Carsten Theumer erhält den Halleschen Kunstpreis 2026 in Halle (Saale); 5.000 Euro Preisgeld
Carsten Theumer erhält den Halleschen Kunstpreis 2026: Halle (Saale) - Händelstadt
Carsten Theumer erhält den Halleschen Kunstpreis 2026
ps) Den Halleschen Kunstpreis 2026 erhält der hallesche Künstler Carsten Theumer. Mit der XIX. Preisvergabe wird ein weit über die Region Halle (Saale) hinaus bekannter Künstler für sein breites, umfangreiches und vielfach ausgezeichnetes Oeuvre gewürdigt. Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 6. November 2026 im Literaturhaus Halle, verbunden mit der Eröffnung einer großen Ausstellung des Preisträgers.
Der Hallesche Kunstpreis wird seit 2008 jährlich gemeinsam von der Stadt Halle (Saale) und dem Halleschen Kunstverein e. V. vergeben und ist mit einem von der Stiftung der Saalesparkasse ausgestatteten Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro dotiert.
Zum Künstler Carsten Theumer wurde 1956 in Zeitz geboren. Von 1977 bis 1982 studierte er Bildhauerei bei Bernd Göbel an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle und erhielt dort von 1983 bis 1985 eine Aspirantur. Von 1985 bis 1990 war er freischaffend in Halle (Saale) tätig. Ab 1990 bis zu seiner Pensionierung wirkte Theumer als künstlerischer Mitarbeiter im Fachgebiet Bildhauerei der Burg Giebichenstein. Er lebt und arbeitet seit 2000 zusammen mit seiner Frau, der Grafikerin Susanne Theumer, in Höhnstedt im Saalekreis.
Carsten Theumer ist insbesondere als Meister der kleinen Formen international renommiert. Medaillen, Münzen und Kleinplastiken bestimmen quantitativ sein bisheriges umfangreiches Lebenswerk. Verschiedene Kunstpreise bezeugen das nationale und internationale Renommee des Künstlers, darunter „Art Award for Excellence in Medallic Sculpture“ der American Numismatic Association (2018) und der „Deutsche Medailleurpreis“ (2023). Die „British Art Medal Society“ zählt den Theumer „zu den führenden deutschen Medailleuren eines Landes, das für seine ausgeprägte Tradition der Medaillenkunst bekannt ist, der über viele Jahre hinweg die Medaillenkunst in Halle lehrte und mehrere Generationen von Bildhauermedailleuren prägte“ und würdigte ihn in diesem Jahr mit dem „Marsh International Lecture Award“, der herausragende Medaillenkünstler aus aller Welt ehrt.
Theumer ist aber auch ein Virtuose großer Formen. So gestaltete er u.a. 2018 die große Glocke, die „Osanna“, für die Nikolaikirche in Leipzig, schuf den „Vogelfängerbrunnen“ in Naumburg, aufgestellt 1996, und formte 1997 die Holzreliefs zu „Europa“ im Magdeburger Landtag. Der überlebensgroße „Schweinehirt“ (2021
- am halleschen Hallmarkt ist seine erste große Plastik für die Saalestadt, wobei Theumer schon 2004 die „Christian-Wolff-Medaille“ der Stadt Halle (Saale) schuf und auch die Plastik für den seit 2003 kontinuierlich verliehenen Bürgerpreis „Der Esel, der auf Rosen geht“ stammt von dem Bildhauer.
Theumers Arbeiten sind in zahlreichen deutschen und europäischen Museen vertreten, darunter das Britische Museum London, die National Gallery of Scotland Edinburgh, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Staatlichen Museen zu Berlin, das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), das Germanische Nationalmuseum Nürnberg und die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt.
Zum Halleschen Kunstpreis D er Hallesche Kunstpreis wird für ein bedeutendes künstlerisches Werk als erster Ehrenpreis der Stadt Halle für bildende Kunst verliehen. Den Preis lobt der Hallesche Kunstverein aus, mitgetragen von der Stadt Halle sowie von der Stiftung der Saalesparkasse und privaten Sponsoren großzügig unterstützt. Dem ehrenamtlich tätigen Kuratorium zur Vergabe des Kunstpreises gehören Vertreter der Stadt Halle (Saale), des Halleschen Kunstvereins e.V. sowie Repräsentanten aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft der Saalestadt an.
Die bisherigen Preisträger sind Willi Sitte (2008), Uwe Pfeifer (2009), Renée Reichenbach (2010), Otto Möhwald (2011), Bernd Göbel (2012), Hans-Christoph Rackwitz (2013), Ulrich Klieber (2014), Beate Eismann (2015), Ulrich Reimkasten (2016), Lutz Grumbach (2017), Christiane Budig (2018), Sebastian Herzau (2019), Gerhild Ebel (2020), die Freiraumgalerie - Kollektiv für Raumentwicklung (Hirner, Kienast & Treihse GbR) (2021), Juraj Lipták (2022) Thomas Rug (2023), Moritz Götze (2024) und Dagmar Varady (2025).
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