Kloster Obermedlingen Donau nahe Dillingen verkauft; Zukunft offen für Nutzung

PowerPoint-Präsentation

Barocke Klosteranlage Exposé der Denkmal-Börse 89441 Obermedlingen

Mindestverkaufspreis: auf Anfrage Ansprechpartner: Manuel Saumweber Kath. Pfründestiftungsverbund St. Ulrich Tel.: 0821 – 3166 7976 Mail: manuel.saumweber@bistum-augsburg.de Foto: M. Saumweber

Hinweis Alle Angaben beruhen auf Informationen des Verkäufers. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege übernimmt keinerlei Haftung für evtl. nicht oder nicht mehr zutreffende Angaben. Der erfolgreiche Verkauf des Anwesens sowie anderweitige Sachverhaltsänderungen sind dem BLfD unverzüglich mitzuteilen. Die Beschreibung des Denkmals (Objektexposé) wird dann auf entsprechenden Hinweis des Verkäufers entfernt werden. Schäden, die durch unterlassene oder fehlerhafte Informationen des Verkäufers entstehen, sind von diesem zu tragen. Foto: M. Saumweber

Klösterliche Pracht im Schwabenland – Erleben Sie die barocke Schönheit von Kloster Obermedlingen! Fotos: M. Saumweber Schwäbisches Kloster im Donautal von baulicher Schönheit und barockem Zauber Ein schwäbisches Kloster aus dem Zeitalter des Barock! Ein von den Baumeistern Valerian Brenner und Jakob Albrecht errichtetes Kunstwerk! In reizvoller Lage in den Weiten der Donauebene nahe Dillingen an der Donau! Dort treffen Sie auf Kloster Obermedlingen, eine ehemalige Vierflügelanlage, die Jahrhunderte überdauert und die Zukunft fest im Blick hat. Seine historischen Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als die ersten Dominikanerinnen das Kloster im Jahr 1260 bezogen. Eine bewegte Klostergeschichte begann, die die Errichtung der heutigen Klosteranlage zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit sich brachte. Weitere Kongregationen folgten und auch eine jahrzehntelange Nutzung als ländliches Gymnasium ist in den Geschichtsbüchern verzeichnet. Seit der Marianer Orden das zuletzt 1985/86 sanierte Kloster verließ, ist der Weg frei, für ein neues Kapitel in den Klosterannalen. Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten auf kirchlicher, sozialer, kultureller oder bildungsfördernder Ebene bieten sich an. Möchten Sie es sein, der die Zukunft des Klosters Obermedlingen in seine Hand nimmt?

Das Baudenkmal Freistehendes ehemaliges Kloster

Wohn-/ Nutzfläche: ca. 1.549 m²

Grundstücksfläche: ca. 2.212 m²

Baujahr: 1699 - 1713

Zustand: Altbau, gepflegt, derzeit leerstehend Energie / Versorgung Energieausweis für ein Baudenkmal

nicht notwendig

Haustyp: Massivanlage

Förderung Denkmalschutz-AfA

         Kapitalanlage

Käuferprovision Provisionsfrei

Klostergebäude Tragende Teile Außenwände: Mauerwerk Innenwände: Mauerwerk, Leichtbauwände Decken:

Gewölbedecken Dach:

Satteldach mit Schneckenvolutengiebel Dacheindeckung: Dachpfannendeckung Ausbau

Fenster und Verglasung: Verbundfenster, Kastenfenster, einfach verglaste

      Stahlfenster

Fensterbänke: Holz- Kunststoff- und Werzalitfensterbänke Rollläden: teilweise Fensterläden Türen: Füllungstüren, Furniertüren, teilweise Lichtauschnitt Fußbodenbeläge: Bodenfliesen, Laminat PVC, Spanplattenboden Decken: Deckenfeinputz, Holzverkleidung Treppe: Betontreppe u. Holztreppen, teilweise mit Textilbelag Dacheindeckung: Dachpfannendeckung Wandfliesen: Sanitärräume und Küchen Außenfassade: Holzschindeln Haustechnik

Heizung: zentrale Ölheizung (stillgelegt); Ofen-, Nachtspeicher- und

           Tagstromheizung; Brauchwasser über dezentrale Elektroboiler

           Räume teilweise unbeheizt

Elektro: einfache Installation (1979 saniert)

