Freistaat Bayern präsentiert MiD 2023 Ergebnisse in Bayern; regionale Unterschiede nach Regierungsbezirken in Bayern

eine Studie des: durchgeführt von: in Kooperation mit: Mobilität in Deutschland Überblicksvortrag Freistaat Bayern Ausgewählte Ergebnisse Informationsveranstaltung am 21.07.2026 in München Informationsveranstaltung am 28.07.2026 in Fürth

Modul I: 14:15 bis 15:00 −Überblick und Methode: wie die MiD funktioniert und interessante Deutschland-Werte −Verkehrsmittelverfügbarkeit und übliche Nutzung: Ausstattung der Haushalte und Nutzungsgruppen Modul II: 15:30 Uhr bis 16:55 −Ergebnisse der Wegeerfassung: Unterwegssein, Modal Split, Verkehrsaufkommen und -leistung −Verkehrsmittel-Nutzungsmuster und Nutzungssegmente −Blick auf den ÖPNV in Bayern −Neue Trends und spezifische Bevölkerungsgruppen: Homeoffice, Online-Aktivitäten, Handicaps und Mobilitätsarmut −Träger der erhofften Veränderung: E-Autos, Deutschlandticket, Radverkehr und Carsharing −Ergebnistelegramm Was Sie erwartet: einige Abschnitte zum Eintauchen in die (regionale) MiD 2023 in Bayern Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 2

eine Studie des: durchgeführt von: in Kooperation mit: Überblick und Methode: wie die MiD funktioniert

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 4 Stichprobe und Erhebungsumfang Datengrundlagen der aktuellen MiD Registerstichprobe aus über 1.000 Gemeinden plus ein kleiner Teil Dual Frame telefonisch Befragungsmethoden: −bis 9 Jahre: nur Stellvertreterinterviews durch Erwachsene (ab 14 Jahren) möglich −ab 10 Jahre: Direkte Interviews oder Stellvertreterinterviews möglich −Eingesetzte Verfahren: Telefonische Interviews, Papierfragebogen, Online-Erhebung Basis der Daten für Bayern: −Daten der Basisstichprobe des Bundes (bundesweit rund 40.000 Haushalte) −Aufstockung des Landes Bayern (n = 20.000 Haushalte) −weitere regionale Aufstockungen durch die Städte München, Ingolstadt, Fürstenfeldbruck, Fürth, Stein und Landkreise Fürth, Lindau sowie den MVV (in der Summe weitere n = 9.000 Haushalte) 218.101 420.979 1.087.393 39.431 78.146 202.471 befragte Haushalte befragte Personen berichtete Wege Anzahl der Interviews einschließlich aller regionalen Aufstockungen Deutschland Bayern

5 Übersicht der Fragebogeninhalte der Mobilität in Deutschland 2023 Basisfragen und ausgewählte Module Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse HAUSHALTE PERSONEN Autos Stichtag Wege −Haushaltstyp und -größe −Miete oder Eigentum −Alter und Geschlecht der Personen −Haushaltseinkommen −Verkehrsmittelausstattung −Anzahl Pkw-Führerscheine −Carsharing-Mitgliedschaft −Hersteller und Modell −Antriebsart −Baujahr −Jahresfahrleistung M5: Fahrzeugmerkmale und Fahrzeugbesitz −Alter und Geschlecht −Erwerbstätigkeit −Führerscheinbesitz −Neben- und Zweitwohnsitz −Ticketnutzung im ÖPNV −Verkehrsmittelverfügbarkeit −Carsharing-Mitgliedschaft −übliche Verkehrsmittelnutzung −Mobilitätseinschränkungen −soziodemografische Merkmale −Mobilitätsverhalten −Merkmale Stichtag −Pkw-Verfügbarkeit −Wetter −Start- und Ankunftszeit −Zweck −genutzte Verkehrsmittel −Begleitung −Start- und Zielort −Entfernung −regelmäßige berufliche Wege M1: zusätzliche persönliche

Mobilitätsmerkmale M2: Nahmobilität und Radverkehr M4: Zufriedenheit und Einstellungen M7: Homeoffice bzw. berufsbedingte Mobilität M10: Mobilitätsteilhabe M11: ÖPNV M6: Übernachtungsreisen M9: Tagesreisen M8: Etappen Basisfragen an alle Fragen-Module (M1–M11) an Auswahl von Befragten M3: Infrastruktur und digitale Versorgung

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse Regierungsbezirke und Kreistypen regionale Differenzierungen in Bayern Kreistypen kreisfreie Großstadt (ab 100 Tsd. EW) städtischer Kreis (EW-Dichte ab 150/m2) ländlicher Kreis mit Verdichtungsansätzen (EW-Dichte ab 100/m2) dünn besiedelter ländlicher Kreis (EW-Dichte unter 100/m2) Oberfranken Unterfranken Mittelfranken Oberpfalz Niederbayern Oberbayern Schwaben Regierungsbezirke 6 siedlungsstruktureller Kreistyp nach Bundes- institut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

eine Studie des: durchgeführt von: in Kooperation mit: Zunächst über Bayern hinaus: ein Blick auf interessante Deutschland-Werte

