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title: "Bürgerantrag auf Lärmschutzmaßnahmen entlang der Weinsbergerstr. zwischen Oskar-Jäger-Str. und Melatengürtel, Ehrenfeld; höchster Pegel \u003e75 dB laut Lärmkarte"
sdDatePublished: "2026-08-06T09:09:00Z"
source: "https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1107347\u0026type=do"
topics:
  - name: "road transport"
    identifier: "medtop:20000341"
  - name: "public transport"
    identifier: "medtop:20001362"
locations:
  - "North Rhine-Westphalia"
  - "Köln"
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Bürgerantrag auf Lärmschutzmaßnahmen entlang der Weinsbergerstr. zwischen Oskar-Jäger-Str. und Melatengürtel, Ehrenfeld; höchster Pegel >75 dB laut Lärmkarte

Anlage 2 Eingabe 2.pdf

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An:
Betreff:
Datum:
Anlagen:
Sehr geehrte Vertreter:innen der Bezirksvertretung Ehrenfeld,
hiermit stelle ich einen Bürgerantrag auf Prüfung und Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen entlang der
Weinsbergerstr. im Abschnitt zwischen der Oskar-Jäger-Str. und dem Melatengürtel in Ehrenfeld. Die tief
liegende Troglage dieses Straßenabschnitts führt zu ausgeprägten Schallreflexionen an den Stützwänden und
verstärkt dadurch die bereits in der Lärmkarte ausgewiesene hohe Belastung. Direkt an der Troglage befindet
sich zwei Studierendenwohnhäuser mit rund 350 Bewohnerinnen und Bewohnern; insbesondere in den
Morgenstunden und Abendstunden kommt es durch den hohen Anteil an Lkw-Verkehr und Berufsverkehr zu
erheblichen Lärmspitzen, die Schlaf, Erholung und Konzentrationsfähigkeit massiv beeinträchtigen. Besonders
auffällig und belastend sind das Anfahren und Bremsen von Lkw, das deutlich lautere Spitzen verursacht als
gleichförmiger Verkehr; deshalb bieten Maßnahmen zur Reduktion der Fahrzeuggeschwindigkeit allein nur
begrenzte Entlastung, sie können sollen hiermit aber dennoch beantragt und geprüft werden.
Die offizielle Lärmkarte (Umgebungs௙lärm in NRW) weist für diesen Abschnitt bereits den höchsten möglichen
Pegel >75 dB aus. Ich bitte zu berücksichtigen, dass die Kartierung und die verwendeten Modellierungs- und
Messverfahren Reflexionseffekte durch Troglagen oder reflektierende Stützwände oft nicht ausreichend
abbilden. Vor Ort auftretende Schallreflexionen können die tatsächlich empfundene Belästigung und
Spitzenpegel erheblich erhöhen; daher sollten die lärmtechnischen Bewertungen und die
Entscheidungsgrundlagen durch spezifische Vor-Ort-Immissionsmessungen und ein Gutachten ergänzt werden,
das die Wirkung der Troglage und der reflektierenden Wände explizit untersucht.
Ich bitte Sie, die Lage vor Ort zu prüfen und kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen, die die Lärmbelastung für die
Anwohnerinnen und Anwohner spürbar reduzieren. Als kurzfristig umsetzbare Maßnahmen bitte ich um
Prüfung einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h in diesem Abschnitt (wobei dies allein nur begrenzt
wirkt), die konsequente Durchsetzung bestehender Lkw-Fahrverbote beziehungsweise die Einführung zeitlich
beschränkter Lkw-Verbote in sensiblen Zeitfenstern (z. B. in den Nacht- und Morgenstunden) sowie um
verstärkte Verkehrs- und Lärmkontrollen zur Dokumentation der aktuellen Belastung. Außerdem bitte ich um
Prüfung technischer Lärmschutzmaßnahmen wie die Errichtung lärmdämpfender Barrieren an den Stützwänden
oder die Anbringung schallabsorbierender Verkleidungen zur Reduktion der Reflexionen sowie um Prüfung
eines lärmmindernden Fahrbahnaufbaus (z. B. Flüsterasphalt), sofern technisch möglich. Ebenso bitte ich um
Prüfung und Förderung passiver Schallschutzmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung, etwa
Austausch oder Nachrüstung von Fenstern, Abdichtungen und Lüftungslösungen für besonders betroffene
Wohnungen, wenn bauliche Maßnahmen an der Straße nicht kurzfristig ausreichend wirken. Zur fundierten
Entscheidungsgrundlage ersuche ich zudem um die Beauftragung einer schalltechnischen Untersuchung mit
Immissionsmessungen und Modellierung, die die spezifische Wirkung der Troglage und der reflektierenden
Stützwände berücksichtigt.
Bitte bestätigen Sie den Eingang dieses Antrags und führen Sie zeitnah eine schalltechnische Messung durch,
idealerweise innerhalb der kommenden drei Monate, und teilen Sie die Ergebnisse mit. Ich bitte um eine
transparente Darstellung der vorgesehenen Maßnahmen einschließlich Priorisierung, Verantwortlichkeiten und
eines Zeitplans für die Umsetzung. Sollten bereits Planungen oder Maßnahmen für diesen Abschnitt bestehen,
bitte ich um entsprechende Mitteilung und eine Erläuterung des weiteren Vorgehens. Als Anlage füge ich
Standortfotos und einen Screenshot der Lärmkarte (Pegel >75 dB) zur Veranschaulichung bei; bei Bedarf stehe
ich für Rückfragen oder zur Koordination von Ortsterminen zur Verfügung.
Aufgrund der hohen Zahl Betroffener ist eine zügige Prüfung und Umsetzung der geeigneten
Lärmschutzmaßnahmen dringend geboten. Ich danke Ihnen im Voraus für die Prüfung dieses Antrags und bitte
um eine schriftliche Eingangsbestätigung.
Mit freundlichen Grüßen