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title: "Bezirksvertretung Rodenkirchen fasst modifizierten Beschluss zur Rodenkirchener Brücke; Modifizierter Antrag abgelehnt"
sdDatePublished: "2026-08-06T09:09:00Z"
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  - "Bonn"
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Bezirksvertretung Rodenkirchen fasst modifizierten Beschluss zur Rodenkirchener Brücke; Modifizierter Antrag abgelehnt

Beschlussvorlage

Dezernat, Dienststelle
I/02/02-2

Vorlagen-Nummer
AN/1391/2021
Stand: 31.07.2026
Sachstandsbericht
Gutachten zur Verkehrstüchtigkeit der Rodenkirchener Autobahnbrücke
Beschluss der Bezirksvertretung Rodenkirchen am 14.06.2022

8.2.1 Rodenkirchener Brücke:
Appell an die Autobahn GmbH zu deren Vorgehen,
Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen
AN/0389/2021
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und die SPD-Fraktion ziehen sich von dem Antrag zu-
rück.

Herr Görtz gibt folgendes zu Protokoll zum Bericht zum 4. Dialogforum A4plus am 27.05.2021:
„Das Projekt A4plus der bundeseigenen Autobahn GmbH, der achtspurige Ausbau der Auto-
bahn A4 zwischen den Kreuzen Köln-Süd und Köln-Gremberg, befindet sich derzeit in der
Vorplanungsphase. Baumaßnahmen sind gemäß aktuellem Zeitplan frühestens ab 2030 zu
erwarten.
Ein Dialogforum begleitet als zentrales Organ kontinuierlich den gesamten Planungs- und Ge-
nehmigungsprozess. Das Ziel des Dialogforums ist die frühzeitige Einbindung der wichtigsten
Interessengruppen und ihre systematische Beteiligung und Informationsteil-habe bis hin zur
Mitgestaltung. Eine Mitbestimmung dagegen ist explizit ausgeschlossen.
Schwerpunkte des 4. Dialogforums A4plus am 27.05.2021 waren die Ergebnisse der vertie-
fenden Raumanalyse der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) sowie die Vorstellung verschie-
dener Varianten für die Rheinquerung (mit Weiternutzung der Bestandsbrücke, Tunnelvarian-
ten, Brückenvarianten). Die Unterlagen sind öffentlich auf der Website der Autobahn GmbH
zugänglich.
Der Untersuchungsraum für die UVS wurde im Verfahren nach Norden erweitert, um Basisda-
ten für die Prüfung einer potenziellen Tunnelvariante zu erhalten, die aufgrund der zu errei-
chenden Anschlusspunkte der Autobahnkreuze, der erforderlichen maximalen Längsneigung
und der Mindestüberdeckung verschwenken muss. Eine südliche Verschwenkung scheidet
aufgrund der Wohnbebauung in Rodenkirchen aus. Das Ergebnis der UVP zeigt die Belastun-
gen im Untersuchungsraum auf, bedeutet aber nach Aussage der Gutachter von Smeets
Landschaftsarchitekten kein Ausschlusskriterium für bestimmte Varianten.
Bei den vorgestellten Varianten wurde wesentliche Merkmale von Tunnellösungen (vollständig
bzw. nur für LKW) und Brückenneubauten mit und ohne Erhalt der Bestandsbrücke qualitativ
dargestellt. Dabei machte der vortragende Fachplaner der Kocks Consult GmbH deutlich,
dass ein Erhalt der Bestandsbrücke – für welche Nutzung auch immer – nachteilige Auswir-
kungen auch auf einen Brückenneubau hat, vor allem infolge eines konstruktionsbedingten

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Mindestabstands von mehr als 26 m. Auf Nachfrage zur Statik der Bestandsbrücke hinsicht-
lich einer baulichen Beschränkung ihrer Nutzung auf nur 2 oder 3 Richtungsspuren wurde in
der Sitzung mündlich und im Nachgang schriftlich geantwortet, dass die Ergebnisse der hier-
für relevanten Verkehrslastmodelle unabhängig von einer Beschränkung des Verkehrsraums
für den Straßenverkehr sind. Zum Hinweis auf die aktuelle Nutzung der Leverkusener Brücke
wurde ausgeführt, dass hier ein nicht normgerechter Zustand mit hohem Aufwand geduldet
werde, um das Bauwerk nicht komplett sperren zu müssen
Aktuell laufen im Projekt die Vorbereitungen zur Festlegung von ca. 5 Varianten für eine ver-
tiefende Prüfung. Dies soll im Juli/August geschehen. Im Hinblick auf den Beschlussantrag zur
A4plus habe ich darum gebeten, dass eine dieser Varianten den Erhalt der Bestandsbrücke –
vollständig oder teilweise – vorsieht.
Die nächste Sitzung des Dialogforums ist für Sep/Okt geplant.“

