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title: "LMBV Infoveranstaltung Kohlebrand Restloch Rusendorf, Meuselwitz; Drei-Stufen-Plan zur Eindämmung"
sdDatePublished: "2026-08-06T09:34:00Z"
source: "https://www.lmbv.de/grosses-interesse-am-buergerdialog-zum-brand-im-restloch-rusendorf-verlaessliche-informationen-ueber-luftschadstoffe-gefordert/"
topics:
  - name: "disaster, accident and emergency incident"
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  - name: "environmental pollution"
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locations:
  - "Thüringen"
  - "Meuselwitz"
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LMBV Infoveranstaltung Kohlebrand Restloch Rusendorf, Meuselwitz; Drei-Stufen-Plan zur Eindämmung

Großes Interesse am Bürgerdialog zum Brand im Restloch Rusendorf: Verlässliche Informationen über Luftschadstoffe gefordert - LMBV

Unternehmen Überblick Unternehmensgeschichte Finanzierung Verwaltungsabkommen StuBA Gesellschafter Aufsichtsrat Geschäftsführung Compliance Nachhaltigkeit

Aufgaben Überblick Grundsanierung Geotechnische Sicherheit Altlastensanierung Gemeingebrauch Wassermanagement Flutung und Bewirtschaftung WBLR Flutungsstand Wasserbeschaffenheit Überleiter

Wimmelburg Verwaltungsstandort Sondershausen Bergwerk Bischofferode Großtagesbruch Neustaßfurt Nachnutzung Tagebauseen Seenverbund im Lausitzer Seenland Tourismus

§ 4‑Maßnahmen Natur Industrie und Gewerbe Rekultivierung Rechtliche Grundlagen Boden Landwirtschaftliche Rekultivierung Forstliche Rekultivierung Fischerei Wegebau Immobilien Immobilienangebote Industrieparks Naturflächen Umgesetzte Projekte

Grundsanierung Geotechnische Sicherheit Altlastensanierung Gemeingebrauch

Wassermanagement Flutung und Bewirtschaftung WBLR Flutungsstand Wasserbeschaffenheit Überleiter

Wimmelburg Verwaltungsstandort Sondershausen Bergwerk Bischofferode Großtagesbruch Neustaßfurt

Nachnutzung Tagebauseen Seenverbund im Lausitzer Seenland Tourismus

§ 4‑Maßnahmen Natur Industrie und Gewerbe

Rekultivierung Rechtliche Grundlagen Boden Landwirtschaftliche Rekultivierung Forstliche Rekultivierung Fischerei Wegebau

Immobilien Immobilienangebote Industrieparks Naturflächen Umgesetzte Projekte

Bergbaufolgen Überblick Grundwasserwiederanstieg Gefahrenabwehr durch Haussicherung Grundwasser-Soforthilfe Knappensee Brückenfeldkippe Sedlitz Bergschäden

Sperrungen Regelung Bergschäden Sperrbereiche Lausitz Sperrbereiche Mitteldeutschland Rutschungen Kohlebrand Meuselwitz Störmthaler Kanal B97-Sanierung Verockerung

Versalzung Umgang mit EHS Lösungen für die Spree Lösungen für die Pleiße Lösungen für die Schwarze Elster Salzlaststeuerung

Grundwasserwiederanstieg Gefahrenabwehr durch Haussicherung Grundwasser-Soforthilfe Knappensee Brückenfeldkippe Sedlitz

Sperrungen Regelung Bergschäden Sperrbereiche Lausitz Sperrbereiche Mitteldeutschland Rutschungen Kohlebrand Meuselwitz Störmthaler Kanal B97-Sanierung

Versalzung Umgang mit EHS Lösungen für die Spree Lösungen für die Pleiße Lösungen für die Schwarze Elster Salzlaststeuerung

Lösungen für die Schwarze Elster

Technologien Überblick Verbessern der Wasserqualität Asche-Suspension Kalk-Resuspension Soda-Eintrag Branntkalkeinsatz Mikrobielle Sulfatreduktion Austragsverdüsung In-Lake-Konditionierung Verdichtungsverfahren Rütteldruckverdichtung Rüttelstopfverdichtung Sprengverdichtung Schonende Sprengverdichtung Fallgewichtsverdichtung Impulsverdichtung Walzenverdichtung

