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title: "Kloster Obermedlingen Donau nahe Dillingen verkauft; Zukunft offen für Nutzung"
sdDatePublished: "2026-08-06T12:57:00Z"
source: "https://blfd.bayern.de/mam/information_und_service/denkmal_boerse/schwaben/schw_dlg-obermedlingen_-hauptstr._9.pdf"
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  - name: "architecture"
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  - "Heidenheim"
  - "Ulm"
  - "Donau-Ries"
  - "Günzburg"
  - "Dillingen an der Donau"
  - "Bavaria"
  - "Augsburg"
  - "Memmingen"
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Kloster Obermedlingen Donau nahe Dillingen verkauft; Zukunft offen für Nutzung

PowerPoint-Präsentation

Barocke Klosteranlage
Exposé der Denkmal-Börse
89441 Obermedlingen

Mindestverkaufspreis: auf Anfrage
Ansprechpartner:
Manuel Saumweber
Kath. Pfründestiftungsverbund St. Ulrich
 Tel.: 0821 – 3166 7976
Mail: manuel.saumweber@bistum-augsburg.de
Foto: M. Saumweber

Hinweis
Alle Angaben beruhen auf Informationen des Verkäufers.
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege übernimmt keinerlei Haftung für
evtl. nicht oder nicht mehr zutreffende Angaben.
Der erfolgreiche Verkauf des Anwesens sowie anderweitige
Sachverhaltsänderungen sind dem BLfD unverzüglich mitzuteilen. Die
Beschreibung des Denkmals (Objektexposé) wird dann auf entsprechenden
Hinweis des Verkäufers entfernt werden. Schäden, die durch unterlassene oder
fehlerhafte Informationen des Verkäufers entstehen, sind von diesem zu tragen.
Foto: M. Saumweber

Klösterliche Pracht im Schwabenland –
Erleben Sie die barocke Schönheit von
Kloster Obermedlingen!
Fotos: M. Saumweber
Schwäbisches Kloster im Donautal von baulicher Schönheit und
barockem Zauber
Ein schwäbisches Kloster aus dem Zeitalter des Barock! Ein von den Baumeistern
Valerian Brenner und Jakob Albrecht errichtetes Kunstwerk! In reizvoller Lage in den
Weiten der Donauebene nahe Dillingen an der Donau! Dort treffen Sie auf Kloster
Obermedlingen, eine ehemalige Vierflügelanlage, die Jahrhunderte überdauert und
die Zukunft fest im Blick hat. Seine historischen Wurzeln reichen bis ins 13.
Jahrhundert zurück, als die ersten Dominikanerinnen das Kloster im Jahr 1260
bezogen. Eine bewegte Klostergeschichte begann, die die Errichtung der heutigen
Klosteranlage zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit sich brachte. Weitere
Kongregationen folgten und auch eine jahrzehntelange Nutzung als ländliches
Gymnasium ist in den Geschichtsbüchern verzeichnet. Seit der Marianer Orden das
zuletzt 1985/86 sanierte Kloster verließ, ist der Weg frei, für ein neues Kapitel in den
Klosterannalen. Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten auf kirchlicher, sozialer, kultureller
oder bildungsfördernder Ebene bieten sich an. Möchten Sie es sein, der die Zukunft
des Klosters Obermedlingen in seine Hand nimmt?

Das Baudenkmal
Freistehendes ehemaliges Kloster

Wohn-/ Nutzfläche: ca. 1.549 m²

Grundstücksfläche: ca. 2.212 m²

Baujahr: 1699 - 1713

Zustand: Altbau, gepflegt, derzeit leerstehend
Energie / Versorgung
Energieausweis für ein Baudenkmal

nicht notwendig

Haustyp: Massivanlage

Förderung
             Denkmalschutz-AfA

             Kapitalanlage

Käuferprovision
             Provisionsfrei

Klostergebäude
Tragende Teile
Außenwände:
Mauerwerk
Innenwände:
Mauerwerk, Leichtbauwände
Decken:

Gewölbedecken
Dach:

Satteldach mit Schneckenvolutengiebel
Dacheindeckung:
Dachpfannendeckung
Ausbau

Fenster und Verglasung: Verbundfenster, Kastenfenster, einfach verglaste

          Stahlfenster
Fensterbänke:
          Holz- Kunststoff- und Werzalitfensterbänke
Rollläden:
          teilweise Fensterläden
Türen: Füllungstüren, Furniertüren, teilweise Lichtauschnitt
Fußbodenbeläge: Bodenfliesen, Laminat PVC, Spanplattenboden
Decken: Deckenfeinputz, Holzverkleidung
Treppe: Betontreppe u. Holztreppen, teilweise mit Textilbelag
Dacheindeckung: Dachpfannendeckung
Wandfliesen:
          Sanitärräume und Küchen
Außenfassade:
          Holzschindeln
Haustechnik

