Therapiehündin Lizzy begleitet die onkologische Sprechstunde in Stans am Montag und Dienstag, Luzerner Kantonsspital; Pilotprojekt zur TGI in Onkologie

Therapiehündin Lizzy bringt Ruhe in die Sprechstunde | Luzerner Kantonsspital

Therapiehündin Lizzy bringt Ruhe in die Sprechstunde

Therapiehündin Lizzy bringt Ruhe in die Sprechstunde

Tiergestützte Intervention in der Onkologie

Lizzy begleitet die onkologische Sprechstunde in Stans am Montag und Dienstag.

Die Tierbegleitung ist Teil der regulären Betreuung und erfolgt situativ.

Keine direkte Zuweisung zur Tiergestützten Therapie – Zuweisungen erfolgen wie gewohnt zur onkologischen Konsultation.

Ziel ist eine entspannte Gesprächsatmosphäre und eine stärkere therapeutische Beziehung.

Die Integration von Therapiehündin Lizzy ist ein Pilotprojekt, das wissenschaftlich fundierte tiergestützte Interventionen (TGI) in ein modernes onkologisches Behandlungskonzept überführt.

Tiergestützte Interventionen sind gut untersucht und international anerkannt. Die Evidenz basiert auf neurobiologischen, psychologischen und verhaltensmedizinischen Mechanismen. Der Kontakt mit einem Tier aktiviert das Oxytocin-System und kann Angst und Schmerzempfinden reduzieren. Studien belegen zudem eine Verbesserung von Stressfaktoren wie der Herzfrequenzvariabilität und dem Kortisolspiegel. Die ruhige Atmung eines Tieres, seine gleichmässige Präsenz oder die taktile Wahrnehmung eines weichen Fells unterstützen dabei, Aufmerksamkeit umzulenken, Affekte zu regulieren und körperliche Anspannung zu mindern. In der Onkologie zeigen Studien, dass sich die Lebensqualität unter Radio-

Das IAHAIO White Paper definiert die internationalen Standards für tiergestützte Intervention. Es legt die Anforderungen an Tierwohl, Sicherheit und Qualität fest und betont insbesondere die Prinzipien Freiwilligkeit und Tierwürde. Diese Leitlinien bilden die Grundlage für unsere Arbeit.

Im klinischen Alltag gelten hohe hygienische Anforderungen. Werden definierte Ausschlusskriterien, Händehygiene und tierärztliche Kontrollen eingehalten, ist das Infektrisiko nicht erhöht. Die Einhaltung dieser Standards ermöglicht die sichere Einbettung tiergestützter Interventionen in ein onkologisches Behandlungskonzept.

Dr. med. Kristin Zeidler-Knoblauch, Leitende Ärztin Medizinische Onkologie

Die Zusammenarbeit mit der Universität Luzern eröffnet vielfältige klinische Forschungsperspektiven. Mit Prof. Karin Hediger, Dekanin der Fakultät für Verhaltenswissenschaften und Psychologie und international anerkannte Expertin für TGI, steht uns eine ausgewiesene Ansprechpartnerin zur Seite. Denkbar sind Untersuchungen zu Stressparametern, Gesprächsqualität, Tierwohl und psychosozialen Effekten.

Das Projekt zeigt, wie innovative Versorgung, wissenschaftliche Fundierung und empathische Betreuung ineinandergreifen. Lizzy schafft Nähe, Sicherheit und Momente der Entlastung – und damit genau das, was viele Patientinnen und Patienten in herausfordernden Zeiten benötigen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist im luksmagazin erschienen, dem Magazin für Zuweisende der LUKS Gruppe

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