Bund revidiert RPG und RPG2 in der Schweiz; Außenbau max. 2% gegenüber September 2023.

Siedlung und Landschaft

Veröffentlicht am 4. August 2026

Der Schutz der Landschaft ist eine zentrale Aufgabe der schweizerischen Raumentwicklungspolitik. Entsprechend fördert der Bund die Siedlungsentwicklung nach innen. Elementare Werkzeuge hierfür sind der Raumplanungsartikel der Bundesverfassung, das Zweitwohnungsgesetz, das Raumplanungsgesetz und die Raumplanungsverordnung.

Das Raumplanungsgesetz bezweckt, die Siedlungsentwicklung kompakt zu gestalten und so die Landschaft zu schonen.

Durch die Siedlungsentwicklung nach innen kann nachhaltig und wirtschaftlich Wohnraum geschaffen werden.

Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen mit einigen Ausnahmen keine weiteren Zweitwohnungen mehr bewilligen.

Um den Landverbrauch zu bremsen, wurde das Raumplanungsgesetz (RPG) revidiert. Das revidierte Gesetz ist seit 2014 in Kraft und bezweckt, dass zu grosse Bauzonen verkleinert und bestehende Baulandreserven besser genutzt werden. So soll eine kompaktere Siedlungsentwicklung garantiert, die Landschaft geschont, und die Schweiz als attraktiver Wohn- und Arbeitsort erhalten werden.

Die zweite Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG2) stellt den indirekten Gegenvorschlag zur mittlerweile zurückgezogenen Landschaftsinitiative dar. Das revidierte Raumplanungsrecht tritt 2026 gestaffelt in Kraft und bezweckt, das Bauen ausserhalb von Bauzonen zu bremsen. Konkret soll die Zahl der Gebäude und die versiegelte Fläche ausserhalb von Bauzonen im Vergleich zu September 2023 um maximal zwei Prozent steigen.

Zudem fördert das Raumplanungsgesetz die Verdichtung. Dessen Teilrevision (RPG 1) vom 1. Mai 2014 hatte zum Ziel, die Zersiedelung zu stoppen, um den Verlust von landwirtschaftlichen Flächen und Naturlandschaften einzudämmen. Seit der Teilrevision vor zehn Jahren haben drei Viertel der Schweizer Gemeinden ihre Nutzungspläne angepasst oder sind dabei, sie anzupassen. Sie legten damit die Grundlage für die Innenentwicklung.

Revision Raumplanungsgesetz - 2. Etappe (RPG 2) und Landschaftsinitiative (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Bei der Schaffung neuen Wohnraums setzt die Schweiz in Einklang mit dem Raumplanungsgesetz nicht auf die Freigabe neuer Bauzonen, sondern auf Verdichtung. Die damit verbundene Entwicklung nach innen ist zwar anspruchsvoller als das Bauen auf freien Flächen. Langfristig ist sie aber nachhaltiger und wirtschaftlicher und verhindert übermässige Zersiedelung.

Mit dem Aktionsplan Wohnungsknappheit des Bundesamts für Wohnungswesen BWO soll zudem das Angebot von qualitativ hochwertigem, preisgünstigem und bedarfsgerechtem Wohnraum gefördert werden. Eine der im Aktionsplan erarbeiteten Massnahmen ist die für das UVEK besonders relevante Beschleunigung von Baubewilligungen.

Aktionsplan Wohnungsknappheit (Website des Bundesamts für Wohnungswesen BWO)

Wohnungsknappheit (Website des Bundsamts für Raumentwicklung ARE)

Seit 2016 darf der Anteil an Zweitwohnungen in einer Gemeinde höchstens 20 Prozent betragen. Dies forderte die Initiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!», die 2012 angenommen wurde.

