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title: "Schweizer Botschaft eröffnet in Athen; Erdbebensicherheit erhöht"
sdDatePublished: "2026-08-06T15:01:00Z"
source: "https://www.bbl.admin.ch/de/synergien-ueber-grenzen-hinweg"
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  - "Agía Paraskeví"
  - "Switzerland"
  - "Greece"
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Schweizer Botschaft eröffnet in Athen; Erdbebensicherheit erhöht

Synergien über Grenzen hinweg

Mitteilung Veröffentlicht am 6. August 2026

Zur Eröffnung der neuen Botschaft in Athen Es ist kein Zufall, dass sich der neue Standort der Schweizerischen Botschaft in Athen im Herzen der Stadt befindet. Zu Füssen der Akropolis und in nächster Nähe des späthellenistischen Turms der Winde, der schon in den Schriften von Vitruv als bauliches Meisterwerk Erwähnung findet, bildet das Gebäude einen Mosaikstein im urbanen Gefüge der Plaka, des belebten Altstadtquartiers. Die Botschaft teilt sich das Gebäude mit der Schweizerischen Archäologischen Schule in Griechenland (ESAG) und dem Flux Laboratory, das sich der Erforschung von kulturellen Zusammenhängen mittels zeitgenössischen Performances und Tanz verschrieben hat. So steht der Ort für ein Miteinander auf kultureller, wissenschaftlicher und diplomatischer Ebene. Das Gebäude selbst ergänzt dieses konzeptionelle Trio, indem es die Botschaft der Nachhaltigkeit verkörpert.

Anlass für den Umzug war die mangelnde Erdbebensicherheit am bisherigen Standort. Für das neue Domizil fiel die Wahl auf einen luftigen und klar strukturierten Bestandsbau aus den 1960er Jahren, dessen Grundstruktur erhalten blieb. Der Innenausbau richtete sich nach den Spezifikationen für Botschaftsgebäude und den Bedürfnissen der weiteren Stockwerkeigentümer. In der Planung galt es, ein Gleichgewicht zwischen Sicherheitsansprüchen der Botschaft in den beiden ersten Stockwerken und einladenden Gesten der darüberliegenden, separat genutzten Veranstaltungsräume in den oberen Etagen zu erreichen.

Viele der vorhandenen Materialien und Bauteile fanden zu neuer Bedeutung im Innenausbau. So konnten Wandtafeln aus grünem Marmor als fein geschnittene Streifen in den Bodenbelag im Erdgeschoss und auf der Terrasse im vierten Obergeschoss eingelegt werden.

Um die bestehende Fassade, die keinen ausreichenden klimatischen Schutz bot, erhalten zu können, wandten die Architekten einen planerischen Kniff an: Indem sie grosse Metallelemente als Brise Soleil vorblendeten, ist nicht nur ein angenehmes Raumklima in den Innenräumen gewährleistet, sondern auch ein Zeichen gesetzt, das auf die neue Nutzung des Gebäudes hinweist.

Ein möglichst reduzierter Materialaufwand stand nicht nur aus ressourcenschonenden Gründen im Vordergrund. Durch die räumliche Situation inmitten des engen Gassengewirrs unterlag die Baustellenlogistik besonderen Herausforderungen: Grosse Lieferfahrzeuge mussten ihre Ladung bei einem nahegelegenen Platz auf kleinere Transportmittel umschichten. Die Lieferungen mussten mit der Stadt terminlich abgestimmt sein und möglichst bei Nacht erfolgen. Und da der Hof als Lagerplatz nicht infrage kam, hatte alles «just-in-time» über die Bühne zu gehen.

Ein besonderer Gewinn ist ein Veranstaltungs-Pavillon der Flux-Foundation, der als städtebauliche Setzung dem Hof eine neue Bedeutung verleiht. Zugleich verweist er auf die Anbindung zum rückwärtigen Strassenraum.

Die transparente Gestaltung der Eingangsebene und die Verwandlung des Hofs in einen begrünten und kulturell nutzbaren Raum signalisieren die Aufgeschlossenheit des Hauses und bieten Anknüpfungspunkte für den interkulturellen Austausch.

Mit diesem neugeschaffenen Ort verfügt die Schweiz über eine zukunftsorientierte Basis in Griechenland. Sie lädt zum Austausch der beiden Länder ein, die über ihre gemeinsamen Wurzeln in der Demokratie, die es mehr denn je zu stärken gilt, fest miteinander verbunden sind.