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title: "SP Basel-Stadt Stellungnahme Vernehmlassung Teilrichtplan Velo und kantonale Verordnung Veloverkehr Basel-Stadt; Mangel an Konkretheit bei Umsetzung"
sdDatePublished: "2026-08-04T13:38:00Z"
source: "https://sp-bs.ch/wp-content/uploads/2026/08/Vernehmlassung-Teilrichtplan-Velo-und-kantonale-Verordnung-Veloverkehr.pdf"
topics:
  - name: "transport"
    identifier: "medtop:20000337"
  - name: "politics and government"
    identifier: "medtop:11000000"
locations:
  - "Basel-Land"
  - "Karlsruhe"
  - "Freiburg (im Breisgau)"
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  - "Berlin"
  - "Basel-Stadt"
  - "Switzerland"
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SP Basel-Stadt Stellungnahme Vernehmlassung Teilrichtplan Velo und kantonale Verordnung Veloverkehr Basel-Stadt; Mangel an Konkretheit bei Umsetzung

Sozialdemokratische Partei
Rebgasse 1, 4058 Basel
Telefon 061 685 90 20
sekretariat@sp-bs.ch
Basel-Stadt
Postfach · 4005 Basel

www.sp-bs.ch

Bau- und Verkehrsdepartementes
Dufourstrasse 40/50
4052 Basel

Basel, 4. August 2026

Stellungnahme Vernehmlassung Teilrichtplan Velo und kantonale Verordnung
Veloverkehr
Sehr geehrter Damen und Herren
Vielen Dank für die Möglichkeit der Vernehmlassung. Die ausführlichen Antworten finden Sie
anbei.

Freundliche Grüsse

Julia Baumgartner
Parteipräsidentin

Weitere Kontaktpersonen:
Organisation / Institution:

SP Basel-Stadt
Strasse und Nr.:

Rebgasse 1
PLZ und Ort:

4058 Basel
Land:

Schweiz

Vornamen & Namen:

Ivo Balmer

Jean-Luc Perret
E-Mail-Adressen:

ivo.balmer@mietshaeusersyndikat.ch
jlp@gmx.ch

Zustimmungsmessung
Aussage
Zustimmung
Stimmen Sie dem Strategie- und Massnahmenbericht zu?
Stimme eher nicht zu
Zustimmungsmessung
Aussage
Zustimmung
Stimmen Sie dem Veloroutennetz Alltag zu?
Stimme eher zu
Stimmen Sie dem Veloroutennetz Freizeit zu?
Stimme zu
Zustimmungsmessung
Aussage
Zustimmung
Stimmen Sie der kantonalen Verordnung Veloverkehr zu?
Stimme eher nicht zu
Stimmen Sie dem Erläuterungsbericht zur kantonalen Verordnung Veloverkehr zu?
Stimme eher nicht zu
Text-Rückmeldungen
Bereich
Kapitel
Antrag / Bemerkung
Begründung
Strategie- und
Massnahmenbericht
2. Einleitung
Grundsätzliches: Zusammenhängende, durchgehende und deutlich markierte
Velowege oder Radstreifen sollen garantiert werden.
Strategisch wäre es wichtig, vermehrt und konsequenter eine Entflechtung der
Verkehrsträger anzustreben. Vorzugsrouten sollten konsequent vom
Durchgangsverkehr mit Motorfahrzeugen geschützt werden, wenn die Velos
nicht über einen getrennten Veloweg verfügen.
Strategie- und
Massnahmenbericht
2. Einleitung
Zielkonflikte
Vorschlag: «Im Rahmen der Überarbeitung des TRP Velo wurden Zielkonflikte
insbesondere mit folgenden Themen identifiziert: Fahrspuren und
Der Hauptkonflikt besteht mit dem flächenverschwenderischen motorisierten
Individualverkehr. Dies sollte klar und ehrlich so genannt werden.
Vernehmlassung Teilrichtplan Velo und kantonale Verordnung Veloverkehr
Auszug der Stellungnahme vom 03. August 2026
Seite 2 von 12

