Fraunhofer IGB und Industriepartner Trocknung mit überhitztem Wasserdampf in Deutschland; deutliche Energieeinsparung und Erdgasverzicht
Trocknung mit überhitztem Wasserdampf – strombasiert und energieeffizient
Industrielle Trocknungsprozesse sind energieintensiv und klimaschädlich, da die Luft durch fossile Energien erhitzt wird. Mit einem neuen Ansatz dekarbonisieren Forschende am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Zusammenarbeit mit Industriepartnern den Prozess: Statt Heißluft verwenden sie überhitzten Wasserdampf. Kombiniert mit einer Wärmepumpe und einer smarten Steuerung, spart das Heißdampftrocknungsverfahren deutlich Energie und vermeidet den Einsatz von Erdgas.
Land Baden-Württemberg fördert Ausbau des ZKP mit zwei Millionen Euro: Neue Unterstützungsangebote für nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktion im Mittelstand
Nachhaltigkeitsdaten, CO2-Bilanzen, digitale Produktinformationen: Für viele mittelständische Unternehmen werden diese Themen zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch neue europäische Vorgaben und Berichtspflichten. Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg hat deshalb die Erweiterung des S-TEC Zentrums für Klimaneutrale Produktion und Ganzheitliche Bilanzierung (ZKP) mit rund zwei Millionen Euro bewilligt. Das Land reagiert damit auf den wachsenden Bedarf mittelständischer Unternehmen, Nachhaltigkeitsanforderungen erfolgreich umzusetzen und daraus konkrete Wettbewerbs-, Innovations- und Effizienzvorteile zu entwickeln. Zentrumspartner des ZKP sind mehrere Fraunhofer-Institute sowie die Universität Stuttgart. Neue Projekte zwischen ebendiesen Partnern sowie der baden-württembergischen Industrie sollen im Oktober 2026 starten.
Deutsch-indische Forschung zu schwimmenden Photovoltaik-Anlagen
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der Himachal Pradesh University (HPU) Shimla (Indien) unterzeichnet. Ziel ist es, zusammen an Forschungsprojekten im Bereich Erneuerbare Energien zu arbeiten, die gegenseitige Betreuung von Master- und PhD-Studierenden zu ermöglichen sowie Austauschprogramme anzubieten. Besonderes Augenmerk der Zusammenarbeit liegt auf der Forschung zu schwimmenden Photovoltaikanlagen, der sogenannten Floating PV, sowie Agri-Photovoltaik.
Propan-Wärmepumpen für Mehrfamilienhäuser – Fraunhofer ISE entwickelt Lösungskonzepte
Wärmepumpen können in Bestands-Mehrfamilienhäusern alte Gas- und Ölheizungen ersetzen, wenn das gesamte System passend zum Gebäude ausgelegt wird. Das ist das Kernergebnis des Forschungsprojekts »LC R290«, in welchem das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit einem Konsortium von zwanzig Firmen aus der Heizungsbranche und Wohnungs-wirtschaft typische Lösungskonzepte für den Heizungstausch erarbeitet hat. Dabei setzte das Projektteam auf das Kältemittel Propan (R290).
EU-Projekt UPLIFT entwickelt Bohrtechnik für mehr Wärme aus bestehenden Bohrungen
Die Wärmewende braucht verlässliche und wirtschaftliche Wärmequellen. Genau hier setzt das europäische Forschungsprojekt UPLIFT an. Partner aus fünf Ländern entwickeln eine innovative Bohrtechnologie für die tiefe Geothermie weiter. Das Fraunhofer IEG demonstriert die Einsatzbereitschaft seiner Bohrtechnik MTD® in einem drei Kilometer Tiefen Bohrloch. Ziel der Entwicklung ist es, bestehende Geothermiebohrungen zu ertüchtigen und besser zu nutzen sowie wirtschaftliche Risiken bei der Erschließung neuer Bohrungen zu senken. Das Vorhaben wird im EU-Forschungsprogramm »Horizon Europe« mit rund 10,9 Millionen Euro gefördert.