100 75 50 25 0 0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51 54 57 60 63 66 69 72 75 78 81 84 87 90 Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 8 Ein Blick, den nur die MiD gestattet – bundesweit: auf den Alltagswegen genutzte Verkehrsmittel nach unseren Lebensphasen vor der Schule Grund- schule Schule Ausbildung Berufstätigkeit / Familienphase Ruhestand Alter in Jahren ÖV MIV-Fahrt E-Bike zu Fuß Fahrrad MIV-Mitfahrt Wege; Deutschland Angaben in Prozent

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 9 Wie es sich in den Generationen verändert – Beispiel Autoverfügbarkeit: in jeder Welle mit verbessertem Zugang zum Auto Personen ab 14 Jahren; Deutschland Angaben in Prozent; Linienverläufe geglättet 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 2002 2008 2017 Anteile Pkw jederzeit verfügbar Lebensalter 2023 100 60 90 80 50 40 30 20 70 10

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 10 Wie es sich in den Generationen verändert – Beispiel tägliche Autonutzung: mit jedem MiD-Jahrgang in den jüngeren und mittleren Altersgruppen rückläufig Personen ab 14 Jahren; Deutschland Angaben in Prozent; Linienverläufe geglättet 18 23 28 33 38 43 48 53 58 63 68 73 78 83 88 2002 2008 2017 Anteile Autonutzung täglich 2023 Lebensalter 0 60 90 80 50 40 30 20 70 10

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 11 Was das Ergebnis für Deutschland (und Bayern) zeigt – und wie es weitergehen könnte? Bessere Infrastruktur erforderlich, nicht nur bei Handicaps! Basisqualität und Sicherheit erhöhen, Netze und Abstell- möglichkeiten schaffen! Nicht gegen, sondern mit dem Auto zu weniger Auto: kleiner, elektrischer und nicht mehr alternativlos? Angebot ausbauen und Qualität im Bestand verbessern. Verkehrswende oder nicht? Welche Mittel wo und wofür? Fußwege Radverkehr MIV ÖV GESAMT TREND deutliches Plus, aber das Niveau gab es schon 2008… nur lokal moderates Plus, v. a. bei Personen- Kilometern, (in Bayern in Summe unverändert) leichtes Minus, vor allem bei den Wegen im aktuellen Trend leicht steigend, (ÖV in Bayern jedoch stagnierend bei Wegen, und sinkend bei den Personen- Kilometern) langsame Veränderung mehr Aktivität gefordert, wenn es schneller gehen soll WAS TUN?

eine Studie des: durchgeführt von: in Kooperation mit: Verkehrsmittelverfügbarkeit – Bayern: Ausstattung der Haushalte und Nutzung auf Personenebene

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 13 Auto- und Fahrradbesitz in den Haushalten - Bayern: die Pkw-Flotte wächst, Fahrräder erneuern sich eher Haushalte (Bayern) Angaben in Prozent von 100 Prozent abweichend: Rundungs- differenzen bzw. weiß nicht, keine Angabe, nicht zuzuordnen ökonomischer Status aus gruppiertem Pro-Kopf-Äquivalenzeinkommen drei Autos und mehr ein Auto zwei Autos kein Auto Autobesitz nach ökonomischem Status des Haushalts 2023 2017 sehr niedrig sehr hoch niedrig mittel hoch 5 6 4 7 12 22 27 6 12 18 35 48 55 52 47 67 65 47 34 19 15 46 20 14 11 6 81 79 62 70 74 85 94 Besitz von Fahr- rädern/E-Bikes

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse Haushalte Angaben in Prozent bzw. Mittelwerte, von 100 Prozent abweichend: Rundungsdifferenzen bzw. weiß nicht, keine Angabe, nicht zuzuordnen siedlungsstruktureller Kreistyp nach Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Autobesitz in den Haushalten im regionalen Vergleich Mehrfachbesitz keine Seltenheit, insbesondere in ländlichen Regionen 20 15 32 11 9 9 52 52 53 52 51 53 24 27 13 30 33 31 4 6 6 7 7 1,1 1,3 0,9 1,3 1,4 1,4 Deutschland Bayern kreisfreie Großstadt städtischer Kreis ländlicher Kreis mit Verdichtungs- ansätzen dünn besiedelter ländlicher Kreis kein Auto 1 Auto 2 Autos 3 Autos und mehr Mittelwert 14

