---
title: "Lars Klingbeil plant Steuerreform für Kryptowährungen in Deutschland; Kryptogewinne künftig wie Aktien besteuert"
sdDatePublished: "2026-08-05T06:11:00Z"
source: "https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/bitcoin-wie-aktien-besteuern_168_693186.html"
topics:
  - name: "currency"
    identifier: "medtop:20000355"
  - name: "taxation policy"
    identifier: "medtop:20000620"
  - name: "personal finance and investment"
    identifier: "medtop:20000287"
  - name: "cryptocurrency"
    identifier: "medtop:20001279"
  - name: "stock activity"
    identifier: "medtop:20000186"
locations:
  - "Germany"
---


Lars Klingbeil plant Steuerreform für Kryptowährungen in Deutschland; Kryptogewinne künftig wie Aktien besteuert

Bitcoin wie Aktien besteuern | Steuern | Haufe

Sonderausgabenabzug bei Vermögensübertragungen gegen Versorgungsleistungen

Gesonderte und einheitliche Feststellung seit 2024

Steuerliche Behandlung von Arbeitslohn bei Vorliegen eines DBA

Einkommensteuererklärung 2025: Änderungen in den Vordrucken

Steuerermäßigung für energetische Sanierungsmaßnahmen nach § 35c EStG

Aktuelle Rechtsprechung zur Haftung der Vertreter nach § 69 AO

Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG

Knapp 9 Millionen Menschen in Deutschland halten Bitcoin und andere Kryptos – doch jetzt drohen neue Steuern. Was das für Anleger und den Markt bedeutet, bleibt offen.

Anleger, die ihr Geld in Bitcoin und andere Kryptowährungen investiert haben, müssen sich derzeit in Geduld üben. Nach dem Rekordstand vom vergangenen Herbst ist der Kurs des Bitcoins um rund die Hälfte eingebrochen und bewegt sich seit Monaten im Bereich von 60.000 bis 65.000 US-Dollar.

In Deutschland drückt nun auch noch die Politik auf die Stimmung der Anleger. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, eine Änderung der Steuerregeln vorzunehmen. Derzeit gilt: Wer Bitcoin und Co. länger als ein Jahr im Privatvermögen hält, kassiert etwaige Veräußerungsgewinne komplett steuerfrei; bei kürzerer Haltedauer greift der persönliche Einkommensteuersatz. Diese Regelung gilt auch für Gold, Luxusuhren, Oldtimer, Kunstgegenstände und andere Wertsachen.

Nach Klingbeils Plänen soll bei den Digitalwährungen diese einjährige Haltefrist fallen und Krypto-Gewinne sollen künftig wie Aktienerlöse besteuert werden. In Deutschland unterliegen Gewinne aus Dividendenzahlungen und dem Verkauf von Aktien einer pauschalen Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Viele Details der Klingbeil-Pläne sind allerdings noch unklar, etwa die Frage nach Übergangsregelungen. Offen ist auch noch die Frage, ob der Koalitionspartner CDU

CSU die Pläne der SPD im Parlament überhaupt unterstützen wird. Schließlich hatten die drei Regierungsparteien gemeinsam im Koalitionsvertrag beschlossen, keine Steuern zu erhöhen.

Knapp 9 Millionen Krypto-Besitzer in Deutschland

In der persönlichen Finanzplanung der Bevölkerung in Deutschland spielen Kryptowährungen bislang noch eine untergeordnete Rolle. Immerhin 12,8 Prozent der Erwachsenen in Deutschland besitzen derzeit digitale Coins - das entspricht umgerechnet knapp 8,9 Millionen Menschen. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Meinungsinstituts YouGov im Auftrag der Management- und Technologieberatung BearingPoint hervor. Weitere 4,9 Prozent haben Bitcoin bereits wieder den Rücken gekehrt, während 11,4 Prozent zumindest noch mit einem Einstieg liebäugeln.

Die Mehrheit der Bevölkerung kann sich aber derzeit nicht vorstellen, in Kryptowährungen zu investieren. 67,4 Prozent der Bürger besitzen keine Kryptowährungen und schließen einen Kauf auch für die Zukunft kategorisch aus.

Besonders tief verläuft der Graben zwischen den Generationen und Geschlechtern. Während fast jeder fünfte Mann digitale Anlagen im Depot hält, ist es bei den Frauen nicht einmal jede dreizehnte. Zudem bleiben Kryptos ein Phänomen der Jüngeren: Bei den 25- bis 34-Jährigen liegt die Besitzerquote bei immerhin 28,4 Prozent, wohingegen die Generation der Über-55-Jährigen mit dem Metier fast gar nichts anfangen kann. Wer jedoch Geld im Kryptomarkt angelegt hat, vertraut primär dem Platzhirsch: Drei Viertel der Krypto-Anleger halten Bitcoin, gefolgt von Ethereum mit gut einem Drittel und Solana mit gut einem Fünftel. Spekulative Memecoins wie Dogecoin spielen im Vergleich dazu nur eine untergeordnete Rolle.

