Léonie Renaud interpretiert Lotti, Mancini, Croft und Händel, Kantate Mi palpita il cor, Solothurn & Leubringen; Höhepunkt: Kantate als Abendschwerpunkt
05.08.2026 / 12h55 - BKa N°14 – 5 Antworten von Léonie Renaud
Léonie Renaud ist eine Schweizer Sopranistin, deren Repertoire sowohl das Konzert- als auch das Musiktheaterfach umfasst – von Barock bis in die Gegenwart. 2024 sang sie erstmals fürs Tobs in Händels «Acis und Galatea». Nun interpretiert Renaud an selber Stätte Stücke von Antonio Lotti, Francesco Mancini und William Croft – sowie Händels Kantate «Mi palpita il cor», die den beiden Konzertabenden den Titel gibt.
Was haben Sie letzte Nacht geträumt?
Ich war bei einer Probe. Es ging um Dialogues des Carmélites von Poulenc. Die Inszenierung war ziemlich chaotisch, und plötzlich kamen ganz viele Kinder auf die Bühne, weil sie eine Szene aus Carmen proben sollten. Das war total verwirrend, aber auch sehr lustig, weil die beiden Stücke eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben.
Welche Kunst würden Sie gern beherrschen?
Malerei und Zeichnen. Musik verlangt auch viel Vorstellungskraft – man denkt in Klangfarben und Ausdruck. Aber meine Bilder entstehen nur im Kopf. Ich schaffe es nicht, sie aufs Papier zu bringen.
Ein Film, Buch oder Musik, die sie prägte?
«L’Auberge espagnole» von Cédric Klapisch. Ein Film, der gleichzeitig sehr realistisch und unglaublich lustig ist. Er zeigt das Erasmus-Studium auf eine wunderbar humorvolle und leicht karikierte Weise – mit viel Wärme und Selbstironie.
Was war Ihre erste Kassette, Platte oder CD?
Meine erste CD war ein Weihnachtsgeschenk. Ich hatte mir ein Album von The Cranberries ausgesucht. Ich durfte das Geschenk sogar selbst einpacken – und habe die CD heimlich vorher schon angehört. Danach habe ich allerdings vergessen, sie wieder in die Hülle zu legen. Als ich das Geschenk an Weihnachten geöffnet habe, war die CD-Box leer.
Mit welchemr Künstlerin würden Sie gerne einen Abend verbringen?
Da gäbe es einige. Besonders faszinieren mich starke Frauen des 20. Jahrhunderts, zum Beispiel Niki de Saint Phalle, Peggy Guggenheim oder auch Simone Veil – auch wenn Letztere keine Künstlerin war. Sie haben jede auf ihre Weise Grenzen überschritten und sind für mich bis heute grosse Inspirationsquellen.
Stadttheater Solothurn. Di., 11.8., 20 Uhr
Gemeindesaal Leubringen. Mi., 12.8., 19.30 Uhr