Neue Handreichung zu Moor-PV: Photovoltaik-Systeme auf wiedervernässten Moorböden
Seit 2023 fördert die Bundesregierung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland die Stromproduktion auf wiedervernässten Moorböden, die zuvor für landwirtschaftliche Zwecke entwässert wurden. Für landwirtschaftliche Betriebe, Solarunternehmen, Akteurinnen und Akteure der öffentlichen Verwaltung sowie die interessierte Öffentlichkeit veröffentlicht das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE nun eine Handreichung zum Stand der Technik der Moor-PV sowie zu offenen Fragen. Gemeinsam mit dem Greifswald Moor Centrum, der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Institut für Landwirtschaftsrecht der Georg-August-Universität Göttingen und der Kanzlei Becker Büttner Held Rechtsanwälte (BBH) zeigen sie darin den aktuellen Wissensstand auf und geben Handlungsempfehlungen.
Neue Studie zu Elektroautos: Verkaufspreise sinken um 18 Prozent, Modellvielfalt nimmt stark zu
Elektrofahrzeuge in Deutschland sind zwischen 2020 und 2025 real um rund 18 Prozent günstiger geworden – obwohl die nominalen Durchschnittspreise auf den ersten Blick gestiegen sind. Das zeigt eine neue gemeinsame Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI. Gleichzeitig hat sich die Zahl der verfügbaren Elektromodelle auf dem deutschen Markt mehr als vervierfacht. Die Studie basiert auf mehr als 100.000 Einzelangaben aus einer Datenbank des ADAC und umfasst sechs Segmente von Klein- bis Luxuswagen.
Fünf Faktoren für den Erfolg von heimischem Lithium aus Geothermie
Brennstoffpreise, Versorgungssicherheit und Rohstoffabhängigkeit stellen Energieversorger vor neue Aufgaben. Forschende des Fraunhofer IEG untersuchen, wie sich Wärme und strategische Rohstoffe gleichzeitig aus dem Untergrund gewinnen lassen. Die Idee: Heißes Tiefenwasser liefert Wärme für Netze und Industrie – und zugleich Lithium für Batterien. Das senkt Kosten, stärkt regionale Wertschöpfung und macht die Wärmeversorgung zukunftsfest. Welche Schlüssel-Faktoren es für den Erfolg braucht, legen Fraunhofer IEG und Partner in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung im Fachmagazin Geothermics dar.
Rohstoffe werden knapp, Lieferketten bleiben anfällig, Abfälle kosten Geld, Regularien werden verschärft. Das von Fraunhofer IPA und Fraunhofer IAO mitherausgegebene »Handbuch Kreislauffähige Wertschöpfung« zeigt, wie Unternehmen Produkte länger nutzen, Materialien zurückführen und neue Geschäftsmodelle entwickeln können.
Erdwärme für das Rheinische Revier: Datendichte wächst
Industrie und Kommunen im Rheinischen Revier stehen vor einem Wandel: Ab 2029 werden das Kohlekraftwerk Weisweiler stillgelegt und im Braunkohletagebau Inden endet die Kohlegewinnung. Deshalb werden bereits jetzt neue Quellen für die Fernwärme erschlossen, um die Versorgung sicherzustellen. Die Geothermie hat das Potenzial, mittelfristig Heiz- und Prozesswärme als ein Baustein beisteuern, doch noch ist die Datenlage über das untertägige Wärmepotential lückenhaft. Das Fraunhofer IEG hat gemeinsam mit RWE Power AG zwei Erkundungsbohrungen bis ca. 500 Meter Tiefe auf dem Kraftwerksgelände Weisweiler abgeteuft und vermessen. Die Ergebnisse liefern erste direkte Messdaten zum Wärmepotenzial des Untergrunds und bilden die Grundlage für die weitere Erkundung im »Reallabor Geothermie Rheinland«. Die Daten wurden nun im Fachmagazin »Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften« vorgestellt.
