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title: "USDA prognostiziert weltweite Weizenernte rund 820 Mio. t; Russland exportiert knapp die Hälfte seiner Ernte"
sdDatePublished: "2026-08-06T09:16:00Z"
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  - name: "agriculture"
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  - name: "economy, business and finance"
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  - "Bavaria"
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  - "Germany"
  - "China"
  - "Hungary"
  - "Canada"
  - "Austria"
  - "Poland"
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USDA prognostiziert weltweite Weizenernte rund 820 Mio. t; Russland exportiert knapp die Hälfte seiner Ernte

LfL-Preistelegramm

Herausgeber:
Bayerische
Landesanstalt
für
Landwirtschaft,
Institut
für
Agrarökonomie
(IBA).
E-Mail: Marktinformation@Lfl.bayern.de;
Tel.: 08161 8640-1111; Ansprechpartner: Dr. Hakon Albers, Petra Kubitza, Bearbeitungsstand: 30.07.2026, https://www.lfl.bayern.de/iba/agrarmarkt/.

LfL-Preistelegramm für Juli 2026
Aktuelle Entwicklungen der bayerischen Erzeugerpreise

Globale Ernteprognosen für Weizen
Die USDA prognosiziert in ihrem jüngsten WASDE-Report (10.Juli)
die weltweite Weizenernte auf rund 820 Mio. t. Das bedeutet ein
Minus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den fünf größten
Exporteuren (Russland, EU-27, Kanada, Australien, USA) könnte die
Erzeugung insgesamt sogar um 10 Prozent zurückgehen.
Extreme Hitze dezimiert insbesondere in Amerika und Australien
die Ernten. Die USDA rechnet mit 42 Mio. t bzw. 28 Mio. t, was
gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von jeweils etwa 20%
entspricht. China und Indien - neben der EU-27 die größten Erzeuger
– erreichen mit 141 Mio.t bzw. 121 Mio.t etwa das Vorjahresniveau;
beide Länder decken vorwiegend den Eigenbedarf und exporieren
kaum.
Anders verhält es sich mit Russland, das zwar deutlich weniger
produziert (88 Mio.t), laut Report aber knapp die Hälfte seiner
Ernte ausführen wird. Die EU-27 exporiert im Vergleich dazu laut
Schätzung etwa ein Viertel der Weizenernte.
Die Weizenernte in der EU taxiert der Coceral-Crop Forecast
(10.07) auf 140,8 Mio. t und damit um 6% niedriger als in der
vergangenen Saison. Jüngste Hitzewellen in Europa schadeten dem
Weizen vor allem in der Kornfüllungsphase. Besonders betroﬀen
sind Süd- und Zentralfrankreich, aber auch Spanien, Österreich,
Polen, Ungarn und Süddeutschland.
Laut USDA reduzieren sich auch die globalen Weizenbestände
leicht von 34% auf 33% des Weltverbrauches. Bei nahezu unver-
änderten Verbrauch wirkt dies in der Regel preisstützend. Dennoch
ist die Verteuerung des Weizens an der MATIF um gleich 8,9% im
Juli überraschend. Der Septemberfuture schließt zum 03.08. mit
225,75 Euro/t; der Dezembertermin liegt um 6,5 Euro/t, der März-
2027-Termin um 9,25 Euro/t darüber (Quelle: euronext markets).
Petra Kubitza
Fleisch
Abbildung 1: Erzeugerpreise für Rinder- und Schweinefleisch in Bayern

Details: netto, konventionell und öko, frei Eingang Schlachtstätte inkl. Zu-
und Abschläge. Quelle: LfL-IQE, Amtliche Preisfeststellung.

Tabelle 1: Niveau und Änderungen der Fleischpreise
   €/kg SG
2026
KW28
2026
KW29
2026
KW30
W/W
% Diff
2025
KW30
J/J %
Diff
Färsenfleisch-R3
6,15
5,96
5,87
-1.5%
6,81
-13.8%
Jungbullenfleisch-U2
6,01
5,86
5,88 +0.3%
6,99
-15.9%
Kuhfleisch-R3
6,00
5,78
5,57
-3.6%
6,70
-16.9%
Mastschweine-S-P
1,46
1,47
1,47 +0.0%
2,00
-26.5%
Details und Quelle: siehe Abbildung 1.

Milch
Abbildung 2: Erzeugerpreise für Kuhmilch in Bayern

Details: netto, 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß, Erzeugerstandort Bayern,
monatliche
Auszahlung
inkl.
Zu-
und
Abschläge,
ohne
Abschlusszahlungen,
Rückvergütungen,
Milchpreisberichtigungen.
Quellen: BLE MVO, LfL-IQE.

Tabelle 2: Niveau und Änderungen der Milchpreise
   €/100 kg
2026
Mrz
2026
Apr
2026
Mai
M/M %
Diff
2025
Mai
J/J %
Diff
Milch - konv. 39,83
39,71
39,77
+0.1%
53,57
-25.8%
Milch - öko
65,08
64,82
64,75
-0.1%
65,17
-0.6%
Details und Quelle: siehe Abbildung 2.

Getreide und Ölsaaten
Abbildung 3: Erzeugerpreise für Getreide und Ölsaaten in Bayern

Details: netto, konventionelle Ware, frei Lager Erfasser. Quelle: BBV
Marktberichtstelle.

Tabelle 3: Niveau und Änderungen der Preise für Getreide und Ölsaaten
   €/dt
2026
KW29
2026
KW30
2026
KW31
W/W
% Diff
2025
KW31
J/J %
Diff
B-Weizen
-
-
18,2
-
17,5
+4,0%
Braugerste
-
-
18,7
-
19,0
-1,6%
Futtergerste
-
-
15,4
-
16,3
-5,5%
Körnermais
20,2
20,7
20,6
-0,5%
21,4
-3,7%
Raps
-
-
49,6
-
44,3 +12,0%
Sojabohnen
43,2
43,7
45,3
+3,7
37,8 +19,8%
Details und Quelle: siehe Abbildung 3. Hinweis: Keine Preismeldungen für
KW29 u. KW30 bei B-Weizen, Brau- und Futtergerste sowie Raps