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 15 Personen ab 16 Jahren, Bayern ökonomischer Status aus gruppiertem Pro-Kopf-Äquivalenzeinkommen Pkw-Führerschein-Besitz und -Erwerbsalter nahezu eine Vollausstattung in einigen Personengruppen erreicht Führerscheinbesitz (ja-Anteile) Alter bei Führerscheinerwerb % Mittelwert GESAMT 91 20 GESCHLECHT Männer 93 19 Frauen 89 20 ALTER 16-17 Jahre 12 17 18-29 Jahre 86 18 30-39 Jahre 95 19 40-49 Jahre 96 19 50-64 Jahre 96 19 65-74 Jahre 94 20 75 und älter 84 23 ÖKONOMISCHER STATUS sehr niedrig 77 21 niedrig 88 21 mittel 91 20 hoch 93 19 sehr hoch 94 19 Auch im hohen Alter ab 80 Jahren liegt die Besitzquote bei den Bayern über der 90-Prozent-Marke, bei den Bayerinnen bei 69 Prozent. Bundesweit verfügen 87 Prozent über einen Pkw-Führerschein. Die Befragten sind beim Erwerb der Fahrerlaubnis durchschnittlich 21 Jahre alt. In Bayern besitzen somit anteilig mehr Personen einen Führerschein und sind im Schnitt bei dessen Erwerb ein Jahr jünger.

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse in den privaten Haushalten verfügbare Autos Angaben in Prozent, Bayern von 100 Prozent abweichend: Rundungsdifferenzen bzw. weiß nicht, keine Angabe, nicht zuzuordnen oder anderes Pkw-Bestand nach Fahrzeugsegment, Antriebsart und Art der Zulassung Firmenwagen als Treiber der Elektromobilität? Antriebsart 59 32 2 2 4 1 Benzin Diesel Hybrid ohne Ladeanschluss am Fahrzeug Plug-in-Hybrid, mit Ladeanschluss am Fahrzeug rein elektrisch Gas Fahrzeugsegment 27 30 36 6 91 9 Art der Zulassung Privatwagen Firmenwagen klein kompakt mittel groß 16 Die absolute Mehrheit der benzin- (96 Prozent) und der diesel- betriebenen Fahrzeuge (88 Prozent) ist als Privatwagen zugelassen. Bei den rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen trifft dies auf 73 Prozent zu und bei den Plug-in-Hybriden auf 55 Prozent: Elektroautos sind häufig als Firmenwagen zugelassen.

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse 17 Personen ohne Autobesitz, wirklich autofrei? – Bayern mehrheitlich Alternativen zum Haushalts-Pkw vorhanden, Familien-Carsharing … Personen ab 18 Jahren, Bayern teilweise Mehrfachnennungen Auto im Haushalt der befragten Person? der befragten Personen ab 18 haben kein Auto im Haushalt – doch 14 Prozent aus dieser Gruppe geben eine jederzeitige Autoverfügbarkeit an, weitere 46 Prozent „gelegentlich“, zusammen also 60 Prozent. Dazu zählen nur 20 Prozent, die eine Carsharing-Mitgliedschaft angeben (bis zu 30 Prozent im Segment der etwa 30-Jährigen). Ein großer Teil der „autolosen“ Personen ist somit gar nicht so „autolos“ – und verfügt vermutlich (mit) über ein Auto aus dem Familien- oder Freundeskreis. 10 % Auto verfügbar? 5 % verbleiben in der Kombination dieser Angaben, die weder über ein Auto im Haushalt noch einen anderweitigen Autozugang berichten – unabhängig von einem eigenen Führerschein. In den Metropolen liegt der Anteil doppelt so hoch, bei Führerscheininhabern halb so hoch und an den Altersrändern jeweils etwas höher.

Überblicksvortrag Freistaat Bayern | Zentrale Ergebnisse Haushalte ohne Pkw-Besitz, Bayern Angaben in Prozent, Mehrfachnennung Gründe für Pkw-Nicht-Besitz für rund jeden dritten Haushalt sind auch finanzielle Gründe ausschlaggebend kein Auto benötigt bewusster Verzicht oder möchte mir kein Auto leisten kann mir Anschaffung oder Unterhalt nicht leisten gesundheitliche Gründe, Altersgründe kein Stellplatz verfügbar Stellplatz zu teuer Anwohnerparkausweis zu teuer andere Gründe 55 52 31 16 11 6 3 14 18 Finanzielle Gründe sind für mehr als jeden zweiten Haushalt mit sehr niedrigem ökonomischem Status ein Verzichtsgrund (54 Prozent). Mit steigendem Status steigt auch der Anteil der Haushalte, die bewusst auf ein Auto verzichten. Carsharing-Haushalte ohne Privatfahr- zeug geben häufiger an, kein eigenes Auto zu benötigen (65 Prozent) oder bewusst darauf zu verzichten (73 Prozent), als Haushalte ohne Mitglied- schaft und ohne Privatfahrzeug (51 und 44 Prozent).

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