Blick in die Klostergeschichte Kloster Obermedlingen kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, die in der Mitte des 13. Jahrhunderts ihren Anfang nahm. Noch heute erzählen die Annalen des Klosters von stürmischen Zeiten und bedeutenden Ereignissen, die sich über die Jahrhunderte zugetragen haben. Als die Kapazitäten des vormals bekannten Dominikanerinnenklosters Mödingen im Jahr 1260 nicht mehr ausreichten, wurde in Obermedlingen eine neue Niederlassung auf den gestifteten Gütern des Edlen Walter von Faimingen errichtet. Im selben Jahr bezogen die ersten 15 Nonnen das Kloster, das im Jahr 1263 der Deutschen Provinz des Dominikanerordens unterstellt wurde und ab 1505 zum neugegründeten Fürstentum Pfalz-Neuburg gehörte. Die Reformation ging nicht spurlos an Kloster Obermedlingen vorbei. Der Anschlag der Thesen durch Martin Luther führte zur Krise, als Herzog Ottheinrich von Pfalz-Neuburg im Jahr 1544 die 20 katholischen Dominikanerinnen unter protestantische Herrschaft stellte. 1545 brannte die Klosterkirche nieder und ein Jahr später wurden die Dominikanerinnen auf Befehl von Herzog Ottheinrich über mehrere Monate in Schloss Lauingen interniert. Nach Abschluss des Augsburger Religionsfriedens folgte die Auflösung des Obermedlinger Dominikanerinnenklosters und seine Güter wurden eingezogen.

Zu einer Neugründung des Klosters kam es erst im Jahr 1651 als Herzog Wolfgang Wilhelm von Neuburg den Klosterbesitz dem Dominikanerorden für die Entstehung eines Männerklosters übergab. Um die Jahrhundertwende des 17./ 18. Jahrhunderts legten die Ordensbrüder den Grundstein für die Errichtung des heutigen Klosters. Zwischen 1699 und 1713 entstand durch die barocken Kirchenbaumeister Valerian Brenner und Jakob Albrecht die mächtige Vierflügelanlage mit seiner 1721 geweihten Stiftskirche, welche nicht Verkaufsgegenstand ist. Im Jahr 1804 brachte die Säkularisation die Auflösung des Klosters mit sich. Die Klostergüter wurden beschlagnahmt und die Klostergebäude zum Teil abgebrochen. Darunter auch der nördliche Teil des Ostflügels mit dem ehemaligen Bibliothekssaal. Zu einer Renovierung der Räumlichkeiten kam es in den Jahren 1895/96 und 1923 bezog die missionarische Ordensgesellschaft der Oblaten von der unbefleckten Jungfrau Maria die Klosterräume. Ab 1925 dienten diese als Progymnasium mit Internat für 100 bis 150 Schüler. Bedingt durch nationalsozialistische Willkür wurde der Schulbetrieb 1939/40 aufgegeben und das Kloster als Flüchtlingsunterkunft und Krankenhaus genutzt. Erst Anfang der 1950er Jahre zog die Missionsschule wieder in das Kloster ein und blieb dort bis 1970. Umfangreiche Sanierung erlebte das Kloster in den Jahren 1985 und 1987. Im Anschluss übernahmen die Ordensleute des Prämonstratenserstifts Tepl das Kloster. Der letzte Prämonstratenser verließ 1996 das Kloster, das fortan vom Marianer Orden genutzt wurde. Teile des Klosters gingen inzwischen in Privatbesitz über und das heute leerstehende Kloster steht für eine neue Nutzung bereit.

Herausragende Klosteranlage des späten 17. / frühen 18. Jahrhunderts Das Kloster in Obermedlingen präsentiert sich als imposante Vierflügelanlage von beachtlicher Größe. Diese besteht aus einem dreigeschossigen Ost- und Westflügel, dem Kreuzgang entlang der südlichen Stiftskirche Mariä Himmelfahrt sowie den nach Norden abschließenden Gebäudetrakt. Die Gebäudeflügel gruppieren sich um einen rechteckigen Innenhof nördlich der Klosterkirche. Die Faszination der äußeren Erscheinung setzt sich auch im Inneren fort. Dort geben die beeindruckenden Räumlichkeiten – mit beachtlichen Raumhöhen, stilgetreuen Gewölben, prachtvollen Innentüren sowie kunstvoll gestalteten Böden – Zeugnis vom Glanz früherer Zeiten. Der Westflügel der Klosteranlage Der Westtrakt der mächtigen Klosteranlage zeichnet sich durch seine beeindruckende Größe – mit 10 Fensterachsen entlang der Traufseite – aus. Eine bauliche Besonderheit ist sein kunstvoll gestaltetes, barockes Eingangsportal an der südlichen Ecke. Es geht auf das Jahr 1783 zurück und zeigt einen Schlußstein in Form einer Volutenkonsole mit Dominikanerhund und liegendem Putto. Durch dieses Portal erreichen Sie die Räumlichkeiten im Erdgeschoss, welche zuletzt der örtlichen Pfarrei als Pfarramt dienten. Hierzu stehen zwei Pfarrbüros, ein Gruppenraum sowie weitere Sanitär- und Nutzräume zur Verfügung.

