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title: "Bundestag beschloss Sparprogramm für Gesundheit in Deutschland; 3 Mrd Euro Kürzung 2027 46 Mio Fälle"
sdDatePublished: "2026-08-04T13:36:00Z"
source: "https://www.kbv.de/documents/infothek/publikationen/patienteninfo/spargesetz-patienteninfo.pdf"
topics:
  - name: "health"
    identifier: "medtop:07000000"
  - name: "medical profession"
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  - name: "healthcare policy"
    identifier: "medtop:20000479"
locations:
  - "Germany"
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Bundestag beschloss Sparprogramm für Gesundheit in Deutschland; 3 Mrd Euro Kürzung 2027 46 Mio Fälle

Spargesetz: Patienteninfo

Liebe Patientinnen und Patienten,
der Bundestag hat ein Sparprogramm für Gesundheit beschlossen: das soge­
nannte Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Besonders massiv fallen die Kürzungen
bei den ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen aus – und das geht zulasten
unserer Patientinnen und Patienten. Denn wir müssen unseren Praxis­betrieb an
die verschärften Rahmenbedingungen anpassen.
Was passiert 2027?
Unsere Arbeit als niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psycho-
therapeuten wurde bisher schon nicht voll bezahlt. Jetzt werden den Praxen allein 2027 rund
3 Milliarden Euro gestrichen. Alle Praxisleistungen sind strikt „gedeckelt“. Viele Untersuchungen
und Behandlungen bezahlen die Krankenkassen nur bis zu einer starren Obergrenze voll, andere
gar nicht mehr. Unsere Einnahmen gehen zurück, während der medizinische Bedarf steigt.
Diese Rechnung kann nicht aufgehen.
Was heißt das für die Praxen?
Über alle Fachrichtungen und Praxen hinweg bricht im kommenden Jahr die Finanzierung
für 46 Millionen Behandlungsfälle komplett weg. Das ist jeder zwölfte Fall. Wir können dann
nicht einfach so weitermachen. Wir müssen unsere Ausgaben und unser Angebot reduzieren:
zum Beispiel Termine streichen oder Sprechstunden kürzen.
Was heißt das für Patientinnen und Patienten?
Sie verdienen auch in Zukunft eine gute Behandlung. Dafür werden wir weiterhin alles geben.
Allerdings werden die Belastungen auch für Sie spürbar sein. Wir wollen das nicht, haben aber
keine andere Wahl: Wir werden weniger Termine vergeben können und die Wartezeiten
werden länger ausfallen. Weil die Politik unsere Möglichkeiten einschränkt, für Sie da zu sein.

Worum wir Sie heute bitten
Wir niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychothera­peuten
haben uns gegen die Kürzungen gewehrt und uns für ein starkes Praxenland eingesetzt.
Wir verantworten diese Einschnitte zu Ihren Lasten nicht. Bitte haben Sie daher Verständnis
für unser Team, das die Einschränkungen jetzt im Alltag umsetzen muss.
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Die Haus- und Fachärzte
Praxenland