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title: "LfL Sustainable Meat-Projekt untersucht die Nutzung von Nebenprodukten der Lebensmittelverarbeitung in der Nutztierfütterung Standorte Schwarzenau, Kitzingen, Grub, Landshut; Ressourceneffiziente Fütterungspotenziale ermittelt"
sdDatePublished: "2026-08-06T12:58:00Z"
source: "https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/merkblaetter/projekt-sustainable-meat-lfl-merkblatt.pdf"
topics:
  - name: "agriculture"
    identifier: "medtop:20000210"
  - name: "livestock farming"
    identifier: "medtop:20000215"
  - name: "research and development"
    identifier: "medtop:20000208"
  - name: "sustainability"
    identifier: "medtop:20001374"
  - name: "economics"
    identifier: "medtop:20000745"
locations:
  - "Landshut"
  - "Kitzingen"
  - "Bavaria"
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LfL Sustainable Meat-Projekt untersucht die Nutzung von Nebenprodukten der Lebensmittelverarbeitung in der Nutztierfütterung Standorte Schwarzenau, Kitzingen, Grub, Landshut; Ressourceneffiziente Fütterungspotenziale ermittelt

Merkblatt Projekt Sustainable Meat (Non-food für feed)

Was bringt die Forschung in die Praxis?
Das Projekt bewertet den Einsatz von Nebenprodukten
in der Nutztierfütterung hinsichtlich ihrer Leistungs-
fähigkeit, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen unter
Praxisbedingungen.
Ziel ist es, praxisrelevante Grundlagen für
ressourceneffiziente und wirtschaftlich tragfähige
Fütterungssysteme zu schaffen und fundierte
Entscheidungsgrundlagen für den praktischen Einsatz
bereitzustellen.

Das Forschungsprojekt im Überblick:
• Laufzeit: April 2024 – März 2027
• Tierarten: Schwein, Geflügel, Rind
• Eingesetzte Nebenprodukte:
Kleie, Molke, Bierhefe, Biertreber,
Getreideschlempe usw.
• Untersuchungsstandorte:
Schwarzenau, Kitzingen, Grub und Landshut
• Untersuchungsschwerpunkte:
Produktionstechnische Leistungskennzahlen,
Schlachtkörperqualität, Wirtschaftlichkeit,
Stickstoff- und Phosphorausscheidungen
Impressum
Herausgeber: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Vöttinger Straße 38, 85354 Freising

www.LfL.bayern.de
Redaktion:
Institut für Tierhaltung, Tierernährung und
Futterwirtschaft

Prof.-Dürrwaechter-Platz 2, 85586 Grub-Poing
E-Mail: ITF@LfL.bayern.de
Tel.: 08161/ 8640-7300
Fotos:
LfL
Druck:
WIRmachenDruck, Backnang

1. Auflage: August 2026
© LfL
alle Rechte beim Herausgeber, Schutzgebühr: 0,50 €
Kooperation & Förderung
Koordiniert wird das Verbundprojekt durch die
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Zu den Projektpartnern gehören:

Projekt Sustainable Meat
(Non-food for feed)
Einsatz von Nebenprodukten der
Lebensmittelverarbeitung in der
Nutztierernährung
Bayerische Landesanstalt für
Landwirtschaft
LfL-Merkblatt
Interessiert? Hier geht‘s weiter!

www.LfL.bayern.de/sustainable-meat

Wussten Sie schon?
In der Lebensmittelverarbeitung fallen jährlich erheb­
liche Mengen an Nebenprodukten an, die für die mensch­
liche Ernährung nur eingeschränkt nutzbar sind. Diese
Nebenprodukte enthalten jedoch weiterhin wertvolle
Nährstoffe und können in der Nutztierernährung als
Futtermittelkomponenten genutzt werden.
Im Kontext der Diskussion um „Teller oder Trog“ wird unter­
sucht, in welchem Umfang solche Stoffströme sinnvoll in
der Tierernährung eingesetzt werden können und welche
ökologischen, ökonomischen und ernährungsphysio­
logischen Auswirkungen dies hat.
Was untersucht Sustainable Meat?
Das Forschungsprojekt Sustainable Meat (Non-food for feed)
untersucht die Nutzung ausgewählter Nebenprodukte aus
der Lebensmittelverarbeitung (z. B. Molke, Bierhefe, Kleie,
Biertreber oder Getreideschlempe) in der Fütterung von
Schweinen, Geflügel und Rindern.
Nebenprodukte können zur besseren Nutzung vorhandener
Ressourcen beitragen, unterliegen jedoch Einschränkungen
hinsichtlich Verfügbarkeit, Zusammensetzung und
ernährungsphysiologischer Eignung.
Ziel ist es, Potenziale, Grenzen und Auswirkungen eines
verstärkten Einsatzes dieser Futtermittelkomponenten
sowohl unter Praxisbedingungen als auch unter
kontrollierten Versuchsbedingungen zu bewerten.
Teller oder Trog – ein Nutzungskonflikt?!
Die Nutzung von Futtermitteln steht im Spannungsfeld
zwischen direkter menschlicher Ernährung („Teller“) und
der Nutztierfütterung („Trog“). Im Forschungsprojekt wird
dieser Ansatz unter dem Leitgedanken „Non-food for
feed“ betrachtet. Dabei geht es darum, Nebenprodukte
der Lebensmittelverarbeitung, die für die menschliche
Ernährung nicht oder nur eingeschränkt geeignet sind,
möglichst sinnvoll in der Nutztierfütterung einzusetzen.
Viele dieser Nebenprodukte – beispielsweise Molke, Bier-
hefe, Kleie oder Biertreber – werden bereits traditionell
in der Fütterung von Schweinen, Geflügel und Rindern
genutzt. Ihr gezielter Einsatz trägt dazu bei, wertvolle
Nährstoffe effizient zu nutzen, Stoffkreisläufe besser zu
schließen und die Konkurrenz zwischen menschlicher
Ernährung und Nutztierfütterung zu verringern.

Unsere Untersuchungen…
… erfolgen in der Schweine-, Geflügel- und
Rinderhaltung unter Praxisbedingungen auf einem
landwirtschaftlichen Betrieb (Landshut) sowie an
den Versuchs- und Bildungszentren der Bayerischen
Staatsgüter (Schwarzenau, Kitzingen, Grub).
Erfasst werden insbesondere:
• Produktionstechnische Kennzahlen
(z. B. tägliche Zunahmen, Futteraufwand)
• Schlachtkörperqualität
• Wirtschaftlichkeit
• Stickstoff- und Phosphorausscheidungen
Mastschweine, Masthühner und Mastrinder stehen im Mittelpunkt
der Untersuchungen im Forschungsprojekt Sustainable Meat.
Pelletierte Getreideschlempe:
Bei der Bioethanolgewinnung
entsteht Schlempe als Neben-
produkt, das als protein- und
energiereiches Futtermittel für
Rinder dient.
Molke: Als Nebenprodukt der
Käseherstellung enthält Molke
wertvolle Nährstoffe und kann
in der Schweinefütterung ein-
gesetzt werden.
Bierhefe fällt als proteinreiches Nebenerzeugnis bei der Bierherstel-
lung an und dient als wertvolles Futtermittel in der Schweinemast.
Weizenkleie fällt bei der Mehlherstellung an - sie punktet mit ihren
Faser- und Aminosäuregehalten in der Tierernährung.