Das anschließende 1.Obergeschoss diente vormals dem Prior zu Wohnzwecken und beherbergt u. a. Sanitäreinrichtungen sowie einen großzügigen Aufenthaltsraum. Die Räume werden von einem an der Ostseite liegenden Flur erschlossen. Das anschließende 2. Obergeschoss bietet Platz für die Wohnräume der Patres sowie für eine Küche und den Speisesaal. In diesen haben sich bis heute Reste von Stukkaturen aus der Zeit um 1710/20 erhalten. Der historische Kreuzgang entlang der Stiftskirche Der Bau entlang der Klosterkirche erhebt sich über zwei Etagen. Sein Südgang verbindet im Erdgeschoss den Ost- und Westflügel der Klosteranlage. Zugleich bietet er Zugang zur Stiftskirche. Das Obergeschoss besticht durch seine aufwändige Architekturgliederung mit ehemals fünf offenen, heute vermauerten Bögen mit eingestellten Halbsäulen. Das Obergeschoss ist der Klosterbibliothek vorbehalten. Der Ostflügel des Klosters Über den Kreuzgang erreicht man den ebenfalls dreigeschossigen Ostflügel des Klosters. Dieser wird – ähnlich des Westflügels – von einem Gang entlang der Westseite erschlossen. In seinem Erdgeschoss sind drei Sakristeiräume zu finden, wobei im Hauptraum ein historischer Solnhofner Plattenboden in Rautenmusterform zu bewundern ist.

Die Räumlichkeiten im 1. und 2. Obergeschoss sind Wohn- sowie Meditationszwecken vorbehalten. Insbesondere in den Räumen des 1. Obergeschosses ist noch heute kräftiger Deckenstuck aus der Zeit um 1720 zu bestaunen. Der Nordflügel Auch der Nordflügel ist ebenfalls dreigeschossig und beherbergte vormals das Noviziat. Heute bietet er im Erdgeschoss Platz für Nutzräume zur Aufrechterhaltung des Klosterbetriebs. Im 1. Obergeschoss schließen sich ein Büroraum sowie die Registratur an, auf die im 2. Obergeschoss ein Gästezimmer sowie ein Abstellraum folgen. Nach Osten hin treffen Sie auf einen eingeschossigen Bau, der vormals als Pfarrsaal diente. Förderung

Maßnahmen, die zur Erhaltung und sinnvollen Nutzung des Baudenkmals erforderlich sind, sind – sofern hierzu zuvor die Zustimmung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erteilt wurde – steuerlich begünstigt (Steuerabschreibungen nach §§ 7i, 10f, 11b EStG). Zuschüsse aus Mitteln der Denkmalpflege sind im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel im Grundsatz denkbar

Objektsensible Nutzung der Klosteranlage Das Kloster Obermedlingen ist eine bedeutende Klosteranlage der Region. Seine mehr als 750jährige Geschichte und seine kunstgeschichtliche Bedeutung verlangen eine sensible Neunutzung des Baudenkmals. Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten stehen – nach Schaffung entsprechender bauplanungsrechtlicher Rahmenbedingungen – offen. Das Gebäude kann im Bereich der Alten- und Krankenpflege, in der Gastronomie, als Tagungs- oder Hotelbetrieb genutzt werden. Auch als Einrichtung für kirchliche, kulturelle und bildungsfördernde Zwecke ist das Anwesen bestens geeignet. Zudem bietet sich die Nutzung durch Dienstleistungen im Verwaltungsbereich – einschließlich Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung – an. In den herrschaftlichen Räumlichkeiten ist die Durchführung von Ausstellungen und Veranstaltungen möglich. Der ansprechende Innenhof kann für kulturelle Freiluftveranstaltungen wie etwa Konzerte herangezogen werden. Zugleich ist auch eine Wohnnutzung auf gehobenem Niveau nicht ausgeschlossen.

Lagebeschreibung Das angebotene Kloster finden Sie in Obermedlingen, einem Ortsteil der Gemeinde Medlingen, im Donauraum zwischen Ulm und Donauwörth. In der weiten Donauebene, wo sich die gesamte Schönheit der Flusslandschaft entfaltet, wurden ab dem 13. Jahrhundert zahlreiche Klöster errichtet, die die Entwicklung dieser Gegend mitbestimmt haben. Eines d