Bürgerzentrum Deutz Zielvereinbarung 2026 Köln-Deutz; Massive Haushaltskürzungen drohen 2026–2028
Zielvereinbarung
zwischen
Bürgerzentrum Deutz, Tempelstraße 41-43, 50679 Köln, Stadtbezirk Innenstadt-Deutz
und Stadt Köln, Der Oberbürgermeister, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren
für das Jahr 2026
Zielvereinbarung 2026 für das Bürgerzentrum Deutz
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I Mission der Bürgerzentren Zielsetzung der Arbeit der Bürgerzentren ist ein lebenswertes Köln, in dem aktive Nachbarschaft und Zusammenhalt gelebt werden. Mit vielfältigen Angeboten aus den Bereichen Bildung, Kunst, Kultur und Soziales fördern die Bürgerzentren ein weltoffenes und tolerantes Miteinander in der Stadtgesellschaft, gesellschaftliches Engagement und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Bürgerzentren der Kölner Elf fördern Kooperationen verschiedener Institutionen, Vereine, Initiativen u.a. vor Ort. Sie schaffen so Synergieeffekte und erzeugen positive soziale Hebeleffekte (Leverage-Effekt) für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Bürgerzentren stehen für die Grundwerte der Demokratie ein, ihre Arbeit ist inklusiv und parteiunabhängig. Die Bürgerzentren sind Orte für öffentliche Veranstaltungen, Tagungen, Seminare und private Nutzungen. Ziel des Bürgerzentrums ist es, die Lebensverhältnisse in Deutz durch seine Einrichtungen und Angebote zu verbessern. Dies wird insbesondere durch Folgendes verwirklicht:
- Durch die intensive Vernetzung und Kommunikation mit dem privaten, institutionellen, ehrenamtlichen und amtlichen Akteur*innen des Stadtteils, wird die kritische Analyse der notwendigen und leistbaren Unterstützungsangebote für den Stadtteil Deutz weiterentwickelt.
- Weiterentwicklung des Demokratieprojektes „Deutzer Kinderstadt“
- Die Unterstützungsleistungen für betroffene Senior*innen in Deutz zum Thema Altersarmut, Vereinsamung und Demenzentwicklung wird trotz Haushaltskürzungen auf dem entwickelten Niveau beibehalten
- Die umfassende Regelangebotsstruktur der Einrichtung wird trotz sanierungsbedingter Einschränkungen in den Jahren 2026 bis 2028 bestmöglich aufrechterhalten. Eine Reduzierung der Angebotsstrukturen ist jedoch aufgrund massiver Haushaltskürzungen zu befürchten.
Die Bewohnerinnenzahl des Stadtteils Deutz hält sich seit Jahren stabil bei ca. 15.500 Personen und ca. 8.800 Haushalten. Diese Menschen von Deutz sind unsere vorrangige Bezugsgröße. Wir haben im Deutzer Gemeinwesen in den letzten Jahren vor allem die Kinder ab dem Schulalter und Ihre Familien, sowie die Seniorinnen und Hochaltrigen als priorisierte Zielgruppe identifiziert, für die wir schwerpunktmäßig die ausschließlich pädagogischen Personalressourcen der Einrichtung einsetzen, sie mit sportlichen, kreativen-, kulturellen und gesellschaftsrelevanten Angebotsstrukturen unterstützen und soziale Teilhabe ermöglichen. Dabei wird es eine besondere Herausforderung der nächsten Jahre sein, den sich neu entwickelnden Sozialraum am Deutzer Hafen, der den Stadtteil bei den Bewohner*innen um ¼ vergrößern wird, in das Deutzer Gemeinwesen zu integrieren. Dieses strukturell
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vorzubereiten und mitzudenken, gehört zum Selbstverständnis des Bürgerzentrums als zentrale Gemeinwesen-Institution in Köln- Deutz. Weitere Informationen zum Bürgerzentrum Deutz sind unter dem Link www.buergerzentrum-deutz.de zu finden.
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II Struktur der Einrichtung: Organigramm des Hauses.
