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title: "Herbert Wilfried Benkel gestorben in Geseke; Pro Merito Melitensi Verleihung 2023"
sdDatePublished: "2026-08-06T11:46:00Z"
source: "https://www.erzbistum-paderborn.de/news/nachruf-auf-herbert-wilfried-benkel/"
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Herbert Wilfried Benkel gestorben in Geseke; Pro Merito Melitensi Verleihung 2023

Nachruf auf Herbert Wilfried Benkel

Nachruf auf Herbert Wilfried Benkel

Die Malteser in der Erzdiözese Paderborn trauern um Herbert Wilfried Benkel , der den Malteser Hilfsdienst über Jahrzehnte mit außergewöhnlicher Tatkraft, großer Menschlichkeit und tiefem Verantwortungsbewusstsein geprägt hat. Seit der Gründung der Malteser in Geseke im Jahr 1967 stellte er sein Wissen und seine Kraft in den Dienst der Mitmenschen – vor Ort, im Inland und weit über Deutschlands Grenzen hinaus.

Als Gründungsmitglied, Helfer im Katastrophenschutz und langjähriges Mitglied der Stadtleitung prägte Wilfried Benkel die Entwicklung der Geseker Malteser entscheidend. Er wirkte von 1991 bis 2002 als Stadtgeschäftsführer, kommissarischer und stellvertretender Stadtbeauftragter (2002 -2005) und führte die Gliederung von 2005 bis 2020 als Stadtbeauftragter. Gemeinsam mit seiner Frau Maria übernahm er Verantwortung, gab Menschen Orientierung und setzte neue Hilfsangebote in Bewegung. Zu seinen bleibenden Verdiensten zählen der Aufbau der Möbel- und Kleiderkammer, aus der später der Malteserladen hervorging, sowie die Planung und Organisation des Umbaus des Malteserhauses. Als examinierter Krankenpfleger, Pflegeberater und Pflegedozent brachte er zudem seine fachliche Kompetenz in Ausbildung und Hilfe ein. Auch in überregionalen Gremien vertrat er die Anliegen der Malteser, unter anderem als Delegierter beziehungsweise Ersatzdelegierter zur Bundesversammlung.

Wirken vor Ort und über Grenzen hinweg

Auch über Geseke hinaus übernahm Wilfried Benkel Verantwortung. Seine Erfahrungen aus Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und Pflege brachte er in die Malteser Gemeinschaft ein und wirkte durch seine Mitarbeit in überregionalen Strukturen. Dabei verband er fachliche Verlässlichkeit mit einem ausgeprägten Gespür für die Menschen und ihre Bedürfnisse.

Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens war der Auslandsdienst. Seit Ende der 1980er-Jahre engagierte er sich für Hilfen in Mittel- und Osteuropa, unter anderem in Rumänien, Ungarn, Tschechien, Polen und der Ukraine. Maßgeblich unterstützte er 1990 den Aufbau der Malteser in Tschechien und trug besonders in Jihlava dazu bei, eine eigene Ortsgruppe sowie einen lebendigen fachlichen und persönlichen Austausch mit Geseke zu entwickeln. Seit 1999 verantwortete er den Auslandsdienst der Geseker Malteser als Referent.

Von 2014 bis 2024 an betreute er gemeinsam mit seiner Frau Maria die Malteser Sanitätsstation im Wallfahrtsort Medjugorje. Auch dort galt sein Einsatz den Menschen, die medizinische Hilfe, Zuwendung und Sicherheit benötigten. Vier bis sechs Wochen im Jahr widmete er sich diesem Auslandsdienst.

Ein Lebenswerk im Zeichen der Nächstenliebe

Für ihr jahrzehntelanges gemeinsames Engagement wurden er und seine Frau mit dem Verdienstorden „Pro Merito Melitensi“ ausgezeichnet, der ihnen 2023 feierlich überreicht wurde. Wilfried Benkel lebte den Malteser Gedanken über Orts-, Diözesan- und Landesgrenzen hinweg. Mit Mut, Verlässlichkeit und großer Herzlichkeit hinterlässt er bleibende Spuren. Die Malteser werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Das tiefe Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm als Freund und Malteser nahestanden.

Der Trauergottesdienst - geleitet von dem Ortsseelsorger der Malteser in Geseke Norbert Scheckel - findet am Freitag, den 7. August um 14 Uhr in der Stadtkirche St. Petri in Geseke statt.

Möge er in Frieden ruhen!