Erika Hock gewinnt Realisierungswettbewerb Kunst und Bau für Innenhof der SothA NRW in Bochum; bis 2027 installiert

Künstlerische Gestaltung für den Innenhof: Das Immobilienunternehmen des Landes NRW

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Künstlerische Gestaltung für den Innenhof

Die Gewinnerin des Realisierungswettbewerbs „Kunst und Bau“ für einen Innenhof der Sozialtherapeutischen Anstalt Nordrhein-Westfalen (SothA NRW) in Bochum steht fest: Die Künstlerin Erika Hock überzeugte mit ihrem Entwurf mehrerer bunter Wasserbecken mit solarbetriebenen Springbrunnen. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) hatte diesen Wettbewerb ausgelobt.

Die Anordnung der Becken erfolgt bewusst verteilt im Hof, sodass ein begehbares Ensemble entsteht, das sich in die Umgebung integriert und zugleich als eigenständige künstlerische Setzung erfahrbar wird.

Die Sozialtherapeutische Anstalt Nordrhein-Westfalen (SothA NRW) ist auf die Behandlung von Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten spezialisiert, die besonderer therapeutischer Mittel und sozialer Hilfe bedürfen. 2020 ist die Einrichtung von Gelsenkirchen in einen Neubau auf dem Gelände der JVA Bochum umgezogen. Für den Neubau wurden mehrere Freistundenhöfe angelegt, auf denen Insassen in festgelegten Zeiträumen einen Teil ihrer Freizeit an der frischen Luft verbringen können. Für einen dieser Freistundenhöfe hatte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) Anfang des Jahres einen Realisierungswettbewerb „Kunst und Bau“ ausgelobt.

Besondere Anforderungen für besondere Kunst

Ziel des Wettbewerbs war die künstlerische Gestaltung eines Brunnens, der mit einem geschlossenen Wassersystem versorgt werden kann und möglichst ohne Stromanschluss auskommt. Dies war eine der Sicherheitsanforderungen, die die eingereichten Entwürfe erfüllen mussten und die sich aus dem Einsatz des Kunstwerks innerhalb des Strafvollzugs ergeben. Aspekte wie die sichere Konstruktion, der Gewährleistung einer freien Sicht und eine einfache sowie schnelle Bedienbarkeit des Brunnens waren außerdem Teil der Planungs- und Bewertungsgrundlage. Drei zur Teilnahme eingeladene Künstlerinnen und Künstler hatten ihre Entwürfe eingereicht, die dann in einem anonymen Wettbewerb von einer Jury aus Fach- und Sachpreisrichterinnen und -richtern bewertet wurden. Teilgenommen haben neben Erika Hock aus Köln das Duo SOWATORINI aus Bochum und die bildende Künstlerin Apolonja Šušteršič aus Oslo.

Nach eingehender Beratung sprach sich die Jury einstimmig für den Entwurf von Erika Hock aus. Dabei handelt es sich um sechs runde Wasserbecken und drei Doppelbecken mit unterschiedlichen Durchmessern. Die Becken sind aus Edelstahl gefertigt und innen farbig lackiert. Ausgestattet sind sie jeweils mit einem solarbetriebenen Springbrunnen, wodurch das Kunstwerk nicht nur visuell, sondern auch akustisch ansprechend ist. „Das Kunstwerk soll dazu einladen, sich zwischen den Becken zu bewegen, Perspektiven zu wechseln und die Wechselwirkung von Raum, Farbe, Wasser und Klang individuell zu erfahren“, so die Künstlerin Erika Hock. Gabriele Willems, Jurymitglied und Geschäftsführerin des BLB NRW, lobte den akustischen Mehrwert des Kunstwerks und zeigte sich begeistert von der Farbgebung: „Die bunten Becken geben tolle optische Akzente, die auch von oben aus den Zimmern gesehen werden können. In Wechselwirkung mit dem Wasser setzt das Kunstwerk interessante visuelle Reize.“ Auch Sachpreisrichter Marek Świtkiewicz, Leiter der SothA NRW begrüßte die Entscheidung der Jury. „Wir freuen uns, dass das Kunstwerk den gesamten Innenhof bespielt und alle Sinne anspricht“, so Świtkiewicz. Unterstützt wurde die Jury außerdem von einem Insassen der Anstalt. Das Kunstwerk soll nun bis zum kommenden Jahr installiert werden.

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