Organigramm Praktikanten Ehrenamtler Honorarkräfte Kinder- und Jugendbereich inklusive und mehrgenerative Angebote Verwaltung Praktikanten Ehrenamtler Honorarkräfte Erwachsenen- & Seniorenbereich kulturelle, soziale, mehrgenerative Angebote Verwaltung Praktikanten Ehrenamtler Honorarkräfte Bundesfreiwilligendienst Info/Beratung Einzellfallhilfe, mehrgenerative Angebote Verwaltung Leitung Verwaltung/Vermietung/Finanzen/KLR Mehrgenerationenbereich/Quartiersarbeit/Bürgerbereich/Beirat Förderverein/gGmbH Bürgerzentrum Deutz
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III Ausgangssituation Entwicklung seit 2024 und 2025
Die Arbeit des Bürgerzentrums, als gemeinwesenzentriertes Bürgerzentrum in Deutz, hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr verstetigt und ausgebaut. Die konsequente Einbindung der Bürgerschaft in alle wesentlichen Veränderungsvorhaben trägt zur Bereitschaft der Deutzer Bevölkerung in allen Generationen bei, sich für ihren Stadtteil, für innovative Projekte, soziale Teilhabe und einen lebendigen Stadtteil zu engagieren. Die innovativen Konzepte zur Unterstützung des Stadtteils für die besonders belasteten Zielgruppen Senior*innen und Familien, stoßen im gesamten Deutzer Gemeinwesen auf sehr positive Resonanz und Rückendeckung. Die Bemühungen um Entlastung der verwaltungstechnischen Aufgabenbereiche durch eine beantragte Zusetzung einer halben Verwaltungsplanstelle wurden im Stellenplan nicht berücksichtigt, so dass weiterhin ausschließlich pädagogisches Personal die verwaltungstechnischen Belange der Einrichtung zu erledigen hat. Auch das Fehlen einer eigenen haustechnischen Stelle, (einzigartig unter den Kölner Bürgerzentren), wirkt sich dauerhaft nicht positiv auf die Funktionalität der Einrichtung aus.
In den Jahren 2024/2025 galt es, Veränderungen im Stadtteil wahrzunehmen, sich neu auf die Bedarfe des Stadtteiles einzustellen und sich sowohl initiierend als auch unterstützend und begleitend bis hin zu bewahrend oder auch trennend, den Herausforderungen des Gemeinwesens zu stellen. Unsere Betrachtung der Situation von Senior*innen im Stadtteil evoziert den Bedarf einer präzisen Analyse zur Quartiersentwicklung in diesem Bereich (Altersarmut, Betreuungssituation, soziale Teilhabe, Altenheimplätze und Pflegesituation). In einem kooperativen Projekt mit dem Gebrüder Coblenz Stift e.V. wurde hierzu ein Planungsvorhaben umgesetzt, in dem ein detaillierter Handlungsrahmen mit Umsetzungskonzept zur Verbesserung der Wohn-, Lebens- und Betreuungssituation von Seniorinnen und Senioren in Deutz erarbeitet wird. Die Fortführung dieses wichtigen, innovativen Quartiersprojektes wird auch für 2026 angestrebt.
Ein ebenfalls im Jahr 2017 begonnenes Integrationsprojekt, welches in Not geratene Deutzer Seniorinnen und Senioren täglich mit einem kostenlosen Mittagessen versorgt und wieder an das soziale Leben von Deutz anbindet, wird auch in den Jahren 2026 mit Unterstützung des
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Vereins Zentrum für Bildung und Kultur e.V., des Integrationsbetriebs „Zentrum für Bildung, Kultur und Integration gGmbH“ und der Müller-Günther-Stiftung, weitergeführt.
Das Bürgerzentrum Deutz wirkt aktiv und konstruktiv in der „Kölner Elf“ – dem Zusammenschluss der Kölner Bürgerhäuser/-zentren – auf konzeptioneller und praktischer Ebene (z.B. Veranstaltungen) mit. Finanzsituation: (s. auch u.a. Excel-Tabelle)
Das Bürgerzentrum Deutz wird ebenso wie die Bürgerhäuser Chorweiler, Kalk und Stollwerck von der Stadt Köln betrieben. Die Darstellung der städtischen Finanzen erfolgt seit 2008 entsprechend den Bestimmungen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NFK) im doppischen System. Die Bürgerzentren werden im Teilergebnisplan 0507 ausgewiesen. Die Darstellung von Erträgen und Aufwendungen pro Einrichtung kann in diesem System nur mit Hilfe der internen Kosten- und Leistungsrechnung aufgrund der Planungen zum Produkthaushalt erfolgen. Aufgrund der aktuellen Haushaltslage sind die städtischen Häuser von weiteren finanziellen Einsparungen betroffen, die die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs gefährden. Personalstruktur: (Anzahl der Mitarbeiterinnen, Qualifikation der Mitarbeiterinnen, geringfügig Beschäftigte, freie Mitarbeiter*innen)
