Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. Zielvereinbarung 2026 in Köln-Ehrenfeld; Dringliche Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses nötig
Zielvereinbarung
zwischen
Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Straße 429 in 50825 Köln im Stadtbezirk Ehrenfeld
und Stadt Köln, Der Oberbürgermeister, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren
für das Jahr 2026
Zielvereinbarung 2026 für das Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V.
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I Mission der Bürgerzentren Zielsetzung der Arbeit der Bürgerzentren ist ein lebenswertes Köln, in dem aktive Nachbarschaft, Demokratie und Zusammenhalt gelebt werden. Mit vielfältigen Angeboten aus den Bereichen Bildung, Kunst, Kultur und Soziales fördern die Bürgerzentren ein weltoffenes und tolerantes Miteinander in der Stadtgesellschaft, gesellschaftliches Engagement und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Bürgerzentren der Kölner Elf fördern Kooperationen verschiedener Institutionen, Vereine, Initiativen u.a. vor Ort. Sie schaffen so Synergieeffekte und erzeugen positive, soziale Hebeleffekte (Leverage-Effekt) für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Bürgerzentren stehen für die Grundwerte der Demokratie ein, ihre Arbeit ist inklusiv und parteiunabhängig. Die Bürgerzentren sind Orte für öffentliche Veranstaltungen, Tagungen, Seminare und private Nutzungen. Ziel des Bürgerzentrums Ehrenfeld ist es, die Lebensverhältnisse in Ehrenfeld durch seine Einrichtungen und Angebote zu verbessern. Dies wird insbesondere durch Folgendes verwirklicht: -Einen Umsonstladen- und Umsonstcafé. Beide werden ehrenamtlich an drei Tagen die Woche betrieben -Ausgabestelle der Tafel an zwei Tagen die Woche -Ein vielfältiges kulturelles Angebot. Dies umfasst: -Lesungen -Konzerte -inklusive und generationsübergreifende Partys -politische Talkrunden -Kinder- und Jugendtheater -offene Bühne für Nachwuchskünstler*innen -ein breites soziales Angebot in den Bereichen:
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-Kinder- & Jugendarbeit -Unterstützungen von Ein-Eltern-Familien -Angebote für Menschen mit Behinderung -Senior*innen-Arbeit -Integrationsarbeit
Weitere Informationen zum Bürgerzentrum Ehrenfeld sind unter dem Link zu Webseite www.bueze.de zu finden.
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II Struktur der Einrichtung: Organigramm des Hauses/des Trägers
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III Ausgangssituation Entwicklung seit 2024 und 2025
Das Haushaltsjahr 2024/2025 war für den Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. von einer angespannten finanziellen Situation geprägt. Trotz kontinuierlicher Bemühungen um wirtschaftliches Handeln sowie der Ausschöpfung vorhandener Einsparpotenziale konnte ein strukturelles Defizit nicht vollständig ausgeglichen werden. Im Verlauf des Jahres mussten sämtliche vorhandenen Vermögensrücklagen vollständig aufgelöst werden, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Diese Entwicklung verdeutlicht die strukturelle Unterfinanzierung des Zentrums bei gleichzeitig gestiegenen Kosten, insbesondere in den Bereichen Personal, Energie und Betrieb. Zur Sicherung der Handlungsfähigkeit und zur Vermeidung von Einschränkungen im Angebotsbereich wurde dem Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. in 2024 von der Stadt Köln eine zusätzliche Unterstützung in Höhe von 180.000 Euro gewährt. Diese Mittel waren notwendig, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen und den Fortbestand der sozialen, kulturellen und integrativen Angebote zu gewährleisten. Der schwierigen finanziellen Lage wurde aktiv begegnet: Insbesondere konnte die Einwerbung von Drittmitteln deutlich gesteigert werden. Dabei wurden verstärkt Förderprogramme akquiriert, deren Mittel ohne Engagement des Vereins wahrscheinlich nicht nach Köln geflossen wären (u. a. Fernsehlotterie, Aktion Mensch). Diese Strategie trug zur Stabilisierung einzelner Projektbereiche bei und erhöhte zugleich die überregionale Sichtbarkeit des Bürgerzentrums. Parallel dazu war es erforderlich, die Einnahmesituation durch eine stärkere kommerzielle Nutzung der Räumlichkeiten zu verbessern. Dies führte im Jahr 2025 zu einer Steigerung der Vermietungserlöse um rund 20 %. Dieser Schritt stellte eine notwendige Anpassung dar, um die wirtschaftliche Basis zu verbreitern, ohne den gemeinwohlorientierten Charakter der Einrichtung grundsätzlich zu verändern. Gleichzeitig führten tarifliche Kostensteigerungen sowie ein kontinuierlicher Zuwachs an Aufgaben und Anforderungen dazu, dass sowohl im Jahr 2024 als auch im Jahr 2025 jeweils ein