Verbessern der Wasserqualität Asche-Suspension Kalk-Resuspension Soda-Eintrag Branntkalkeinsatz Mikrobielle Sulfatreduktion Austragsverdüsung In-Lake-Konditionierung

Verdichtungsverfahren Rütteldruckverdichtung Rüttelstopfverdichtung Sprengverdichtung Schonende Sprengverdichtung Fallgewichtsverdichtung Impulsverdichtung Walzenverdichtung

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LMBV: Bericht zur Infoveranstaltung am 4. August 2026 in Meuselwitz

Meuselwitz. Auf gro­ßes Inter­es­se stieß die gemein­sa­me Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der LMBV mit der Stadt­ver­wal­tung, dem Land­kreis­amt und dem TLUBN zum Koh­le­brand im Rest­loch Rusen­dorf bei Meu­sel­witz. Rund 450 Men­schen füll­ten am 4. August 2026 die Tri­bü­nen der Schnau­der­tal­hal­le. In teils detail­lier­ten Beschrei­bun­gen schil­der­ten sie ihre aktu­el­len Belas­tun­gen, tru­gen ihre Sor­gen vor und stell­ten For­de­run­gen ins­be­son­de­re nach deut­lich ver­bes­ser­ten Infor­ma­tio­nen zu Luft­schad­stof­fen.

Den Fra­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger stell­ten sich neben der LMBV auch Ver­tre­ter des Land­rats­am­tes, der Stadt Meu­sel­witz und des Thü­rin­ger Lan­des­amt für Umwelt, Berg­bau und Natur­schutz (TLUBN). Der Kern der Kri­tik rich­te­te sich gegen den Frei­staat Thü­rin­gen, den Land­kreis, die Stadt und die Behör­den, eini­ge Red­ner war­fen ihnen „Untä­tig­keit“ vor.

Bernd Sab­lot­ny, Spre­cher der Geschäfts­füh­rung der LMBV, ließ kei­nen Zwei­fel an der berg­recht­li­chen Ver­ant­wor­tung sei­nes Unter­neh­mens für das Rest­loch Rusen­dorf. Zur Bekämp­fung des Bran­des stell­te er ein drei­stu­fi­ges Vor­ge­hen vor. In einem ers­ten Schritt gehe es um die Ein­däm­mung des Bran­des. Dazu wur­den Brand­schnei­sen her­ge­stellt, Gra­ben­schlit­ze um die Flä­che gezo­gen und ein Schlauch- und Sprink­ler­sys­tem instal­liert. Zudem wer­de die Flä­che mit Droh­nen über­wacht und ein Vor-Ort-Team von Ein­satz­kräf­ten und Feu­er­wehr­leu­ten instal­liert.

Schritt 2 ver­folgt das Ziel, den Brand tem­po­rär zu besei­ti­gen und die Rauch- und Geruchs­be­las­tun­gen für die Bevöl­ke­rung zu redu­zie­ren. Dazu sol­len über Lösch­brun­nen und eine ca. 4 Kilo­me­ter lan­ge Lösch­was­ser­lei­tung vom Rest­loch Zip­sen­dorf gro­ße Was­ser­men­gen zur Brand­stel­le gebracht wer­den, um den Brand zu löschen. Der Bau von Brun­nen und Lei­tung wird vor­aus­sicht­lich im Novem­ber abge­schlos­sen sein, die Flu­tung der Brand­stel­le soll spä­tes­tens im Janu­ar begin­nen.

Zur abschlie­ßen­den Brand­be­sei­ti­gung sieht Schritt 3 vor, die bren­nen­de Flä­che etwa 2 Meter hoch mit Erde abzu­de­cken und damit die Sau­er­stoff­zu­fuhr end­gül­tig zu stop­pen. Dazu müss­ten viel­fäl­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen wer­den, unter ande­rem eine stand­fes­te Zuwe­gung für Mate­ri­al­trans­por­te. Für die­se abschlie­ßen­de Maß­nah­me ver­an­schlagt die LMBV 2 bis 4 Jah­re.