Das Haus als Träger beschäftigt aktuell 5 festangestellte Mitarbeiter*innen 1 x Leitung – Sozialpädagoge – 39 Std Ist / 39 Std. Soll 1 x Kinder- & Jugendbereich – Sozialpädagogin – 25,35 Std. Ist/ 39 Std. Soll 1 x Erwachsenen- & Seniorenbereich – Sozialarbeiterin - 32 Std. Ist/ 20 Std. Soll 1 x Einzelfallberatung/Infobereich – Erzieherin - 35 Std. Ist/ 39 Std. Soll 1 x hauswirtl. Unterstützung im Übersoll – Arbeiterin - 30 Std. Ist/ 30 Std. Soll im Übersoll Mitarbeiterstruktur: • 0 Mitarbeitende unter 30 Jahren • 0 Mitarbeitende bis 40 Jahren • 0 Mitarbeitende bis 50 Jahren • 1 Mitarbeitende bis 60 Jahren • 4 Mitarbeitende über 60 Jahren • 2 Stellen im Bundesfreiwilligendienst von denen in der Regel 1 Stelle besetzt ist
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• 1 Honorarkraft - • 1 freie Mitarbeiterin - Projektbezogen • 10 Übungsleiter*innen in den päd. Bereichen • 75 Personen ehrenamtliche Unterstützung aus allen Generationen in der kontinuierlichen und projektbezogenen, pädagogischen Arbeit
Aktuelle Situation und Besonderheiten: (inkl. jährliche Gesamtbesucherinnenzahl) Eine besondere Stärke des Bürgerzentrums Deutz ist es, durch eine intensive und gepflegte Vernetzung mit allen Akteurinnen im Stadtteil im ständigen Austausch mit den Stadtteilbewohnerinnen und deren Lebenssituationen zu sein, die Themen und Aufgaben des Stadtteils zu erarbeiten und nach positiven Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen und diese anschließend gemeinsam mit den Deutzerinnen umzusetzen. Diese, in vielen Jahren aufgebaute, vernetzte Zusammenarbeit im, für und mit dem Stadtteil, hat besonders in den Zielgruppen der Familien und Senioren einen enormen Vertrauensbonus geschaffen, der das Bürgerzentrum als Ansprechpartnerin, Beraterin und Unterstützerin in den kleinen und großen Lebensbelangen des Deutzer Gemeinwesens anerkennt. Dies führt nicht nur zu einer sehr guten Auslastung des Hauses in den wöchentlichen Regelangeboten, sondern auch zu einer herausfordernden Auseinandersetzung mit den sich verändernden Lebensbedingungen und Rahmenbedingungen des lebendigen Miteinanders im Stadtteil Deutz. Steigende Altersarmut, anwachsende Demenzentwicklung, Vereinsamungstendenzen, Demokratiemüdigkeit, Toleranz und Streitkultur sind aktuelle Themen, die innovative Handlungsstrategien erfordern. Sie werden gemeinsam im Stadtteil besprochen und zu tragfähigen Formaten geführt, so zum Beispiel die „Deutzer Seniorentafel“, die „Armutskonferenz“, der „soziale Mittagstisch“, die „Deutzer Demenzinitative“, die „Deutzer Kinderstadt“, die „Integrativen Angebotsstrukturen für Kinder- und Jugendliche“, die „Willkommensarbeit“, Beratung zu Pflege, Wohnen im Alter, Vorsorge. und Unterstützungsmöglichkeiten bei zunehmenden Einschränkungen. Diese und viele andere Angebotsstrukturen sind nicht nur Beleg für den wachen Blick des Bürgerzentrums auf die Deutzer Entwicklungen und den Gestaltungswillen zur positiven Veränderung von erkannten Negativentwicklungen, sondern auch zeitgleich ein Grund dafür, dass die Einrichtung mit täglich 10 -13 Veranstaltungen, monatlich zwischen 13.000 und 18.000 Besuchenden hat und im Jahr 2025 auf 168.304 Jahresbesuchskontakte kam.
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Um die Zielerreichung und die beabsichtigte Wirkung der angebotenen Leistungen und Angebote sichtbar zu machen, wird die Anzahl der Besuche pro Kalenderjahr als Ergebniskennzahl erfasst. Über die Inanspruchnahme wird indirekt auch die Passgenauigkeit der Angebote abgebildet. Darüber hinaus wird ab 2026 gezielt die Zufriedenheit der Besucher*innen sowie die Einflussnahme auf die persönliche Lebenssituation mit Hilfe eines gemeinsamen Fragebogens der Kölner Elf erfragt. Die Auswertungen bilden ebenfalls einen wichtigen Indikator für die Wirksamkeit und Passgenauigkeit der Angebote.
Mit großer Freude dürfen wir feststellen, dass das Gebäude in den nächsten 2,5 Jahren, finanziert aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE), in einem Kölner Pilotprojekt energetisch saniert wird, was wir auch als eine anerkennende Wertschätzung der Arbeit der Einricht