Bereich
Kapitel
Antrag / Bemerkung
Begründung
Parkierungsflächen des motorisierten Individualverkehrs, Flächen für den
öffentlichen Verkehr, Flächen für den Fussverkehr, Freizeitnutzungen,
Aufenthalt, Entsiegelung und Baumstandorte. Wo möglich und sinnvoll wurden
bereits bei der Überarbeitung der Veloroutennetze mögliche Zielkonflikte
berücksichtigt (vgl. Kapitel 4.1). Andernorts gilt es im Einzelfall eine
Interessenabwägung vorzunehmen. Im Rahmen der Projekterarbeitung sollen
zudem andere relevante Anliegen wie die des Naturschutzes, von
Erholungsnutzungen, der Rheinschifffahrt und des Denkmalschutzes
berücksichtigt werden.»
Strategie- und
Massnahmenbericht
2. Einleitung
Grundsatz: Die Velorouten müssen attraktiver werden, wenn das Netz
eingekürzt wird.
Wir können auch nachvollziehen, dass eine gewisse Einkürzung des Netzes
vorgesehen wird, allerdings können wir einer solchen Einkürzung nur
zustimmen, wenn dafür nahe Velorouten deutlich aufgewertet werden. Wir sind
uns bewusst, dass das Bundesamt für Strassen ASTRA im «Handbuch Planung
von Velorouten» für Velorouten innerorts eine Maschenweite von ca. 200 m bis
500 m vorschlägt. Allerdings ist diese Maschenweite aufgrund örtlicher
Gegebenheiten zu interpretieren und macht nur dann Sinn, wenn die nächste
Veloroute sehr einfach anzufahren ist. Sind Hindernisse wie Bahnlinien, Flüsse
oder auch Steigungen dazwischen, muss die Maschenweite deutlich geringer
ausfallen. Darüber hinaus müssen die Routen attraktiver sein, wenn das Netz
verdichtet wird, damit sie auch genutzt werden, wenn ein Umweg nötig ist.
Strategie- und
Massnahmenbericht
2. Einleitung
Der «Strategie- und Massnahmenbericht» enthält keinen klaren Strategiekatalog
von konkreten Massnahmen und Umsetzungsvorschlägen, insbesondere über
die Ausgestaltung und die Mindestanforderungen an die unterschiedlichen
Routenformen. Er bleibt in vielem unverbindlich. Trotz dieser grundsätzlichen
Kritik beurteilen wir es als positiv, dass die vom Bund empfohlene
Netzhierarchie und Nomenklatur weitestgehend übernommen werden. Positiv ist
weiter, dass anerkannt wird, dass Veloparkierungsanlagen und «Bike&Ride-
Anlagen» im Richtplan aufgenommen werden, sind sie doch untrennbar mit dem
Velowegnetz verbunden. Ohne sichere Parkierung erfolgt – gerade bei der
deutlich überdurchschnittlichen Velodiebstahlquote in Basel – deutlich weniger
Velonutzung. Allerdings braucht es auch für Parkierungsanlagen
gleichermassen wie für die Umsetzung des Velowegnetzes Fristen für die
Umsetzung (vgl. das vorgeschlagene Reporting zu geeigneten
Meilensteinen).
Der Mangel an Konkretheit führt zu wenig Rechtssicherheit bei der Umsetzung.
Muss schliesslich das Gericht entscheiden, ob einzelne Projekte
richtplankonform sind, führt das zu langwierigen Verfahren und Verzögerungen.
Wünschbar wären deshalb eine klare Strategie und sehr konkrete
Mindestanforderungen an die unterschiedlichen Routenformen, anhand derer
Umsetzungsprojekte geprüft werden können.
Strategie- und
Massnahmenbericht
2. Einleitung
Einführung eines reglmässigen öffentlichen Reportings von geeigneten
Meilensteinen, sprich Zielvorgabe und Umsetzungsstand. Dies kann als “Ticker”
ausgestaltet sein. Dies wird bspw. von der Verwaltung für die Umsetzung des
Wohnbauprogramms 1000+ erfolgreich praktiziert.
Positiv ist, dass ein Monitoring – wie es auch das USG BS verlangt – im Bericht
erwähnt wird. Bei diesem Monitoringbericht, der bis zur Fertigstellung des
Netzes alle drei Jahre veröffentlicht werden muss, ist es aber zwingend, dass
neben der Länge des Netzes auch die Qualität und die Einhaltung der
Standards veröffentlicht werden. Es wird aufzuzeigen sein, wie viele (Kilo)Meter
der einzelnen Routenformen bereits umgesetzt worden sind, aber auch, welche
Qualität die umgesetzten Massnahmen haben. Diese Angaben bzw. die Karte
müssen ja als Geobasisdaten auch dem Bund zur Verfügung gestellt werden
(Art. 12 Veloweggesetz) und die Daten sollten unbedingt im kantonalen
Datenportal bzw. auf MapBS laufend veröffentlicht werden.  Wir schlagen zudem
vor, auch die Nutzenden für die Qualitätskontrolle miteinzubeziehen, z. B. mit
einem System wie VelObserver.
Vernehmlassung Teilrichtplan Velo und kantonale Verordnung Veloverkehr
Auszug der Stellungnahme vom 03. August 2026
Seite 3 von 12