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negativer Jahresabschluss verzeichnet werden musste. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die derzeitige Höhe des städtischen Betriebskostenzuschusses nicht auskömmlich ist. Aus Sicht des Trägers ist eine strukturelle Anpassung der institutionellen Förderung dringend erforderlich. Ohne eine entsprechende Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses ist die nachhaltige Sicherung des Betriebs und damit der Fortbestand der Einrichtung in ihrer jetzigen Form nicht gewährleistet. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte das Bürgerzentrum Ehrenfeld seine Rolle als zentraler Ort für gesellschaftlichen Austausch weiter ausbauen. Es wurde und wird verstärkt als Raum für politische und kulturelle Veranstaltungen wahrgenommen und bot vielfältige Gelegenheiten zur Begegnung von Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller und politischer Hintergründe. Damit leistete das Zentrum weiterhin einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt im Stadtteil.
Finanzsituation: (s. auch u.a. Excel-Tabelle)
Siehe Finanztabelle unten und die zuvor geschilderten Erläuterungen Personalstruktur: (Anzahl der Mitarbeiterinnen, Qualifikation der Mitarbeiterinnen, geringfügig Beschäftigte, freie Mitarbeiter*innen)
Das Haus als Träger beschäftigt aktuell 28 festangestellte Mitarbeiter*innen (19 weiblich, 1 divers, 8 männlich). Übersicht der Mitarbeitendenzahl nach Bereichen: • 11 Mitarbeitende im päd. Team • 3 Mitarbeitende in der Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit • 6 Mitarbeitende im Gastrobereich • 3 Mitarbeitende Hausservice • 2 Mitarbeitende im Kulturbereich • 3 Mitarbeitende
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Mitarbeiterstruktur: • 2 Mitarbeitende unter 30 Jahren • 7 Mitarbeitende bis 40 Jahren • 6 Mitarbeitende bis 50 Jahren • 8 Mitarbeitende bis 60 Jahren • 5 Mitarbeitende über 60 Jahren
Aktuelle Situation und Besonderheiten: (inkl. jährliche Gesamtbesucherinnenzahl) Das Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. verzeichnet aktuell eine insgesamt positive Entwicklung in Bezug auf Auslastung, Angebotsvielfalt und öffentliche Wahrnehmung. Mit über 2.500 Vermietungen jährlich wird eine sehr hohe Nutzung der Räumlichkeiten erreicht, was die zentrale Rolle des Hauses in der Infrastruktur für bürgerschaftliches Engagement, Kultur und Begegnung im Stadtteil unterstreicht. Allerdings stoßen die Vermietungsmöglichkeiten wegen vermehrten Beschwerden über nächtliche Lärmbelästigungen an ihre Grenzen. Parallel dazu konnte das kulturelle und gesellschaftspolitische Programm deutlich ausgeweitet werden. Neben Konzerten und Lesungen wurden vermehrt politische Diskussionsformate und Dialogveranstaltungen durchgeführt. Das Bürgerzentrum etabliert sich damit zunehmend als relevanter Ort für kulturelle Teilhabe und demokratischen Austausch. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Besucherinnenzahlen wider, die zuletzt auf rund 50.000 pro Jahr gesteigert werden konnten. Dies bedeutet eine erhebliche Intensivierung der Nutzung und verdeutlicht die hohe Nachfrage nach den Angeboten des Hauses. Mit der gestiegenen Aktivität gehen jedoch auch neue Herausforderungen einher. Aktuell besteht eine Konfliktsituation mit einem Anwohner aufgrund von wahrgenommenen Lärmemissionen in den Abendstunden. Nach Einschätzung des Trägers werden die geltenden Auflagen und gesetzlichen Vorgaben eingehalten. Gleichwohl wird der Dialog mit dem Anwohner sowie den zuständigen Stellen konstruktiv geführt, um tragfähige Lösungen im Sinne aller Beteiligten zu entwickeln.
