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title: "Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. Zielvereinbarung 2026 in Köln-Ehrenfeld; Dringliche Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses nötig"
sdDatePublished: "2026-08-06T09:09:00Z"
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  - name: "social services"
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  - "Köln"
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Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. Zielvereinbarung 2026 in Köln-Ehrenfeld; Dringliche Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses nötig

Zielvereinbarung

zwischen

Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Straße 429 in 50825 Köln im Stadtbezirk Ehrenfeld

und
Stadt Köln, Der Oberbürgermeister, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren

für das Jahr 2026

Zielvereinbarung 2026 für das Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V.

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I Mission der Bürgerzentren
Zielsetzung der Arbeit der Bürgerzentren ist ein lebenswertes Köln, in dem aktive Nachbarschaft, Demokratie und Zusammenhalt
gelebt werden.
Mit vielfältigen Angeboten aus den Bereichen Bildung, Kunst, Kultur und Soziales fördern die Bürgerzentren ein weltoffenes und
tolerantes Miteinander in der Stadtgesellschaft, gesellschaftliches Engagement und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Die Bürgerzentren der Kölner Elf fördern Kooperationen verschiedener Institutionen, Vereine, Initiativen u.a. vor Ort. Sie schaffen so
Synergieeffekte und erzeugen positive, soziale Hebeleffekte (Leverage-Effekt) für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Bürgerzentren stehen für die Grundwerte der Demokratie ein, ihre Arbeit ist inklusiv und parteiunabhängig. Die Bürgerzentren sind
Orte für öffentliche Veranstaltungen, Tagungen, Seminare und private Nutzungen.
Ziel des Bürgerzentrums Ehrenfeld ist es, die Lebensverhältnisse in Ehrenfeld durch seine Einrichtungen und Angebote zu
verbessern. Dies wird insbesondere durch Folgendes verwirklicht:
-Einen Umsonstladen- und Umsonstcafé. Beide werden ehrenamtlich an drei Tagen die Woche betrieben
-Ausgabestelle der Tafel an zwei Tagen die Woche
-Ein vielfältiges kulturelles Angebot. Dies umfasst:
-Lesungen
-Konzerte
-inklusive und generationsübergreifende Partys
-politische Talkrunden
-Kinder- und Jugendtheater
-offene Bühne für Nachwuchskünstler*innen
-ein breites soziales Angebot in den Bereichen:

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-Kinder- & Jugendarbeit
-Unterstützungen von Ein-Eltern-Familien
-Angebote für Menschen mit Behinderung
-Senior*innen-Arbeit
-Integrationsarbeit

Weitere Informationen zum Bürgerzentrum Ehrenfeld sind unter dem Link zu Webseite www.bueze.de zu finden.

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II Struktur der Einrichtung: Organigramm des Hauses/des Trägers

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III Ausgangssituation
Entwicklung seit 2024 und 2025

Das Haushaltsjahr 2024/2025 war für den Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. von einer
angespannten finanziellen Situation geprägt. Trotz kontinuierlicher Bemühungen um
wirtschaftliches Handeln sowie der Ausschöpfung vorhandener Einsparpotenziale konnte ein
strukturelles Defizit nicht vollständig ausgeglichen werden.
Im Verlauf des Jahres mussten sämtliche vorhandenen Vermögensrücklagen vollständig
aufgelöst werden, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Diese Entwicklung verdeutlicht
die strukturelle Unterfinanzierung des Zentrums bei gleichzeitig gestiegenen Kosten,
insbesondere in den Bereichen Personal, Energie und Betrieb.
Zur Sicherung der Handlungsfähigkeit und zur Vermeidung von Einschränkungen im
Angebotsbereich wurde dem Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. in 2024 von der Stadt Köln eine
zusätzliche Unterstützung in Höhe von 180.000 Euro gewährt. Diese Mittel waren notwendig,
um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen und den Fortbestand der sozialen, kulturellen und
integrativen Angebote zu gewährleisten.
Der schwierigen finanziellen Lage wurde aktiv begegnet: Insbesondere konnte die Einwerbung
von Drittmitteln deutlich gesteigert werden. Dabei wurden verstärkt Förderprogramme akquiriert,
deren Mittel ohne Engagement des Vereins wahrscheinlich nicht nach Köln geflossen wären (u.
a. Fernsehlotterie, Aktion Mensch). Diese Strategie trug zur Stabilisierung einzelner
Projektbereiche bei und erhöhte zugleich die überregionale Sichtbarkeit des Bürgerzentrums.
Parallel dazu war es erforderlich, die Einnahmesituation durch eine stärkere kommerzielle
Nutzung der Räumlichkeiten zu verbessern. Dies führte im Jahr 2025 zu einer Steigerung der
Vermietungserlöse um rund 20 %. Dieser Schritt stellte eine notwendige Anpassung dar, um die
wirtschaftliche Basis zu verbreitern, ohne den gemeinwohlorientierten Charakter der Einrichtung
grundsätzlich zu verändern.
Gleichzeitig führten tarifliche Kostensteigerungen sowie ein kontinuierlicher Zuwachs an
Aufgaben und Anforderungen dazu, dass sowohl im Jahr 2024 als auch im Jahr 2025 jeweils ein