Heizung: zentrale Ölheizung (stillgelegt); Ofen-, Nachtspeicher- und

               Tagstromheizung; Brauchwasser über dezentrale Elektroboiler

               Räume teilweise unbeheizt
Elektro: einfache Installation (1979 saniert)

Blick in die Klostergeschichte
Kloster Obermedlingen kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken,
die in der Mitte des 13. Jahrhunderts ihren Anfang nahm. Noch heute
erzählen die Annalen des Klosters von stürmischen Zeiten und
bedeutenden Ereignissen, die sich über die Jahrhunderte zugetragen
haben.
Als die Kapazitäten des vormals bekannten Dominikanerinnenklosters
Mödingen im Jahr 1260 nicht mehr ausreichten, wurde in
Obermedlingen eine neue Niederlassung auf den gestifteten Gütern des
Edlen Walter von Faimingen errichtet. Im selben Jahr bezogen die ersten
15 Nonnen das Kloster, das im Jahr 1263 der Deutschen Provinz des
Dominikanerordens unterstellt wurde und ab 1505 zum neugegründeten
Fürstentum Pfalz-Neuburg gehörte.
Die Reformation ging nicht spurlos an Kloster Obermedlingen vorbei. Der
Anschlag der Thesen durch Martin Luther führte zur Krise, als Herzog
Ottheinrich von Pfalz-Neuburg im Jahr 1544 die 20 katholischen
Dominikanerinnen unter protestantische Herrschaft stellte. 1545 brannte
die Klosterkirche nieder und ein Jahr später wurden die
Dominikanerinnen auf Befehl von Herzog Ottheinrich über mehrere
Monate in Schloss Lauingen interniert. Nach Abschluss des Augsburger
Religionsfriedens folgte die Auflösung des Obermedlinger
Dominikanerinnenklosters und seine Güter wurden eingezogen.

Zu einer Neugründung des Klosters kam es erst im Jahr 1651 als Herzog
Wolfgang Wilhelm von Neuburg den Klosterbesitz dem Dominikanerorden für
die Entstehung eines Männerklosters übergab. Um die Jahrhundertwende des
17./ 18. Jahrhunderts legten die Ordensbrüder den Grundstein für die
Errichtung des heutigen Klosters. Zwischen 1699 und 1713 entstand durch die
barocken Kirchenbaumeister Valerian Brenner und Jakob Albrecht die
mächtige Vierflügelanlage mit seiner 1721 geweihten Stiftskirche, welche nicht
Verkaufsgegenstand ist.
Im Jahr 1804 brachte die Säkularisation die Auflösung des Klosters mit sich.
Die Klostergüter wurden beschlagnahmt und die Klostergebäude zum Teil
abgebrochen. Darunter auch der nördliche Teil des Ostflügels mit dem
ehemaligen Bibliothekssaal. Zu einer Renovierung der Räumlichkeiten kam es
in den Jahren 1895/96 und 1923 bezog die missionarische Ordensgesellschaft
der Oblaten von der unbefleckten Jungfrau Maria die Klosterräume. Ab 1925
dienten diese als Progymnasium mit Internat für 100 bis 150 Schüler. Bedingt
durch nationalsozialistische Willkür wurde der Schulbetrieb 1939/40
aufgegeben und das Kloster als Flüchtlingsunterkunft und Krankenhaus
genutzt.
Erst Anfang der 1950er Jahre zog die Missionsschule wieder in das Kloster ein
und blieb dort bis 1970. Umfangreiche Sanierung erlebte das Kloster in den
Jahren 1985 und 1987. Im Anschluss übernahmen die Ordensleute des
Prämonstratenserstifts Tepl das Kloster. Der letzte Prämonstratenser verließ
1996 das Kloster, das fortan vom Marianer Orden genutzt wurde. Teile des
Klosters gingen inzwischen in Privatbesitz über und das heute leerstehende
Kloster steht für eine neue Nutzung bereit.

Herausragende Klosteranlage des späten 17. / frühen 18. Jahrhunderts
Das Kloster in Obermedlingen präsentiert sich als imposante Vierflügelanlage
von beachtlicher Größe. Diese besteht aus einem dreigeschossigen Ost- und
Westflügel, dem Kreuzgang entlang der südlichen Stiftskirche Mariä
Himmelfahrt sowie den nach Norden abschließenden Gebäudetrakt. Die
Gebäudeflügel gruppieren sich um einen rechteckigen Innenhof nördlich der
Klosterkirche.
Die Faszination der äußeren Erscheinung setzt sich auch im Inneren fort. Dort
geben die beeindruckenden Räumlichkeiten – mit beachtlichen Raumhöhen,
stilgetreuen Gewölben, prachtvollen Innentüren sowie kunstvoll gestalteten
Böden – Zeugnis vom Glanz früherer Zeiten.
Der Westflügel der Klosteranlage
Der Westtrakt der mächtigen Klosteranlage zeichnet sich durch seine
beeindruckende Größe – mit 10 Fensterachsen entlang der Traufseite – aus.
Eine bauliche Besonderheit ist sein kunstvoll gestaltetes, barockes
Eingangsportal an der südlichen Ecke. Es geht auf das Jahr 1783 zurück und
zeigt einen Schlußstein in Form einer Volutenkonsole mit Dominikanerhund
und liegendem Putto. Durch dieses Portal erreichen Sie die Räumlichkeiten im
Erdgeschoss, welche zuletzt der örtlichen Pfarrei als Pfarramt dienten. Hierzu
stehen zwei Pfarrbüros, ein Gruppenraum sowie weitere Sanitär- und
Nutzräume zur Verfügung.