„Wir arbei­ten mit gro­ßer Anstren­gung an der schnellst­mög­li­chen Umset­zung der Maß­nah­men“, ver­si­cher­te Sab­lot­ny. Es wer­de kei­ne Ver­zö­ge­run­gen durch auf­wen­di­ge Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren geben, bestä­tig­ten die Ver­tre­ter der Ämter und des TLUBN.

Dass sie min­des­tens bis zum Jah­res­wech­sel mit dem aktu­el­len Zustand leben sol­len, woll­ten vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger nicht hin­neh­men. War­um muss das so lan­ge dau­ern, frag­ten sie vol­ler Sor­ge um ihre Gesund­heit. Wo sei der Kat­s­tro­phen- und Bevöl­ke­rungs­schutz? Wann wür­den end­lich die gefähr­li­chen Luft­schad­stof­fe gemes­sen und wo sei­en die Ergeb­nis­se dann ein­seh­bar? Viel­fach wur­den kla­re Ansprech­part­ner gefor­dert, denen man eben­so gesund­heit­li­che Pro­ble­me wie mate­ri­el­le Belas­tun­gen bzw. Ver­mö­gens­schä­den vor­tra­gen kön­ne. Vie­le Fra­gen kön­ne die LMBV gar nicht beant­wor­ten, fun­gie­re aber als Ansprech­part­ner.

Soweit mög­lich beant­wor­te­ten Ver­tre­ter des kreis­li­chen Gesund­heits- und Umwelt­am­tes die Fra­gen des Publi­kums. Für alle berg­bau­li­chen Belan­ge stand Bernd Sab­lot­ny aus­führ­lich Rede und Ant­wort. Die LMBV wer­de über Neu­ig­kei­ten und Maß­nah­men schnell und trans­pa­rent infor­mie­ren. Dazu sei eigens eine geson­der­te Inter­net­sei­te frei­ge­schal­tet wor­den. Dort ist unter ande­rem ein Fra­gen- und Ant­wor­ten-Kata­log zu fin­den, der fort­lau­fend ergänzt wird. (MF)

Das heu­ti­ge Koh­le­trü­be­be­cken ent­stand im Wesent­li­chen wäh­rend des Betriebs der Bri­kett­fa­brik Phö­nix. Dort fie­len seit 1906 bei der Bri­kett­her­stel­lung im Nass­be­trieb gro­ße Men­gen an Koh­le­trü­be an. Die­ses Gemisch aus Was­ser, Koh­len­staub und Koh­le­par­ti­keln wur­de über Jahr­zehn­te hin­weg in das Becken ein­ge­spült, wo sich die Fest­stof­fe über vie­le Jah­re abla­ger­ten.

Ein benach­bar­ter Bereich des ehe­ma­li­gen Absetz­be­ckens, der sich im Ver­ant­wor­tungs­be­reich der MIBRAG befin­det, wur­de bereits dau­er­haft gesi­chert. Dort lie­gen die koh­le­hal­ti­gen Abla­ge­run­gen tie­fer und wur­den zusätz­lich mit Asche­ein­spü­lun­gen aus dem Kraft­werks­be­trieb Mums­dorf über­deckt. Die­se Abde­ckung ver­hin­dert den Sau­er­stoff­zu­tritt und redu­ziert das Risi­ko einer Selbst­ent­zün­dung.

Am 27. Juni 2026 kam es zwi­schen Meu­sel­witz, Mums­dorf und Fal­ken­hain zu einem Groß­brand auf einer still­ge­leg­ten Flä­che des ehe­ma­li­gen Tage­baus Rusen­dorf. Betrof­fen ist das Koh­le­trü­be­be­cken I, das sich in berg­recht­li­cher Zustän­dig­keit der LMBV befin­det. Nach­dem der ober­fläch­li­che Vege­ta­ti­ons­brand weit­ge­hend gelöscht wor­den war, ging die Ver­ant­wor­tung für das Are­al am 3. Juli 2026 von der Feu­er­wehr auf die LMBV über.

LMBV-Prä­sen­ta­ti­on zum Koh­le­brand Meu­sel­witz (04.08.2026)

Fotos: Kath­rin Fal­ke und Uwe Stein­hu­ber für LMBV

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