Bereich
Kapitel
Antrag / Bemerkung
Begründung
Strategie- und
Massnahmenbericht
St 1: Sichere und
durchgehende Velorouten
für alle Nutzendengruppen
Bei den Grundsätzen regen wir daher ein neues zweites Lemma an:
Die Veloinfrastruktur ist fehlerverzeihend zu planen, Trennelemente
und Randabschlüsse auf Velorouten sind überfahrbar, Randsteine
werden auch bei Trottoirüberfahrten so gestaltet, dass sie ohne
Schläge und Sturzgefahr überfahrbar sind.
Es fehlt der Hinweis auf fehlerverzeihende bzw. fehlertolerante Infrastruktur.
Strategie- und
Massnahmenbericht
St 1: Sichere und
durchgehende Velorouten
für alle Nutzendengruppen
Aufzählung der Quell- und Zielorte:
«Das Veloroutennetz Alltag deckt die wichtigsten Quell- und Zielorte unter
anderem für den Pendel- und Einkaufsverkehr ab. Zu den wichtigen Zielorten
gehören weiter Sportanlagen, Kultureinrichtungen, Spitäler, Veranstaltungsorte
und Bildungszentren (Universitäten, Schulen usw.). Das Veloroutennetz
gewährleistet die Anschlüsse an die Nachbarländer/-gemeinden.»
Bei der Aufzählung von wichtigen Quell- und Zielorten werden nur «Pendel- und
Einkaufsverkehr» genannt. Es fehlen wichtige weitere zentrale Quell- und
Zielorte im Bildungs- und Freizeitbereich.
Strategie- und
Massnahmenbericht
St 1: Sichere und
durchgehende Velorouten
für alle Nutzendengruppen
Entflechtung statt Tempo 30. Die SP bevorzugt folgende Führungsformen:
1. Ebenerdige Zweirichtungsradwege, optimal mit leicht passierbarer
baulicher Abgrenzung zur Autofahrbahn.
2. Einrichtungsradwege in beide Richtungen. Wo
Zweirichtungsradwege nicht möglich oder nicht sinnvoll sind, ist der
baulich leicht abgetrennte Radweg für Velofahrende die sicherste
Führungsform.
3. Einrichtungsvelostreifen in beide Richtungen. Sie sind eine
Alternative zu Zweirichtungsradwegen und sollen dort zum Einsatz
kommen, wo Zweirichtungsradwege nicht gestaltbar sind, resp. es
sinnvoller ist, auf beiden Strassenseiten Radwege oder Radstreifen
anzubieten.
4. Velostreifen nur auf einer Strassenseite. Sie sind geeignet für
schmale Strassen mit Einbahnverkehr.
Die SP bevorzugt eine konsequente Entflechtung mit klar signalisierten
Radspuren in eine oder zwei Richtungen. Tempo 30-Zonen mit beidseitiger
Parkierung sind für die SP keine sichere Veloführung.
Strategie- und
Massnahmenbericht
St 1: Sichere und
durchgehende Velorouten
für alle Nutzendengruppen
Anträge:
Wir verlangen, dass im Kapitel «Konzept» die wesentlichsten
konzeptuellen und planerischen Vorgaben an die Routen (Strecken
und Knoten) festgehalten werden.
Das Tempo für den motorisierten Individualverkehr ist auf kantonalen
Velorouten überall dort zu beschränken, wo es keine abgetrennten
Radwege hat.
Auf Velostrassen ist die Durchfahrt für den motorisierten
Individualverkehr  zu beschränken, damit diese nicht – wie aktuell
beispielsweise in der Sperrstrasse oder im Bernerring – die Velostrasse
als «Autovorzugsstrasse» missbraucht.
Roteinfärbung als intuitive Markierung wo immer möglich, insbeondere
Kreuzungen sind zu priorisieren.
Richtigerweise wird darauf hingewiesen, dass 40 km Velovorzugsrouten
innerhalb von 10 Jahren (ab 2026) umgesetzt sein müssen (S. 4). Im gesamten
Text fehlt aber eine Umschreibung, wie die Velorouten konkret ausgestaltet
werden sollen. Es erfolgt einzig ein eher nebensächlicher Verweis auf die
Standards Fuss- und Veloweginfrastruktur des Kantons Basel-Stadt (S. 6
Monitoring und Controlling). Allerdings sind in der aktuellen Version dieser
Standards Vorzugsrouten bei den Anforderungen an die Projektierung kaum
erwähnt.
Vernehmlassung Teilrichtplan Velo und kantonale Verordnung Veloverkehr
Auszug der Stellungnahme vom 03. August 2026
Seite 4 von 12