In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen somit keine neuen Zweitwohnungen mehr bewilligt werden. Zulässig bleibt die Erstellung von Wohnungen, die von Personen bewohnt werden, die ihren Erstwohnsitz in der betreffenden Gemeinde haben. Weiter ist der Bau von Wohnungen möglich, die Erstwohnungen gleichgestellt sind, wie beispielsweise solche zu Ausbildungs- oder Erwerbszwecken. Ausserdem dürfen auch Wohnungen, die touristisch bewirtschaftet werden, neu gebaut werden.

Zweitwohnungen (Website des Bundsamts für Raumentwicklung ARE)

Die Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet ist einer der fundamentalen Grundsätze der Raumplanung in der Schweiz. Dies bewirkt unter anderem tiefe Bodenpreise für Landwirtschaftsland und erleichtert damit der Landwirtschaft, kostendeckend zu produzieren. Diese Trennung trägt zum Erhalt einer attraktiven Landschaft mit hohem Erholungswert bei.

Bauen ausserhalb der Bauzonen (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Mit dem Projekt «Verkehr ’45» sollen die Kapazitäten auf der Schiene erhöht, Engpässe auf der Nationalstrasse reduziert und Verkehrsprojekte in Agglomerationen gefördert werden.

Links Interne Links Abstimmungsdossier Zersiedelungsinitiative (10.02.2019) Abstimmung über die Änderung des Raumplanungsgesetzes (03.03.2013) Abstimmungsdossier Zweitwohnungsinitiative (11.03.2012) Jahresziele, Legislaturplanung, Strategien: Überblick über alle UVEK-Themen Externe Links Bauzonenstatistik Schweiz (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE) Revision Raumplanungsgesetz RPG (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE) Bauzonen Schweiz (Website von Swisstopo) Viewer «Zeitreise» (Website von Swisstopo) Landschaft (Website des Bundesamts für Umwelt BAFU) Zweitwohnungen (Website des Bundsamts für Raumentwicklung ARE) Aktionsplan Wohnungsknappheit (Website des Bundesamts für Wohnungswesen BWO) Wohnungsknappheit (Website des Bundsamts für Raumentwicklung ARE) Bauen ausserhalb der Bauzonen (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE) Parlament Vorstösse Raumplanungsgesetz Vorstösse Zweitwohnungen Zweitwohnungen. Bundesgesetz Parlamentarische Initiative: Parlament lockert die Zweitwohnungsbeschränkungen Rechtsgrundlagen Artikel 75 der Bundesverfassung: Raumplanung Raumplanungsgesetz (RPG) Raumplanungsverordnung (RPV) Überblick gesetzliche Grundlagen Raumplanung (Website des Bundesamts für Raumplanung ARE) Bedingter Rückzug der Landschaftsinitiative Beratung der Landschaftsinitiative im Parlament (Website des Parlaments) Rückzug der Landschaftsinitiative (Bundesblatt)

Abstimmung über die Änderung des Raumplanungsgesetzes (03.03.2013)

Jahresziele, Legislaturplanung, Strategien: Überblick über alle UVEK-Themen

Bauzonenstatistik Schweiz (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Revision Raumplanungsgesetz RPG (Website des Bundesamts für Raumentwicklung ARE)

Bauzonen Schweiz (Website von Swisstopo)

Viewer «Zeitreise» (Website von Swisstopo)

Landschaft (Website des Bundesamts für Umwelt BAFU)

Parlamentarische Initiative: Parlament lockert die Zweitwohnungsbeschränkungen

Artikel 75 der Bundesverfassung: Raumplanung

Überblick gesetzliche Grundlagen Raumplanung (Website des Bundesamts für Raumplanung ARE)

Beratung der Landschaftsinitiative im Parlament (Website des Parlaments)

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Was besagt das Schweizer Zweitwohnungsgesetz?

Die 2012 angenommene Zweitwohnungsinitiative verlangt, dass der Anteil an Zweitwohnungen in einer Gemeinde höchstens zwanzig Prozent betragen darf. Das entsprechende Gesetz ist 2016 in Kraft getreten. In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen seither – mit einigen Ausnahmen – keine neuen Zweitwohnungen mehr bewilligt werden.

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