75 ehemalige Soldaten zeigten auf dem Biwak in Visbeck historische Armeefahrzeuge; Depot bleibt Denkmal und Ausbildungsstandort

Am Rand von Dülmen: Lebendige Erinnerung an den Kalten Krieg - Reservistenverband

Am Rand von Dülmen: Lebendige Erinnerung an den Kalten Krieg

75 ehemalige Soldaten zeigten auf dem Biwak in Visbeck historische Armeefahrzeuge

Reservistenkameradschaft lud zu einem Biwak mit Informationsveranstaltungen ins Sondermunitionsdepot Visbeck ein

Die Älteren werden ihn noch in Erinnerung haben, die Jüngeren haben im Geschichtsunterricht von ihm gehört. Die Rede ist vom Kalten Krieg, in dem sich der damalige „Ostblock“ unter Führung der Sowjetunion und der Westen, vertreten durch die NATO, jahrzehntelang unerbittlich gegenüberstanden. In Dülmen erinnert mit dem ehemaligen Sondermunitionsdepot in Visbeck eine der in Deutschland am besten erhaltenen militärischen Einrichtungen dieser Art an diese dramatische Zeit. Neben Artilleriemunition konnten dort auch nukleare Gefechtsköpfe gelagert werden und wurden rund um die Uhr gesichert. Die Erinnerung an den Kalten Krieg wird lebendig gehalten, durch die örtliche Volkshochschule mit regelmäßigen Führungen und durch die Reservistenkameradschaft Dülmen, deren Ziel der Erhalt und die Fortentwicklung des Munitionsdepots als Denkmal ist.

Die Stadt Dülmen hat kürzlich mit dem Förderverein der Kameradschaft die Nutzung eines Teils des Depotgeländes vereinbart. Dort finden verschiedene Ausbildungsaktivitäten statt, etwa Orientierungsmärsche mit Karten oder Training in Ersthilfe und Krisenvorsorge. Hier wird aktiv am Erhalt eines einzigartigen Monuments und an der Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen gearbeitet, die im Katastrophenfall von direktem Nutzen sein können.

Um die Reservistenkameradschaft und den Förderverein über die Region hinaus bekannt zu machen, fand unter der Regie der jeweiligen Vorsitzenden Oberfeldwebel der Reserve Michael Hoffmann und Oberstabsfeldwebel der Reserve Willi Pohlmann Ende Juli im Depot ein „Biwak“ statt. Ca. 75 Teilnehmer waren aus dem weiten Umkreis gekommen, um an zwei Tagen der Öffentlichkeit historische Armeefahrzeuge, soldatische Zeltunterkünfte, Sanitätswesen und allgemeines soldatisches Leben nahezubringen. Fehlen durfte dabei nicht eine sicherheitspolitische Station, an der sich Interessierte über die Bundeswehr informieren konnten, und natürlich eine Feldküche, die bestens für das leibliche Wohl der Teilnehmer und zahlreichen Besucher sorgte.

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