Bereich
Kapitel
Antrag / Bemerkung
Begründung
Strategie- und
Massnahmenbericht
St 2: Ausreichende Anzahl
an guten
Veloabstellplätzen
Die SP fordert, dass mehr Veloabstellmöglichkeiten auf Allmend geschaffen
werden. Dazu gehören Velostationen, Veloständer mit Abschliessmöglichkeiten,
Parkings, etc.
Um den Veloverkehr zu fördern braucht es ausreichend und sichere
Abstellmöglichkeiten.
Strategie- und
Massnahmenbericht
St 3: Betrieb und Unterhalt
Baustellen:
«Bei Baustellen im öffentlichen Raum wird die Velodurchfahrt ermöglicht. Falls
eine Umleitung notwendig ist, muss diese sicher und so direkt wie möglich sein,
die Führung ist mit eigenen Wegweisern zu signalisieren. Bei Schiebestrecken
sind jeweils deren Längen anzugeben.»
Heute ist die Umleitung nicht immer garantiert. Aktuelles Beispiel: Lyss. Zum
besseren Verständnis vor Ort sollte die Länge der Schiebestrecke angegeben
werden.
Strategie- und
Massnahmenbericht
St 4: Serviceangebote und
Öffentlichkeitsarbeit
Mehr öffentliche Zählstellen und Aktionen für die breite Bevölkerung. Besondere
Angebote für Schulen.
Öffentliche Zählstellen teilweise mit sofortiger Nutzungsanzeige sollen
Basis für die Auswertung der Velonutzung sein und zu vermehrter
Velonutzung motivieren.
Mit speziellen Aktionen, Veranstaltungen und Kursen sollen Kinder und
Jugendliche lernen, sicher velozufahren und sie sollen zu einer
umweltgerechten Mobilität motiviert werden. Besondere Angebote
richten sich an Schulen.
Strategie- und
Massnahmenbericht
4.1 Veloroutennetz Alltag
Aufnahme von Velorouten durch die Innenstadt und entlang von Tramachsen.
Viele Menschen nutzen die Innenstadt auch als Durchfahrtsroute.
Gemäss Praxishilfe Velonetzplanung des ASTRA müssen alle für den
Veloverke