Energie I Klima I Umwelt
2026 Trocknung mit überhitztem Wasserdampf – strombasiert und energieeffizient Online
- August 2026 Industrielle Trocknungsprozesse sind energieintensiv und klimaschädlich, da die Luft durch fossile Energien erhitzt wird. Mit einem neuen Ansatz dekarbonisieren Forschende am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Zusammenarbeit mit Industriepartnern den Prozess: Statt Heißluft verwenden sie überhitzten Wasserdampf. Kombiniert mit einer Wärmepumpe und einer smarten Steuerung, spart das Heißdampftrocknungsverfahren deutlich Energie und vermeidet den Einsatz von Erdgas. mehr Info
2026 Land Baden-Württemberg fördert Ausbau des ZKP mit zwei Millionen Euro: Neue Unterstützungsangebote für nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktion im Mittelstand Online
- Juli 2026 Nachhaltigkeitsdaten, CO2-Bilanzen, digitale Produktinformationen: Für viele mittelständische Unternehmen werden diese Themen zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch neue europäische Vorgaben und Berichtspflichten. Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg hat deshalb die Erweiterung des S-TEC Zentrums für Klimaneutrale Produktion und Ganzheitliche Bilanzierung (ZKP) mit rund zwei Millionen Euro bewilligt. Das Land reagiert damit auf den wachsenden Bedarf mittelständischer Unternehmen, Nachhaltigkeitsanforderungen erfolgreich umzusetzen und daraus konkrete Wettbewerbs-, Innovations- und Effizienzvorteile zu entwickeln. Zentrumspartner des ZKP sind mehrere Fraunhofer-Institute sowie die Universität Stuttgart. Neue Projekte zwischen ebendiesen Partnern sowie der baden-württembergischen Industrie sollen im Oktober 2026 starten. mehr Info
2026 Deutsch-indische Forschung zu schwimmenden Photovoltaik-Anlagen Online
- Juli 2026 Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der Himachal Pradesh University (HPU) Shimla (Indien) unterzeichnet. Ziel ist es, zusammen an Forschungsprojekten im Bereich Erneuerbare Energien zu arbeiten, die gegenseitige Betreuung von Master- und PhD-Studierenden zu ermöglichen sowie Austauschprogramme anzubieten. Besonderes Augenmerk der Zusammenarbeit liegt auf der Forschung zu schwimmenden Photovoltaikanlagen, der sogenannten Floating PV, sowie Agri-Photovoltaik. mehr Info
2026 Propan-Wärmepumpen für Mehrfamilienhäuser – Fraunhofer ISE entwickelt Lösungskonzepte Online
- Juli 2026 Wärmepumpen können in Bestands-Mehrfamilienhäusern alte Gas- und Ölheizungen ersetzen, wenn das gesamte System passend zum Gebäude ausgelegt wird. Das ist das Kernergebnis des Forschungsprojekts »LC R290«, in welchem das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit einem Konsortium von zwanzig Firmen aus der Heizungsbranche und Wohnungs-wirtschaft typische Lösungskonzepte für den Heizungstausch erarbeitet hat. Dabei setzte das Projektteam auf das Kältemittel Propan (R290). mehr Info
2026 EU-Projekt UPLIFT entwickelt Bohrtechnik für mehr Wärme aus bestehenden Bohrungen Online
- Juli 2026 Die Wärmewende braucht verlässliche und wirtschaftliche Wärmequellen. Genau hier setzt das europäische Forschungsprojekt UPLIFT an. Partner aus fünf Ländern entwickeln eine innovative Bohrtechnologie für die tiefe Geothermie weiter. Das Fraunhofer IEG demonstriert die Einsatzbereitschaft seiner Bohrtechnik MTD® in einem drei Kilometer Tiefen Bohrloch. Ziel der Entwicklung ist es, bestehende Geothermiebohrungen zu ertüchtigen und besser zu nutzen sowie wirtschaftliche Risiken bei der Erschließung neuer Bohrungen zu senken. Das Vorhaben wird im EU-Forschungsprogramm »Horizon Europe« mit rund 10,9 Millionen Euro gefördert. mehr Info
2026 Neue Handreichung zu Moor-PV: Photovoltaik-Systeme auf wiedervernässten Moorböden Online
- Juli 2026 Seit 2023 fördert die Bundesregierung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland die Stromproduktion auf wiedervernässten Moorböden, die zuvor für landwirtschaftliche Zwecke entwässert wurden. Für landwirtschaftliche Betriebe, Solarunternehmen, Akteurinnen und Akteure der öffentlichen Verwaltung sowie die interessierte Öffentlichkeit veröffentlicht das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE nun eine Handreichung zum Stand der Technik der Moor-PV sowie zu offenen Fragen. Gemeinsam mit dem Greifswald Moor Centrum, der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Institut für Landwirtschaftsrecht der Georg-August-Universität Göttingen und der Kanzlei Becker Büttner Held Rechtsanwälte (BBH) zeigen sie darin den aktuellen Wissensstand auf und geben Handlungsempfehlungen. mehr Info
2026 Neue Studie zu Elektroautos: Verkaufspreise sinken um 18 Prozent, Modellvielfalt nimmt stark zu Online
- Juli 2026 Elektrofahrzeuge in Deutschland sind zwischen 2020 und 2025 real um rund 18 Prozent günstiger geworden – obwohl die nom