CDU-Fraktion und FDP-Fraktion modifizieren ihren Antrag.

Sodann lässt Herr Giesen über den modifizierten Antrag abstimmen

Beschluss:

Die Bezirksvertretung Rodenkirchen fasst folgenden modifizierten Beschluss:

Die Verwaltung wird gebeten, der Autobahn GmbH den folgenden Appell zukommen zu las-
sen:

Die Bezirksvertretung Rodenkirchen dankt für die am 16.02.21 im 3. Dialogforum A4plus (Aus-
bau der A4) erhaltenen vielfältigen Unterlagen über die aktuelle Situation.
Die BV2 bittet, im den Planungen zur Rodenkirchener Autobahnbrücke zu berücksichtigen:


Darstellung der Vor- und Nachteile einer Tunnellösung für den Lkw-Verkehr,

mögliche Ausdehnung der Brückenfläche nur nach Norden,

Bewahrung der typischen, Stadtbild-prägenden Silhouette der Brücke,

ggf. Erhalt des älteren Teils der Brücke für Fuß-, Rad- und ÖPN-Verkehr,

zügige Klärung dieser Punkte, weiterhin unter intensiver Bürgerbeteiligung.

Abstimmungsergebnis:
Mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, der FDP-Fraktion und der Stimme
des Herrn Kau mit den Stimmen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, drei Stimmen der
SPD-Fraktion und der Stimme der Frau Becker abgelehnt.
(Nicht anwesend Herr Hertel)

Status

erledigt

Aktueller Bearbeitungsstand:
A4plus | Rodenkirchener Brücke
Nächste Schritte:
Ergebnisse der Untersuchungen zur Ro-
denkirchener Brücke

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Im Rahmen der Ausbauplanung musste geprüft werden, inwieweit die zum Teil rund
70 Jahre alte Rodenkirchener Brücke den seit ihrem Bau gestiegenen und für die Zu-
kunft prognostizierten Belastungen noch gerecht wird. Denn man darf nicht verges-
sen, dass die Planer in den 1930er und 1980er Jahren noch mit deutlichem geringe-
rem Verkehrsaufkommen gerechnet haben. Auch sind LKW in den letzten Jahrzehn-
ten immer schwerer geworden und es finden mehr Groß- und Schwertransporte auf
den Straßen statt. Alle diese Faktoren führen zu deutlich höheren Lasten auf den Brü-
cken als ursprünglich vorgesehen.
Die Ergebnisse für die Rodenkirchener Brücke liegen nun vor: Im heutigen Zustand ist
Verkehr mit sechs Fahrspuren ohne weiteres möglich. Langfristig wird aber die Ro-
denkirchener Brücke das Ende ihrer Lebensdauer erreichen und durch einen Neubau
ersetzt werden müssen. Dies ist voraussichtlich in 15-20 Jahren der Fall. Die Statik
der Rodenkirchener Brücke lässt weitere Anbauten oder Verstärkungen nicht mehr zu.
Das ist das Ergebnis der Berechnungen mit verschiedenen Lastmodellen nach DIN
und Eurocode. Ein Ausbau auf acht Fahrspuren bedeutet daher, dass die Brücke voll-
ständig neu gebaut werden muss.
Für den aktuellen Zustand ist die Brücke jedoch vollkommen sicher nutzbar für den
Verkehr. Der Ausbau der A4 im Kölner Süden sowie der damit einhergehende Neubau
der Rodenkirchener Brücke erfolgt erst nach Inbetriebnahme der Leverkusener Rhein-
querung und planmäßig nach dem Bau der Rheinquerung zwischen Köln und Bonn
(„Rheinspange 553“).
Gutachten: Unterlagen A4plus | Mediathek