Mitteldeutsches Krebszentrum in Leipzig und Jena erhält 4,8 Millionen Euro Fördermittel; Weiterführung der Spitzenzentrum-Förderung
Mitteldeutsches Krebszentrum weiterhin Spitzenzentrum der Krebsmedizin | Uni Jena
Mitteldeutsches Krebszentrum weiterhin Spitzenzentrum der Krebsmedizin
Onkologisches Zentrum der beiden Uniklinika Leipzig und Jena erhält 4,8 Millionen Fördermittel von Deutscher Krebshilfe
Prof. Andreas Hochhaus, Sprecher des UniversitätsTumorcentrums am Uniklinkum Jena und Vorstand des Mitteldeutschen Krebszentrums
Meldung vom: 5. August 2026, 15:08 Uhr | Verfasser
Die Krebsmedizin auf Spitzenniveau für Patient:innen in Mitteldeutschland ist weiterhin gesichert: Nach einer positiven Begutachtung durch ein internationales Expertengremium erhält das Mitteldeutsche Krebszentrum eine erneute Förderung als onkologisches Spitzenzentrum. Die Deutsche Krebshilfe stellt dafür 4,8 Millionen Euro für die kommenden vier Jahre bereit. Das Mitteldeutsche Krebszentrum (Comprehensive Cancer Center Central Germany, CCCG) wird vom Universitären Krebszentrum des Universitätsklinikums Leipzig (UCCL) und dem UniversitätsTumorCentrum am Universitätsklinikum Jena ((UTC) getragen. Insgesamt unterstützt die Deutsche Krebshilfe derzeit bundesweit 14 onkologische Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Centers). Das Mitteldeutsche Krebszentrum gehört seit 2023 dazu. Der 2019 ins Leben gerufene Zusammenschluss der onkologischen Zentren der Universitätsklinika Leipzig und Jena wird seit Januar 2023 von der Deutschen Krebshilfe als onkologisches Spitzenzentrum gefördert. Es ist das bundesweit erste der 14 Exzellenz-Zentren für Krebsmedizin, das Bundesland-übergreifend agiert. Das Ziel: Eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene, die eine moderne interdisziplinäre Behandlung mit zügiger Einbindung innovativer Erkenntnisse aus der Forschung in die klinische Praxis bietet. Im Ergebnis wird so die bestmögliche Krebsversorgung für die Menschen in der Region gewährleistet. Dass dies gelingt, zeigt die aktuelle positive Begutachtung: »Dass wir auch für die kommenden Jahre weiterhin eine Förderung als onkologisches Spitzenzentrum erhalten, ist für uns die höchste Anerkennung unserer Arbeit«, freut sich Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums am Uniklinikum Leipzig Externer Link und Vorstand des CCCG. »Es zeigt auch, dass wir mit unserem Entwicklungsschwerpunkt der letzten Jahre in der Krebsprävention und dem Cancer Survivorship, also der wissenschaftlichen Begleitung und klinischen Betreuung von Krebsüberlebenden einen wichtigen Beitrag zur Krebsmedizin insgesamt leisten können.« Prof. Andreas Hochhaus, Sprecher des UniversitätsTumorcentrums am Uniklinkum Jena Externer Link und Vorstand des CCCG betont: »Wir freuen uns sehr, dass wir erneut erfolgreich waren und weiterhin im Förderprogramm der Deutschen Krebshilfe berücksichtigt werden. Damit kann unter anderem einer unserer aktuellen Meilensteine, mittels personalisierter Onkologie Patienten die bestmögliche und vor allem eine maßgeschneiderte Behandlung anbieten zu können, die durch Forschung und Innovation ständig auf dem neuesten Wissensstand ist, maßgeblich vorangetrieben werden?«
Konsortium mit über 140 Partnerinstitutionen
Als onkologisches Spitzenzentrum kooperiert das Krebszentrum eng mit Krankenhäusern der Region, niedergelassenen Ärzten und Reha-Einrichtungen, um übergreifende Versorgungsstrukturen und -abläufe sicherzustellen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Inzwischen gehören mehr als 140 Kooperationspartner in der Region Mitteldeutschland zum Konsortium des CCCG, darunter Vertreter aller Versorgungsstufen. Über Patientenbeiräte und Kooperationen mit Selbsthilfegruppen sind auch Betroffene und Angehörige direkt in die Arbeit des Krebszentrums eingebunden und bringen ihre Perspektive in die Bewertung und Entwicklung von Angeboten und Verfahren ein.
Pro Jahr behandelt und berät das Exzellenzzentrum an den beiden Standorten in Leipzig und Jena mehr als 24.000 Patient:innen mit Krebserkrankungen. Ihnen stehen neben dem Zugang zu über 600 laufenden klinischen Studien in der Krebsmedizin auch hochmoderne Verfahren der individualisierten Therapie und Diagnostik zur Verfügung. Das umfasst in bestimmten Fällen auch die Diagnostik und Behandlungsplanung im molekularen Tumorbord. Dort werden anhand der genetischen Merkmale des jeweiligen Tumors mögliche individuelle Behandlungskonzepte geprüft und entwickelt. Das umfasst die gesamte Palette der modernen Krebsmedizin einschließlich schonender Bestrahlungsverfahren und Immuntherapien bis hin zum Einsatz von CAR-T-Zell-Therapien. Dabei werden körpereigene T-Zellen der Patient:innen isoliert und mittels Gentechnologie so verändert, dass sie die Krebszellen erkennen und zerstören können.
Seit 2019 arbeiten unter dem Dach des Mitteldeutschen Krebszentrums Externer Link (Comprehensive Cancer Center Central Germany – CCCG) die Universitätsklinika Leipzig und Jena sowie die medizinischen Fakultäten der beiden Standorte gemeinsam mit Partnern des regionalen Netzwerks an der Prävention, Diagnostik, Behandlung, Nachsorge und Erforschung von Krebserkrankungen. Die übergeordnete Struktur des Mitteldeutschen Krebszentrums sorgt dafür, dass Synergien geschaffen werden können und Patient:innen stets die für sie optimale Behandlung zugänglich gemacht wird. Seit 2023 gehört das Mitteldeutsche Krebszentrum zu den 14 von der Deutschen Krebshilfe geförderten bundesweiten Onkologischen Spitzenzentren. Es ist dabei das erste Bundesland-übergreife Zentrum für exzellente Krebsmedizin.
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Klinik für Innere Medizin II Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie