ein Tennisspiel mit der Tochter? Ob Elternteil oder Kind, einer langweilt sich bestimmt. Im Golfsport ist das alles kein Problem: Er ist so kompatibel, dass er über alle Generationen und Spielstärken hinweg Spass macht. Und zwar miteinander, wie es Familie Kislig-Schwab vormacht.
Bunte Designs erobern den Golfplatz
Die Damen-Golfmode 2026 versucht, farbliche Leichtigkeit, funktionale Innovation und verantwortungsbewusstes Design zu vereinen. Es wurde darauf geachtet, maximalen Komfort mit stilvollem Look zu verbinden. Modische Akzente sollen bewährte Klassiker ergänzen. Das Ergebnis ist Golfbekleidung, die bequem und zeitgemäss ist – und den Ansprüchen moderner Golferinnen in jeder Hinsicht gerecht wird.
Wenn nördlich der Alpen viele Plätze noch auf die bevorstehende Saison vorbereitet werden, locken die Anlagen im Tessin die Golferinnen und Golfer mit frühlingshaftem Wetter und angenehmen Temperaturen, perfekten Fairways und Greens. Für einen Ausflug in den Südkanton stellen wir Ihnen die Plätze von Losone und Ascona näher vor.
Rund 35 Wochen im Jahr ist Chiara Tamburlini unterwegs. Tendenz steigend, jetzt, da sie auch auf der LPGA Tour spielt. Umso wichtiger ist der 26-jährigen St. Gallerin die Nestwärme zu Hause in Rotmonten, wo sie sich im Untergeschoss ihres Elternhauses eingerichtet hat. Für uns öffnet die beste Schweizer Golferin die Türen.