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title: "Japan und USA kaufen Yen am Devisenmarkt; erste bilaterale Intervention seit Jahrzehnten"
sdDatePublished: "2026-08-05T07:10:00Z"
source: "https://www.haspa.de/content/dam/myif/haspa/work/dokumente/pdf/haspa/Devisentelegramm/2026/08-august/devisentelegramm-04082026.pdf?n=true"
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  - name: "economy, business and finance"
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  - name: "economy"
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  - "China"
  - "Japan"
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Japan und USA kaufen Yen am Devisenmarkt; erste bilaterale Intervention seit Jahrzehnten

Microsoft Word - aktuelles-devisentelegramm.docx

Devisentelegramm

Die Ausarbeitung informiert über allgemein bekannte Sachverhalte. Die Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers und
ersetzen nicht eine individuelle und anlagegerechte Beratung. Bei der Ausarbeitung und Erhebung der Daten ist die größtmögliche Sorgfalt verwendet
worden. Die getroffenen Aussagen basieren auf Beurteilung / Einschätzung der Daten zum Zeitpunkt der Erstellung.
Herausgeber: Hamburger Sparkasse, Treasury / Devisenhandel.

04.08.2026
08:15
Aktuelle Kurse

(nicht handelbar)
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Geld
Brief
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Frankfurt
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1,1505-07
1,1505-07
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New York
1,1533-35
1,1500-02
1,1508-10
 Devisengeschäften wählen Sie
Tokio
 1,1513-15
1,1502-04
 bitte +49 40 3578-97430
Alle Kurse sind freibleibend. - Quelle: Bloomberg

Guten Morgen!
Der Devisenmarkt ist mit einer koordinierten Intervention Japans und der USA in die Woche gestartet. Bereits am Frei-
tag hatte die Bank of Japan am Devisenmarkt eingegriffen, um den stark unter Druck geratenen Yen zu stützen. Am
Montag bestätigte die japanische Regierung dann, dass Tokio und Washington gemeinsam Yen gekauft haben, um
den Wertverfall der japanischen Währung zu bremsen. Der Yen hatte zuvor gegenüber dem US-Dollar auf den
schwächsten Stand seit rund 40 Jahren nachgegeben. Im Zuge der Interventionen verlor der Dollar gegenüber mehre-
ren Währungen an Boden, wovon auch der Euro profitierte. Die Gemeinschaftswährung stieg zeitweise auf 1,1560 USD
und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte Juni, bevor ein Teil der Gewinne wieder abgegeben wurde. Die seit
Jahrzehnten erstmalige bilaterale Devisenmarktinterventionen zwischen Tokio und Washington sorgte für besondere
Aufmerksamkeit. Japans Finanzminister Satsuki Katayama bestätigte, dass beide Länder Yen gekauft hätten, um die
Abwärtsbewegung der japanischen Währung einzudämmen. Zwar stützt eine schwache Währung die Exportwirtschaft,
gleichzeitig verteuert sie jedoch Importe und belastet die Kaufkraft der Verbraucher. US-Präsident Trump bezeichnete
den gemeinsamen Eingriff als Ausdruck der engen Beziehungen zwischen beiden Ländern und sprach von einem
Schritt, der auch der Weltwirtschaft zugutekomme. Vergleichbare koordinierte Maßnahmen hatten die G7-Staaten zu-
letzt 2011 nach der Fukushima-Katastrophe zugunsten des Yen umgesetzt. Allerdings liegt die Unterstützung der USA
besonders im amerikanischen Interesse. Das Risiko, dass Japan einen Teil ihrer hohen US-Staatsanleihen verkaufen
könnten, um mit den Dollarerlösen Yen zu kaufen, war zu groß. Japan hat bereits China als größten Gläubiger der
Vereinigten Staaten abgelöst und hält US-Staatspapiere im Volumen von 1,15 Billionen Dollar.
Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland: Die Umsätze im Einzelhandel gingen im Juni um 1,1 Prozent gegen-
über dem Vormonat zurück und damit deutlich stärker als von Analysten erwartet. Besonders schwach entwickelt sich
der Lebensmittelhandel. Die Daten gelten als wichtiger Indikator für den privaten Konsum, der rund ein Viertel der
deutschen Wirtschaftsleistung ausmacht. Die Stimmung in der US-Industrie hat sich hingegen unerwartet deutlich auf-
gehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 2,3 Punkte auf 55,6 Zähler, wie das Institut for Supply Management
(ISM) gestern mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 53,9 Punkten gerechnet. Der ISM-Index bleibt
damit klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.

EURUSD startet bei 1,1505 USD. Wir blicken weiter auf einen Widerstand bei 1,1550 USD. Südwärts gerichtete Kurse
treffen bei 1,1480 USD auf eine erste Unterstützung.
EURGBP befindet sich bei 0,8580 GBP. Die Unterstützung bei 0,8460 GBP bleibt intakt, genau wie die Hürde an der
0,8690er-Marke.
EURCHF beginnt über der 0,93er-Marke und verbleibt somit weiterhin im bekannten Korridor zwischen 0,9250 CHF
und 0,9395 CHF.
EURJPY hat nach starken Abgaben bei 180,60 JPY einen Halt gefunden. Weiter nachlassende Notierungen könnten
Halt um 180,00 JPY finden, wohingegen um 182,20 JPY ein Widerstand lauern könnte.

Heutige Daten

Quelle: Bloomberg
Zeit
Land
Ereignis
 Zeitraum Konsens Vorperiode
14:30
US
Handelsbilanzsaldo, Mrd. $
 Juni
-73,0
-77,6