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Unabhängig von dieser positiven Entwicklung bleibt die finanzielle Situation angespannt. Wie aus der beigefügten Finanzierungstabelle hervorgeht, besteht für das laufende Jahr weiterhin eine Finanzierungslücke. Der Träger ist derzeit aktiv bemüht, zusätzliche Mittel einzuwerben, um diese Lücke zu schließen und die Angebotsstruktur sowie den laufenden Betrieb abzusichern.
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IV Finanzstruktur: Merkmal Ist-Werte 2025 Plan-Werte 2026 Finanzressourcen Die aufgeführten Finanzressourcen der Einrichtung in freier Tägerschaft beziehen sich auf die Personal-, Sach- und Betriebsaufwendungen. Städtische Overheadkosten, Baunterhaltungskosten, Gebäude- und Inventarversicherung und Investitionsgüter bleiben unberücksichtigt. Ertrags- bzw. Einnahmenstruktur Betriebskostenzuschuss des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren:
490.340,00 Euro
504.785,00 Euro weitere städtische Zuschüsse: 212.335,00 Euro
190.000,00 Euro weitere öffentliche Zuwendungen: 325.683,00 Euro
320.000,00 Euro Eigenmittel: 1.100.000,00 Euro
1.100.000,00 Euro sonstiges:
Summe: 2.128.358,00 Euro 2.114.785,00 Euro
Aufwands- bzw. Ausgabenstrukur Personalaufwendungen/-ausgaben: -1.800.000,00 Euro -1.944.000 Euro Sachaufwendungen/-ausgaben: -400.000 Euro -400.000 Euro Sonstige Aufwendungen/-ausgaben -100.000 Euro -100.000 Euro
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Summe: -2.300.000 Euro -2.444.000 Euro Ergebnis: -171.642 Euro -329.215 Euro
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V Ziele und Maßnahmen (Was soll für den Vereinbarungszeitraum erreicht werden? Wie sollen die Ziele erreicht werden?)
Ziele Maßnahmen Indikatoren zur Zielerreichung Erhebungs-instrumente Handlungs- felder* Mehr Kulturangebote, insbesondere Konzerte Mehr Konzertformate organisieren, Kooperationen mit lokalen Musiker:innen/Venues, Fördermittel akquirieren, Nachwuchsbands fördern, gezielte Öffentlichkeitsarbeit Anzahl der Konzerte pro Jahr, Besucher:innenzahlen, Auslastung, Anzahl beteiligter Künstler:innen, Diversität des Programms, Wiederkehrrate des Publikums, Medien- /Social-Media- Resonanz Quantitativ durch Ticketdaten, Besucherzählungen, Online-Umfragen, Feedbackbögen, Interviews mit Publikum/Künstler:innen, Social-Media-Analysen, Dokumentation von Kooperationen und Presseberichten 1 Strom selbst generieren durch PV-Anlage Machbarkeitsprüfung und Statikgutachten beauftragen, Finanzierung/Fördermittel sichern, Angebote von Solarunternehmen einholen, Beschluss durch Vorstand/Gremien, Installation der PV-Anlage, Informationsveranstaltungen zur Energiewende
PV-Anlage installiert (ja/nein), installierte Leistung in kWp, erzeugte Strommenge, Anteil Eigenverbrauch, CO₂-Einsparung, Höhe eingeworbener Fördermittel, Senkung der Stromkosten Quantitativ durch Installations- und Abnahmeprotokolle, Energieabrechnungen, Monitoring-Software der PV-Anlage, Förderbescheide, Finanzberichte, Wartungs- und Betriebsdokumentation 4 Mehr Angebote zu dem Thema häusliche und Workshops und Informationsveranstaltungen zu Anzahl der Präventionsangebote, Quantitativ und qualitativ durch Teilnahmelisten, 2
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geschlechterspezifische Gewalt Gewaltprävention anbieten, Kooperationen mit Beratungsstellen/Frauenhäusern aufbauen, Empowerment- und Sensibilisierungsangebote für Jugendliche und Erwachsene entwickeln, Fortbildungen für Mitarbeitende organisieren
Zahl der Teilnehmenden, Anzahl der Kooperation