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negativer Jahresabschluss verzeichnet werden musste. Diese Entwicklung macht deutlich, dass
die derzeitige Höhe des städtischen Betriebskostenzuschusses nicht auskömmlich ist.
Aus Sicht des Trägers ist eine strukturelle Anpassung der institutionellen Förderung dringend
erforderlich. Ohne eine entsprechende Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses ist
die nachhaltige Sicherung des Betriebs und damit der Fortbestand der Einrichtung in ihrer
jetzigen Form nicht gewährleistet.
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte das Bürgerzentrum Ehrenfeld seine
Rolle als zentraler Ort für gesellschaftlichen Austausch weiter ausbauen. Es wurde und wird
verstärkt als Raum für politische und kulturelle Veranstaltungen wahrgenommen und bot
vielfältige Gelegenheiten zur Begegnung von Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller
und politischer Hintergründe. Damit leistete das Zentrum weiterhin einen wichtigen Beitrag zum
gesellschaftlichen Zusammenhalt im Stadtteil.

Finanzsituation:
(s. auch u.a. Excel-Tabelle)

Siehe Finanztabelle unten und die zuvor geschilderten Erläuterungen
Personalstruktur:
(Anzahl der Mitarbeiter*innen,
Qualifikation der Mitarbeiter*innen,
geringfügig Beschäftigte, freie
Mitarbeiter*innen)

Das Haus als Träger beschäftigt aktuell 28 festangestellte Mitarbeiter*innen (19 weiblich, 1
divers, 8 männlich).
Übersicht der Mitarbeitendenzahl nach Bereichen:
• 11 Mitarbeitende im päd. Team
• 3 Mitarbeitende in der Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit
• 6 Mitarbeitende im Gastrobereich
• 3 Mitarbeitende Hausservice
• 2 Mitarbeitende im Kulturbereich
• 3 Mitarbeitende

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Mitarbeiterstruktur:
•
2 Mitarbeitende unter 30 Jahren
•
7 Mitarbeitende bis 40 Jahren
•
6 Mitarbeitende bis 50 Jahren
•
8 Mitarbeitende bis 60 Jahren
•
5 Mitarbeitende über 60 Jahren

Aktuelle Situation und
Besonderheiten:
(inkl. jährliche
Gesamtbesucher*innenzahl)
Das Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. verzeichnet aktuell eine insgesamt positive Entwicklung in
Bezug auf Auslastung, Angebotsvielfalt und öffentliche Wahrnehmung. Mit über 2.500
Vermietungen jährlich wird eine sehr hohe Nutzung der Räumlichkeiten erreicht, was die
zentrale Rolle des Hauses in der Infrastruktur für bürgerschaftliches Engagement, Kultur und
Begegnung im Stadtteil unterstreicht. Allerdings stoßen die Vermietungsmöglichkeiten wegen
vermehrten Beschwerden über nächtliche Lärmbelästigungen an ihre Grenzen.
Parallel dazu konnte das kulturelle und gesellschaftspolitische Programm deutlich ausgeweitet
werden. Neben Konzerten und Lesungen wurden vermehrt politische Diskussionsformate und
Dialogveranstaltungen durchgeführt. Das Bürgerzentrum etabliert sich damit zunehmend als
relevanter Ort für kulturelle Teilhabe und demokratischen Austausch.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Besucher*innenzahlen wider, die zuletzt auf rund
50.000 pro Jahr gesteigert werden konnten. Dies bedeutet eine erhebliche Intensivierung der
Nutzung und verdeutlicht die hohe Nachfrage nach den Angeboten des Hauses.
Mit der gestiegenen Aktivität gehen jedoch auch neue Herausforderungen einher. Aktuell
besteht eine Konfliktsituation mit einem Anwohner aufgrund von wahrgenommenen
Lärmemissionen in den Abendstunden. Nach Einschätzung des Trägers werden die geltenden
Auflagen und gesetzlichen Vorgaben eingehalten. Gleichwohl wird der Dialog mit dem
Anwohner sowie den zuständigen Stellen konstruktiv geführt, um tragfähige Lösungen im Sinne
aller Beteiligten zu entwickeln.

