Japan und USA kaufen Yen am Devisenmarkt; erste bilaterale Intervention seit Jahrzehnten

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Devisentelegramm

Die Ausarbeitung informiert über allgemein bekannte Sachverhalte. Die Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers und ersetzen nicht eine individuelle und anlagegerechte Beratung. Bei der Ausarbeitung und Erhebung der Daten ist die größtmögliche Sorgfalt verwendet worden. Die getroffenen Aussagen basieren auf Beurteilung / Einschätzung der Daten zum Zeitpunkt der Erstellung. Herausgeber: Hamburger Sparkasse, Treasury / Devisenhandel.

04.08.2026 08:15 Aktuelle Kurse

(nicht handelbar) Geld Brief Geld Brief Geld Brief EUR / USD 1,1508 1,1508 EUR / AUD 1,6401 1,6402 EUR / HUF 363,63 363,84 EUR / GBP 0,8570 0,8571 EUR / NZD 1,9616 1,9619 EUR / CNH 7,7706 7,7712 EUR / CHF 0,9323 0,9324 EUR / HKD 9,0253 9,0261 GBP / USD 1,3427 1,3428 EUR / JPY 181,44 181,45 EUR / SGD 1,4765 1,4766 USD / CHF 0,8101 0,8102 EUR / CAD 1,6181 1,6182 EUR / TRY 54,7413 54,7576 USD / JPY 157,66 157,67 EUR / SEK 11,0003 11,0030 EUR / THB 38,4422 38,4654 USD / CAD 1,6181 1,4062 EUR / NOK 10,9715 10,9741 EUR / CZK 24,2010 24,2080 AUD / USD 0,7016 0,7017 EUR / DKK

7,4752

7,4755 EUR / PLN

4,3109

4,3118 NZD / USD

0,5866

0,5867 $-Handelsranges: High Low Last

Frankfurt 1,1558-60 1,1505-07 1,1505-07 Für den Abschluss von New York 1,1533-35 1,1500-02 1,1508-10 Devisengeschäften wählen Sie Tokio 1,1513-15 1,1502-04 bitte +49 40 3578-97430 Alle Kurse sind freibleibend. - Quelle: Bloomberg

Guten Morgen! Der Devisenmarkt ist mit einer koordinierten Intervention Japans und der USA in die Woche gestartet. Bereits am Frei- tag hatte die Bank of Japan am Devisenmarkt eingegriffen, um den stark unter Druck geratenen Yen zu stützen. Am Montag bestätigte die japanische Regierung dann, dass Tokio und Washington gemeinsam Yen gekauft haben, um den Wertverfall der japanischen Währung zu bremsen. Der Yen hatte zuvor gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren nachgegeben. Im Zuge der Interventionen verlor der Dollar gegenüber mehre- ren Währungen an Boden, wovon auch der Euro profitierte. Die Gemeinschaftswährung stieg zeitweise auf 1,1560 USD und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte Juni, bevor ein Teil der Gewinne wieder abgegeben wurde. Die seit Jahrzehnten erstmalige bilaterale Devisenmarktinterventionen zwischen Tokio und Washington sorgte für besondere Aufmerksamkeit. Japans Finanzminister Satsuki Katayama bestätigte, dass beide Länder Yen gekauft hätten, um die Abwärtsbewegung der japanischen Währung einzudämmen. Zwar stützt eine schwache Währung die Exportwirtschaft, gleichzeitig verteuert sie jedoch Importe und belastet die Kaufkraft der Verbraucher. US-Präsident Trump bezeichnete den gemeinsamen Eingriff als Ausdruck der engen Beziehungen zwischen beiden Ländern und sprach von einem Schritt, der auch der Weltwirtschaft zugutekomme. Vergleichbare koordinierte Maßnahmen hatten die G7-Staaten zu- letzt 2011 nach der Fukushima-Katastrophe zugunsten des Yen umgesetzt. Allerdings liegt die Unterstützung der USA besonders im amerikanischen Interesse. Das Risiko, dass Japan einen Teil ihrer hohen US-Staatsanleihen verkaufen könnten, um mit den Dollarerlösen Yen zu kaufen, war zu groß. Japan hat bereits China als größten Gläubiger der Vereinigten Staaten abgelöst und hält US-Staatspapiere im Volumen von 1,15 Billionen Dollar. Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland: Die Umsätze im Einzelhandel gingen im Juni um 1,1 Prozent gegen- über dem Vormonat zurück und damit deutlich stärker als von Analysten erwartet. Besonders schwach entwickelt sich der Lebensmittelhandel. Die Daten gelten als wichtiger Indikator für den privaten Konsum, der rund ein Viertel der deutschen Wirtschaftsleistung ausmacht. Die Stimmung in der US-Industrie hat sich hingegen unerwartet deutlich auf- gehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 2,3 Punkte auf 55,6 Zähler, wie das Institut for Supply Management (ISM) gestern mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 53,9 Punkten gerechnet. Der ISM-Index bleibt damit klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.

EURUSD startet bei 1,1505 USD. Wir blicken weiter auf einen Widerstand bei 1,1550 USD. Südwärts gerichtete Kurse treffen bei 1,1480 USD auf eine erste Unterstützung. EURGBP befindet sich bei 0,8580 GBP. Die Unterstützung bei 0,8460 GBP bleibt intakt, genau wie die Hürde an der 0,8690er-Marke. EURCHF beginnt über der 0,93er-Marke und verbleibt somit weiterhin im bekannten Korridor zwischen 0,9250 CHF und 0,9395 CHF. EURJPY hat nach starken Abgaben bei 180,60 JPY einen Halt gefunden. Weiter nachlassende Notierungen könnten Halt um 180,00 JPY finden, wohingegen um 182,20 JPY ein Widerstand lauern könnte.

Heutige Daten

Quelle: Bloomberg Zeit Land Ereignis Zeitraum Konsens Vorperiode 14:30 US Handelsbilanzsaldo, Mrd. $ Juni -73,0 -77,6