Das anschließende 1.Obergeschoss diente vormals dem Prior zu
Wohnzwecken und beherbergt u. a. Sanitäreinrichtungen sowie einen
großzügigen Aufenthaltsraum. Die Räume werden von einem an der Ostseite
liegenden Flur erschlossen. Das anschließende 2. Obergeschoss bietet Platz
für die Wohnräume der Patres sowie für eine Küche und den Speisesaal. In
diesen haben sich bis heute Reste von Stukkaturen aus der Zeit um 1710/20
erhalten.
Der historische Kreuzgang entlang der Stiftskirche
Der Bau entlang der Klosterkirche erhebt sich über zwei Etagen. Sein
Südgang verbindet im Erdgeschoss den Ost- und Westflügel der
Klosteranlage. Zugleich bietet er Zugang zur Stiftskirche.
Das Obergeschoss besticht durch seine aufwändige Architekturgliederung mit
ehemals fünf offenen, heute vermauerten Bögen mit eingestellten Halbsäulen.
Das Obergeschoss ist der Klosterbibliothek vorbehalten.
Der Ostflügel des Klosters
Über den Kreuzgang erreicht man den ebenfalls dreigeschossigen Ostflügel
des Klosters. Dieser wird – ähnlich des Westflügels – von einem Gang entlang
der Westseite erschlossen. In seinem Erdgeschoss sind drei Sakristeiräume
zu finden, wobei im Hauptraum ein historischer Solnhofner Plattenboden in
Rautenmusterform zu bewundern ist.

Die Räumlichkeiten im 1. und 2. Obergeschoss sind Wohn- sowie
Meditationszwecken vorbehalten. Insbesondere in den Räumen des 1.
Obergeschosses ist noch heute kräftiger Deckenstuck aus der Zeit um 1720
zu bestaunen.
Der Nordflügel
Auch der Nordflügel ist ebenfalls dreigeschossig und beherbergte vormals das
Noviziat. Heute bietet er im Erdgeschoss Platz für Nutzräume zur
Aufrechterhaltung des Klosterbetriebs. Im 1. Obergeschoss schließen sich ein
Büroraum sowie die Registratur an, auf die im 2. Obergeschoss ein
Gästezimmer sowie ein Abstellraum folgen. Nach Osten hin treffen Sie auf
einen eingeschossigen Bau, der vormals als Pfarrsaal diente.
Förderung

Maßnahmen, die zur Erhaltung und sinnvollen Nutzung des Baudenkmals
erforderlich sind, sind – sofern hierzu zuvor die Zustimmung des Bayerischen
Landesamtes für Denkmalpflege erteilt wurde – steuerlich begünstigt
(Steuerabschreibungen nach §§ 7i, 10f, 11b EStG). Zuschüsse aus Mitteln der
Denkmalpflege sind im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel
im Grundsatz denkbar

Objektsensible Nutzung der Klosteranlage
Das Kloster Obermedlingen ist eine bedeutende Klosteranlage der Region.
Seine mehr als 750jährige Geschichte und seine kunstgeschichtliche
Bedeutung verlangen eine sensible Neunutzung des Baudenkmals.
Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten stehen – nach Schaffung entsprechender
bauplanungsrechtlicher Rahmenbedingungen – offen. Das Gebäude kann im
Bereich der Alten- und Krankenpflege, in der Gastronomie, als Tagungs- oder
Hotelbetrieb genutzt werden. Auch als Einrichtung für kirchliche, kulturelle und
bildungsfördernde Zwecke ist das Anwesen bestens geeignet. Zudem bietet
sich die Nutzung durch Dienstleistungen im Verwaltungsbereich –
einschließlich Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung – an.
In den herrschaftlichen Räumlichkeiten ist die Durchführung von
Ausstellungen und Veranstaltungen möglich. Der ansprechende Innenhof
kann für kulturelle Freiluftveranstaltungen wie etwa Konzerte herangezogen
werden. Zugleich ist auch eine Wohnnutzung auf gehobenem Niveau nicht
ausgeschlossen.

Lagebeschreibung
Das angebotene Kloster finden Sie in Obermedlingen, einem Ortsteil der
Gemeinde Medlingen, im Donauraum zwischen Ulm und Donauwörth. In der
weiten Donauebene, wo sich die gesamte Schönheit der Flusslandschaft
entfaltet, wurden ab dem 13. Jahrhundert zahlreiche Klöster errichtet, die die
Entwicklung dieser Gegend mitbestimmt haben. Eines d