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Unabhängig von dieser positiven Entwicklung bleibt die finanzielle Situation angespannt. Wie
aus der beigefügten Finanzierungstabelle hervorgeht, besteht für das laufende Jahr weiterhin
eine Finanzierungslücke. Der Träger ist derzeit aktiv bemüht, zusätzliche Mittel einzuwerben,
um diese Lücke zu schließen und die Angebotsstruktur sowie den laufenden Betrieb
abzusichern.

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IV Finanzstruktur:
Merkmal
Ist-Werte 2025
Plan-Werte 2026
Finanzressourcen
Die aufgeführten Finanzressourcen der Einrichtung in freier Tägerschaft beziehen sich auf die Personal-, Sach- und Betriebsaufwendungen. Städtische
Overheadkosten, Baunterhaltungskosten, Gebäude- und Inventarversicherung und Investitionsgüter bleiben unberücksichtigt.
Ertrags- bzw. Einnahmenstruktur
Betriebskostenzuschuss des Amtes für Soziales, Arbeit und
Senioren:

490.340,00 Euro

504.785,00 Euro
weitere städtische Zuschüsse:
212.335,00 Euro

190.000,00 Euro
weitere öffentliche Zuwendungen:
325.683,00 Euro

320.000,00 Euro
Eigenmittel:
1.100.000,00 Euro

1.100.000,00 Euro
sonstiges:

Summe:
2.128.358,00 Euro
2.114.785,00 Euro

Aufwands- bzw. Ausgabenstrukur
Personalaufwendungen/-ausgaben:
-1.800.000,00 Euro
-1.944.000 Euro
Sachaufwendungen/-ausgaben:
-400.000 Euro
-400.000 Euro
Sonstige Aufwendungen/-ausgaben
-100.000 Euro
-100.000 Euro

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Summe:
-2.300.000 Euro
-2.444.000 Euro
Ergebnis:
-171.642 Euro
-329.215 Euro

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V Ziele und Maßnahmen
(Was soll für den Vereinbarungszeitraum erreicht werden? Wie sollen die Ziele erreicht werden?)

Ziele
Maßnahmen
Indikatoren zur
Zielerreichung
Erhebungs-instrumente
Handlungs-
felder*
Mehr Kulturangebote,
insbesondere Konzerte
Mehr Konzertformate
organisieren, Kooperationen mit
lokalen Musiker:innen/Venues,
Fördermittel akquirieren,
Nachwuchsbands fördern,
gezielte Öffentlichkeitsarbeit
Anzahl der Konzerte
pro Jahr,
Besucher:innenzahlen,
Auslastung, Anzahl
beteiligter
Künstler:innen,
Diversität des
Programms,
Wiederkehrrate des
Publikums, Medien-
/Social-Media-
Resonanz
Quantitativ durch
Ticketdaten,
Besucherzählungen,
Online-Umfragen,
Feedbackbögen,
Interviews mit
Publikum/Künstler:innen,
Social-Media-Analysen,
Dokumentation von
Kooperationen und
Presseberichten
1
Strom selbst generieren
durch PV-Anlage
Machbarkeitsprüfung und
Statikgutachten beauftragen,
Finanzierung/Fördermittel
sichern, Angebote von
Solarunternehmen einholen,
Beschluss durch
Vorstand/Gremien, Installation
der PV-Anlage,
Informationsveranstaltungen zur
Energiewende

PV-Anlage installiert
(ja/nein), installierte
Leistung in kWp,
erzeugte Strommenge,
Anteil Eigenverbrauch,
CO₂-Einsparung, Höhe
eingeworbener
Fördermittel, Senkung
der Stromkosten
Quantitativ durch
Installations- und
Abnahmeprotokolle,
Energieabrechnungen,
Monitoring-Software der
PV-Anlage,
Förderbescheide,
Finanzberichte, Wartungs-
und
Betriebsdokumentation
4
Mehr Angebote zu dem
Thema häusliche und
Workshops und
Informationsveranstaltungen zu
Anzahl der
Präventionsangebote,
Quantitativ und qualitativ
durch Teilnahmelisten,
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geschlechterspezifische
Gewalt
Gewaltprävention anbieten,
Kooperationen mit
Beratungsstellen/Frauenhäusern
aufbauen, Empowerment- und
Sensibilisierungsangebote für
Jugendliche und Erwachsene
entwickeln, Fortbildungen für
Mitarbeitende organisieren

Zahl der
Teilnehmenden, Anzahl
der Kooperation