Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg arbeiten an ADOPI Pflegedokumentation; 20–40% weniger Arbeitszeit
ADOPIArbeitsunterstützung in der Dokumentation von Pflegeinterventionen
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ADOPI Arbeitsunterstützung in der Dokumentation von Pflegeinterventionen
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(Antrag: 36 Monate bis 31.12.2026, verlängert)
Für dieses Projekt haben sich Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg zusammengeschlossen, um mit zwei Hochschulen und einem Unternehmen für Pflegedokumentationssysteme neue Wege in der Pflegedokumentation zu erproben. Das Projekt ADOPI ist gefördert durch das Interreg ABH Programm der Europäischen Union.
Die Pflegedokumentation beansprucht 20–40 % der Arbeitszeit von Pflegefachpersonen – Zeit, die für die direkte Pflege fehlt. ADOPI entwickelt und erprobt digitale Arbeitsunterstützungen, die den Dokumentationsaufwand senken und die Dokumentationsqualität erhöhen.
Das Projektteam der Hochschule Kempten ist dabei verantwortlich für die Pflegeplanassistenz (PPA): Das vollintegrierbare Software-Modul analysiert Aufnahme- und Assessmentdaten und schlägt passende Pflegediagnosen aus einer Pflegeklassifikation vor – mit Begründung und verifizierten Quellenverweisen. Technisch beruht sie auf lokal betriebenen Open-Weight-Sprachmodellen: Sensible Gesundheitsdaten verlassen die Einrichtung nicht, Cloud-Abhängigkeiten und Lizenzkosten entfallen. Die fachliche Entscheidung bleibt stets bei der Pflegefachperson (Human-in-the-Loop).
Erhebung der Ist-Situation in der Dokumentationspraxis: Umfrage in Einrichtungen der DACH-Region zur Bewertung von Zeitaufwand und aktueller Praxis der Pflegedokumentation
Machbarkeitsanalyse zu Automatisierungslösungen in der Pflegedokumentation (Nutzwert sowie technische, organisatorische, rechtliche und finanzielle Umsetzbarkeit)
Funktionsfähige Prototypen, Referenzimplementierung durch Integration in das Dokumentationssystem TransDok; Verwertungskonzept für die Projektergebnisse
Wissenschaftliche Publikationen sowie technische Dokumentation für Anwendung und Integration
Der Code der entwickelten Software-Module wird nach Projektende als Open Source veröffentlicht. Er ist bewusst unabhängig von Dokumentationssystemen und Sprachmodellen gehalten und daher auf andere Situationen und Systeme übertragbar; die Integration in TransDok dient als Referenz für weitere Anbieter. Frei verfügbare Modelle und günstige lokale Hardware halten die Einstiegshürden niedrig. Der Transfer erfolgt über die beteiligten Träger und Pflegeverbände, über das BZPD sowie über den Studiengang Medizininformatik.
Philipp Lizat (FH Vorarlberg, Institut Human-Centered Technologies)
Teilprojektleitung seitens der HS Kempten
Prof. Dr. Rafael Mayoral Malmström
Sozialzentrum Rankweil GmbH Fachhochschule Vorarlberg GmbH Caritas-Altenhilfe für die Region Konstanz gGmbH motile users software GmbH AllgäuStift GmbH Krankenhaus Dornbirn BioLAGO e.V. – Das Gesundheitsnetzwerk Medizin Campus Bodensee Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband, Landesverband Vorarlberg
INTERREG VI-A Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein 2021-2027
Fördersumme: Gesamtprojekt: 1.037.789 €, Förderrate 60 %
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