Nur eine kleine Minderheit von rund 5 Prozent sieht in Kryptowährungen einen verlässlichen Wertspeicher in Krisenzeiten. Stattdessen dominiert das Bewusstsein für das hohe Risiko: Für fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung (32,7 Prozent) sind Kryptowährungen in erster Linie ein hochspekulatives Produkt. Selbst unter den aktiven Krypto-Anlegern ordnen rund 38 Prozent ihr Engagement primär als reine Spekulation ein.

Angesichts der schwankenden Kurse wird sich auch Finanzminister Klingbeil nicht auf einen soliden Einnahmestrom verlassen können, wenn er die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen ändert und die Haltefrist abschafft. Ohnehin stößt das Vorhaben des Vizekanzlers in Teilen der Bevölkerung auf Kritik: Mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung und über 70 Prozent der aktiven Krypto-Investoren sind überzeugt, dass eine Abschaffung der Haltefrist den Krypto-Anlagen drastisch an Attraktivität nehmen würde.

Zudem sprechen sich 37,6 Prozent der Bevölkerung dafür aus, Anleger mit langem Atem steuerlich günstiger zu behandeln als Spekulanten, die kurzfristig hin- und herhandeln - bei nur 24,2 Prozent Ablehnung. Unter den aktiven Krypto-Besitzern fällt dieses Votum mit 80,8 Prozent Zustimmung sogar überwältigend aus. Gleichwohl herrscht in der Bevölkerung große Orientierungslosigkeit: Gut 39 Prozent der Befragten trauen sich mangels Fachwissens kein Urteil über das beste Steuermodell zu.

Kritik an Abschaffung der steuerfreien Haltefrist

Branchenexperten warnen den Gesetzgeber eindringlich davor, die steuerlichen Daumenschrauben voreilig anzuziehen. Robert Bosch, globaler Leiter Financial Services bei BearingPoint, betont, dass die steuerliche Behandlung weit über eine bloße Detailfrage hinausgehe. Sie entscheide maßgeblich darüber, wie verlässlich der Markt für Anleger bleibe und wie attraktiv Deutschland im internationalen Wettbewerb um digitale Finanzinnovationen abschneide. "Kryptowährungen haben die Nische verlassen, sind in der Breite der Gesellschaft aber noch nicht angekommen." Für Wirtschaft und Politik sei das ein wichtiges Signal: "Damit digitale Vermögenswerte dauerhaft Akzeptanz finden, braucht es Vertrauen, Verständlichkeit und einen verlässlichen institutionellen Rahmen."

Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023 444 459

Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet 424

Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente 396 4

Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden 322 3

Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität 272 2

Diese Reform ist ein Reförmchen auf allen Ebenen 222

Neue Pflichtangaben bei Reverse-Charge-Leistungen 195

Behindertenpauschbetrag: Höhe, Anspruch & Steuer-Tipps 192 1

Krypto-Anleger verharren im Dauerfrost 05.08.2026

Gesetz zur Einführung einer Frühstartrente 27.07.2026

Automatischer Informationsaustausch zu Kryptowerten 22.07.2026

Automatischer Informationsaustausch zu Einkünften über digitale Plattformen 20.07.2026

Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität 17.07.2026 2

SPD-Generalsekretär will Erbschaftsteuer-Schlupflöcher schließen 15.07.2026

DStV warnt vor Risiken der geplanten EU Inc. 14.07.2026

Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes 10.07.2026

Dividenden aus Tochtergesellschaften in anderen Mitgliedstaaten 09.07.2026

Wählen Sie einen anonymen Namen

Wählen Sie einen anonymen Namen, der für Ihre Beiträge in der Kommentarfunktion angezeigt wird. Sie können diesen Namen jederzeit in Ihren Kontoeinstellungen ändern.

Hinweis: Es sind nur Buchstaben und Zahlen erlaubt.

Die Autoren visualisieren die maßgeblichen Regelungen des internationalen Steuerrechts und zeigen Verflechtungen zwischen den Rechtskreisen auf. Leserinnen und Leser erhalten einen Überblick über die Vorschriften und entwickeln schnell ein Verständnis für zentrale Fragen des internationalen Steuerrechts.

Aktuelle Informationen zur neuesten BFH-Rechtsprechung frei Haus - abonnieren Sie unseren Newsletter:

Unser Ziel ist es, Ihnen eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Website anzubieten. Um Ihnen relevante und nützliche Inhalte, Angebote und Services präsentieren zu können, benötigen wir Ihre Einwilligung zur Nutzung Ihrer Daten. Wir nutzen den Service eines Drittanbieters, um Ihre Aktivitäten auf unserer Website zu analysieren.

Mit Ihrer Einwilligung profitieren Sie von einem personalisierten Website-Erlebnis und Zugang zu spannenden Inhalten, die Sie informieren, inspirieren und bei Ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Wir respektieren Ihre Privatsphäre und schützen Ihre Daten. Sie können sich jederzeit darüber informieren, welche Daten wir erheben und wie wir sie verwenden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen. Passen Sie Ihre Präferenzen dafür in den Cookie-Einstellungen an.

Ihre Meinung ist uns wichtig

Zum Steuern Gesetzgebung & Politik Archiv

rudolf.ai - Haufe meets AI

Profitieren Sie von personalisierten Inhalten, Angeboten und Services!